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Wir wünschen allen ein friedliches Fest

Nichts Schöneres gibt es als diese einmalige Zeit zu genießen, fröhlich zu sein und sich etwas zu gönnen.

Ich wünsche euch von Herzen Zeit für Besinnlichkeit, Glück und Gesundheit für das neue Jahr …

Auch wir nutzen diese Zeit zum Innehalten und Verschnaufen.
Der Verlag bleibt vom 23. Dezember 2016 bis 6. Januar 2017 geschlossen.

Ab Montag, dem 9. Januar freuen wir uns mit euch gemeinsam auf ein neues spannendes Jahr und dürfen auch gleich eine neue Praktikantin begrüßen.

 

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Wir wünschen euch besinnliche Feiertage

Weihnachten ist eine …

Zeit zu schweigen, zu lauschen, in sich zu gehen.
Nur wer die Ruhe beherrscht kann die Wunder noch sehen, die der Geist der Weihnacht den Menschen schenkt.
Auch wenn so mancher anders denkt.

Autor: unbekannt

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Von ganzem Herzen wünschen euch
Nina, Alexandra, Frank und Andrea

besinnliche Feiertage mit einem Blick auf die kleinen Wunder

und einen gesunden Start im Jahr 2016

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23. Dezember

23.12

Volkslied von 1795

1. Morgen, Kinder, wird’s was geben,
morgen werden wir uns freun!
Welch ein Jubel, welch ein Leben
wird in unserm Hause sein!
Einmal werden wir noch wach,
heißa dann ist Weihnachtstag!
2. Wie wird dann die Stube glänzen
von der großen Lichterzahl,
schöner als bei frohen Tänzen
ein geputzter Kronensaal.
Wißt ihr noch vom vor’gen Jahr,
wie’s am Weihnachtsabend war?
3. Wißt ihr noch mein Räderpferdchen,
Malchens nette Schäferin,
Jettchens Küche mit dem Herdchen
und dem blankgeputzten Zinn?
Heinrichs bunten Harlekin
mit der gelben Violin?
4. Welch‘ ein schöner Tag ist morgen!
Viele Freunde hoffen wir;
uns’re lieben Eltern sorgen
lange, lange schon dafür.
O gewiß, wer sie nicht ehrt,
ist der ganzen Lust nicht wert!

So alt ist dieses Gedicht bereits. So alt und dennoch  – wenn wir mal von den Geschenken absehen, aktuell. Ja, was schenkten sich die Menschen eigentlich früher?
Wisst ihr das?

Ich habe mal ein wenig recherchiert und möchte euch am Ergebnis teilhaben lassen.

Bis etwa ins 17. Jahrhundert war Weihnachten gar nicht so bekannt, wie wir es heute kennen. Zwar umgab die Zeit der Wintersonnenwende schon immer ein gewisses Mysterium, aber bis dahin begingen die Menschen eher den 6.Dezemeber – den Tag des Heiligen Nikolaus – als einen Tag des Beschenkens. Die Geschenke waren viel einfacher und die Menschen freuten sich über viel bescheidenere Gaben. Ein Beutel voll Linsen, selbst gestrickte Socken oder Handschuhe.

Als im 18. Jh der Weihnachtsbaum in die Stuben einzog, verlagerte sich das Geschehen oder immer mehr in Richtung Wintersonnenwende. Selbst gebackene Plätzen hielten Einzug und durften nicht vor Weihnachten verspeist werden. Der Christstollen hat ebenso eine lange Tradition und gehört heute genauso zu Weihnachten wie der Weihnachtsbaum.

In einigen Regionen Deutschlands wurde vor dem Heiligen Abend noch brav gefastet. Am Heiligen Abend selbst gab und gibt es auch heute noch in vielen Haushalten Linsensuppe. Linsen sind ebenfalls  in anderen Ländern Europas ein Symbol für Wohlstand im kommenden Jahr. Wer nicht daran glauben mag, stellt siebenerlei Speisen auf den Tisch. Oder zumindest eine Speise aus sieben Zutaten.

In anderen Regionen ist der Kartoffelsalat mit Würstchen am Heiligen Abend die wichtigste Speise.

Zu den wichtigsten Ritualen gehörte der gemeinsame Kirchgang mit Krippenspiel. Kaiser Theodosis legte 381 unserer Zeit fest, dass die Geburt Christi auf die Nacht zum 25.Dezember begangen wird. Das Aufstellen des Weihnachtsbaums, das Aufhängen von Mistelzweigen und viele andere Bräuche, die wir heute mit Weihnachten verbinden, haben ihren Ursprung im alten germanische Glauben.

Mittlerweile hält uns der Kommerz gefangen. Wir hasten durch die Geschäfte, stressen uns und unsere Familie. Oft hindert uns die all zu große Erwartungshaltung, Freude für die Gaben zu empfinden.

Auch wir haben heute eine kleine Gabe für euch vorbereitet.
Ein weiteres Katzenlesezeichen macht sich auf dem Weg zu dem, der folgende Frage richtig beantwortet:

Wieso hängen wir uns Mistelzweige in den Türrahmen?

Bei mehreren richtigen Antworten hier in der Kommentarfunktion entscheidet wie immer das Los.

 

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Warum feiern wir eigentlich Weihnachten?

Da ist er nun angebrochen: der Heilige Abend oder auch Heilgabend – der 24.Dezember 2013.

Weihnachten

Wisst ihr eigentlich, warum wir diesen Tag begehen und warum wir ihn ausgerechnet am 24.Dezember feiern? Nicht, wie in anderen Ländern am 25.Dezember oder 6.Januar. Bei uns in Deutschland wird dieses Fest am 24.Dezember gefeiert.

Viele werden jetzt antworten: Na, weil am 24.Dezember Jesus Christus geboren wurde.

Lasst uns dieser Antwort mal auf den Grund gehen und prüfen, ob das so stimmt.

Dazu müssen wir weit in die Vergangenheit reisen. Die Germanen feierten den 25.Dezember traditionell als den Tag der Wintersonnenwende. Er gehörte zu einem der zwölf  heiligen Nächte der Sonnenwende. Das damalige weltbeherrschende römische Reich beging den 25.Dezember als Ehrentag des als Gott verehrten Kaisers. Das hat schon mal nichts mit der Geburt Jesu zu tun, nicht wahr? Bis heute ist nicht genau erwiesen, wann Jesus geboren wurde. Anhand historischer Aufzeichnungen wissen wir, dass der Befehl des König Herodes zur Einschreibung sämtlicher judäischer Einwohner in ihrer Heimatstadt in etwa im August gegeben wurde. Rechnen wir jetzt noch die Reisezeit hinzu, kann davon ausgegangen werden, dass Jesus Ende September bis Mitte Oktober geboren wurde.

Hm … werdet ihr jetzt sagen. Und warum feiern wir nun?

274 n.Ch. führte der römische Kaiser Aurelian das Fest ein. Er vermischte ganz einfach römische, germanische und christliche Bräuche und Ansichten. Einer dieser heidnischen Bräuche ist das Aufstellen eines Weihnachtsbaums, versinnbildlicht er doch das wiederkehrende Leben. Geschenke kamen dann etwa 100 Jahre später ins Spiel, um das christliche Fest zu stärken und vom Nikolaus abzulenken. Der Weihnachtsmann, so wie wir ihn heute kennen, ist eine Marketingaktion der Cola Cola Company. Eine ziemlich gelungene, meint ihr nicht auch?

Wir Deutschen feiern in den 25.Dezember hinein. Da schlagen wohl unsere germanischen Wurzeln durch. Viele Völker feiern direkt am 25.Dezember. Es gibt aber auch viele Menschen, die feiern aus religiösen oder anderen Gründen gar kein Weihnachtsfest.

Lasst uns einfach mal einige Tage innehalten. Den Alltagsstress ausschalten. Sind Geschenke wichtig? Viele haben nicht das notwendige Geld, um Geschenke kaufen zu können. Andere kaufen irgendwas, nur um nicht mit leeren Händen da zu stehen. Was wichtig ist, ist die Familie. Der oder die Liebste, die Kinder, Eltern, Geschwister. Wichtig ist, gemeinsam Zeit zu verbringen. Miteinander Lachen, Spaß haben, sich gegenseitig auffangen. Das sind Dinge, die können wir für kein Geld dieser Welt kaufen.

In diesem Sinne wünsche ich jedem Einzelnen von euch, besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2014.

Mit meinem Beitrag endet auch unser Adventskalender, der euch die letzten 24 Tage durch den Advent geführt hat. Wir hatten zahlreiche Beiträge für euch vorbereitet und es gab täglich etwas zu gewinnen. Der Gewinn zum heutigen Tag wird vom Drachenmond-Verlag gesponsert und hält 6 Bücher für euch bereit.

1 signiertes Exemplar „Wild
2. Die Mondfrau
3. Die Seele des Ozeanzs
4.Hinter dem Schleier
5. Träume verstehen
6. Indien, wie wir es sehen

Schreibt an kontakt@buch-talk.de und beantwortet folgende Frage: Wann wurde Weihnachten als christliches Fest eingeführt?

Ganz besonders möchte ich mich bei den 23 Bloggern bedanken, die jeden Tag einen tollen Beitrag verfasst haben und nachstehend liste ich sie euch alle mit ihren Fragen noch einmal auf. Denn ihr könnt eure Antworten noch bis heute Abend 24 Uhr an obige Email Adresse versenden. Hier an dieser Stelle wird morgen, 25.Dezember, Viola die Gewinner bekanntgeben.

Hier noch einmal der Überblick:

Im Adventstürchen 1 wurde euch auf dem Blog beckinsale die Frage gestellt: Wer ist Kapt. X-mas?

Im Adventstürchen 2 wurde euch auf dem Blog Die Seitenflüsterer die Frage gestellt: Wie viele Kerzen brennen auf einem Adventskranz? 

Im Adventstürchen 3 wurde euch auf dem Blog Deborahs Bücherhimmel die Frage gestellt: Was kaufe ich jedes Jahr auf dem Weihnachtsmarkt?

Im Adventstürchen wurde euch auf dem Blog Tintenzauber die Frage gestellt: Wie lautet der Name von Barbaras Vater?

Im Adventstürchen 5  wurde euch auf dem Blog SF-Netzwerk die Frage gestellt: Wer ist der Reserveweihnachtsmann?

Im Adventstürchen 6 wurde euch auf dem Blog Anja-Basteleien die Frage gestellt: Wann kann man „Tea Time“ auch noch verschenken?

Im Adventstürchen 7 wurde euch auf dem Blog Das lesende Pony die Frage gestellt: Wer Weihnachtsplätzchen backen möchte, braucht …?

Im Adventstürchen 8 wurde euch auf dem Blog Lyricsfrommyself die Frage gestellt: Was verwende ich statt normaler Butter für meine Buttercreme?

Im Adventstürchen 9 wurde euch auf dem Blog Schummerlicht die Frage gestellt: Was habe ich zum Ausstechen der Haselnuss-Dreispitzen benutzt?

Im Adventstürchen 10 wurde euch auf dem Blog Mikkaliest die Frage gestellt: Wo wächst der kleine Nikolas auf?

Im Adventstürchen 11 wurde euch auf dem Blog Fayes Fairytale die Frage gestellt: Das Häubchen auf den Muffins, das diesen dann zu einem Cupcake macht, nennt man Topping oder auch …?

Im Adventstürchen 12 wurde euch auf dem Blog Lielan reads die Frage gestellt: Wie heißt Gwen aus der Mythos academy mit Nachnamen?

Im Adventstürchen 13 wurde euch auf dem Blog Merlins Bücherkiste die Frage gestellt: Wie heißt der vierbeinige Freund in dem Roman?

Im Adventstürchen 14 wurde euch auf dem Blog Franci´s Buchblog die Frage gestellt: Wie heißt das Mädchen in dem Buch „Holly und Ivy – Eine Weihnachtsgeschichte?

Im Adventstürchen 15 wurde euch auf dem Blog Schlüsselreiz die Frage gestellt: Was bedeutet euch Weihnachten?

Im Adventstürchen 16 wurde euch auf dem Blog Bücherchaos die Frage gestellt: Wie viele Eier habe ich benutzt?

Im Adventstürchen 17 wurde euch auf dem Blog GoodReading die Frage gestellt: Wie verbringe ich Weihnachten?

Im Adventstürchen 18 wurde euch auf dem Blog Irve liest die Frage gestellt: Wie heißt das Mädchen in Susanne Markgrafs Roman „Die Goldatmerin“?

Im Adventstürchen 19 wurde euch auf dem Blog Uwe Taechl die Frage gestellt: Wo liegen am 24. Dezember die Weihnachtsgeschenke?

Im Adventstürchen 20 wurde euch auf dem Blog Sharons Bücherparadies die Frage gestellt: Wann wird in England Weihnachten gefeiert?

Im Adventstürchen 21 wurde euch auf dem Blog Songbirds Family-Blog die Frage gestellt: Was ist ein Julbock?

Im Adventstürchen 22 wurde euch auf dem Blog Anja-Basteleien von Maria Walther die Frage gestellt: Wie heißt die Mutter von Katja?

Im Adventstürchen 23 wurde euch auf dem Blog Marlies Hanelt wurde euch die Frage gestellt: Was geschieht mit Opa Hannemanns Zimmer, als er seinen Kamin falsch bestückt und die Holzscheite anzündet?

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1.Advent – Das Festessen

Weihnachten – das Fest der Liebe und der Geborgenheit. Ich möchte euch heute eine Geschichte von Prisca Dussling erzählen, die ich aus dem Spanischen übersetzt habe.

Habt einen wundervollen ersten Advent!

Das Festessen vor Weihnachten

An einem Dezemberabend sah Tonya den Alten das erste Mal. Sie sparte eisern jeden Cent, da sie für ihre Mutter ein schönes Weihnachtsgeschenk kaufen wollte. Aus diesem Grund ging sie, statt wie sonst mit dem Bus zu fahren, zu Fuß über die Brücke. Es regnete, als sie den alten Mann beobachtete, wie er langsam des Weges dahin schlurfte. Er trug eine schwarze Hose und einen Mantel, der wohl mal rot gewesen sein musste. Um seine Schultern hatte er sich eine gewebte Decke mit bunten Flammen gehängt. Neugierig beobachtete sie ihn, wie er mit gesenktem Kopf, als würde er etwas suchen, am Flussufer entlangging.

Am Ende der Brücke erwartete sie bereits die Mutter. „Tonya, wo bleibst du denn? Es ist kalt, komm beeil dich!“ Tonya wollte ihrer Mutter den alten Mann zeigen, jedoch war er bereits verschwunden. Während sie die Hand ihrer Mutter ergriff, ging ihr der Alte nicht aus den Kopf. Er sah so traurig aus. Hatte er etwas verloren? Tonya nahm sich vor, am kommenden Tag an das Flussufer zu gehen und nach dem Alten zu suchen. Aber ihrer Mutter wollte sie vorerst nichts davon erzählen. Als sie diesen Entschluss gefasst hatte, hüpfte sie freudig nach Hause.

Am folgenden Morgen sagte die Mutter zu Tonya: „Begleitest du mich in die Stadt? Ich muss noch einige Besorgungen für Weihnachten erledigen.“ Stolz blickte die Mutter ihre Tochter an. Wie groß sie schon geworden war. Und so selbstständig. Welches Glück sie hatte, dieses Kind zu an ihrer Seite zu wissen. Tonya besaß dieselben Augen wie ihr Großvater, den sie nie kennenlernen durfte.  Leuchtend grün mit gelben Sprenkeln in der Iris. Ein zartes, ovales Gesicht wurde von zwei Zöpfen aus fuchsrotem Haar umrahmt, die fröhlich beim Laufen wippten.
Wehmütig seufzte die Mutter. Es verging kaum ein Tag, an dem sie nicht an ihren Vater dachte. Damals, als sie noch ein kleines Mädchen war, verschwand er eines Tages und ihre Mutter sagte zu ihr: „Gott habe ihn zu sich geholt.“ In dieser Zeit verlor sie ihren Glauben an Gott, da ihr niemand die Frage nach dem ‚Warum‘ beantworten konnte. Es dauerte eine Weile, ehe sie erkannte, dass alles im Leben dem Willen Gottes unterworfen war. Aber noch immer fiel es ihr schwer dies zu akzeptieren. Dabei fehlte er ihr so.

„Mami, Mami, ich bin fertig. Gehen wir?“, hüpfte Tonya herbei. Verstohlen wischte die Mutter ihre Tränen weg, aber Tonya hatte diese doch gesehen. „Mami, warum weinst du denn?“ Noch einmal seufzte die Mutter auf und umarmte ihre Tochter. „Ach Kind, ich dachte an meinen Vater – deinen Großvater. Wenn die Weihnachtszeit kommt, vermisse ich ihn besonders stark. Dann bohrt der Schmerz in meiner Brust genauso stark, wie zu der Zeit, als dein Vater starb.“

Tonya schob ihre Mutter von sich und sagte: „Mama ich habe eine Idee. Gestern sah ich auf der Brücke einen alten Mann. Er sah sehr bekümmert und arm aus. Wir können ihn doch zu uns einladen. Dann wird er eben dein Vater sein und du bist nicht mehr so traurig.“

Die Mutter lachte kurz auf und strich ihrer Tochter über das Haar. „Das ist lieb von dir. Aber das können wir nicht machen. Wir kennen ihn doch gar nicht. Vielleicht  leidet er an einer ansteckenden Krankheit oder er ist ein Verbrecher. Nein! Das schlag dir aus dem Kopf.“ Tonya sagte erwiderte darauf nichts mehr. Sie und ihre Mutter lebten in einer schönen Wohnung am Stadtrand von Bern. Der verstorbene Ehemann und Vater von Tonya hinterließ den beiden ein wenig Geld, sodass sie ein bequemes Auskommen hatten. Tonyas Mutter konnte sich ausschließlich um ihre Tochter kümmern, ohne die Notwendigkeit täglich einer Arbeit nachgehen zu müssen.

Das Taxi hielt und beendete die Gedanken der beiden. Gemeinsam fuhren sie in die Stadt und tranken zuerst in einem Café in der Innenstadt eine heiße Schokolade.  Während sie die Einkäufe besprachen, wanderten Tonyas Gedanken immer wieder zu dem alten Mann an der Brücke. Ganz fest nahm sie sich vor, nach ihm zu sehen. Sie musste unbedingt seinen Namen herausfinden. Er könnte mit Sicherheit ihr neuer Opa werden, sie musste nur einen Weg finden, ihre Mutter zu überzeugen. Tonya war sich sicher, dass ihre Mutter dann nie wieder zu Weihnachten bedrückt sein würde.
Am kommenden Morgen bot sich die Gelegenheit. Nach dem Frühstück sagte die Mutter: „Tonya, ich muss heute zur Schneiderin. Magst du mich begleiten?“
„Ach nein Mama, das ist mir zu langweilig. Ich bleibe zuhause und lese ein wenig“, erwiderte Tonya.

Kaum war die Mutter außer Haus, griff Tonya einen weißen Wollpulli, der so gut zu ihrem Haar passte, zog sich schwarze Stiefel an und verließ das Haus. Bis zur Brücke waren es nur fünfzehn Minuten. Ein kleines bisschen plagte Tonya das schlechte Gewissen.  Ihre Mutter sagte immer: „Man darf nicht lügen.“ Aber sie tröstete sich selbst, indem sie sich zusprach, dass ihre Mutter ihr ja nicht verboten hätte, nach draußen zu gehen. Außerdem war sie nicht das erste Mal allein unterwegs. Bis die Mutter von der Schneiderin zurückkäme, wollte Tonya längst wieder Zuhause sein.

Dennoch pochte ihr Herz aufgeregt, als sie vorsichtig die Straße überquerte. Sie orientierte sich an der großen Eiche, deren knorrigen Äste wie hundert Arme im Wind wiegten. Endlich erreichte sie die San Martin Brücke. Was würde sie erwarten? Würde sie den alten Mann treffen? Was wäre, wenn ihre Mutter recht hätte und er ein Verbrecher wäre? Jetzt bekam Tonya doch etwas Angst.

In dem Moment sah sie den Alten. Wie vor zwei Tagen, lief er in gebückter Haltung am Flussufer entlang, als würde er etwas suchen. Sein weißes Jahr flatterte im Wind, während seine Füße Abdrücke im feinen Schnee hinterließen.
Tonya schickte ein kurzes Gebet zu Gott: „Bitte hilf mir, dass ich die richtigen Worte finde“, und stieg die Böschung herab.

Bevor er wieder verschwinden konnte, rief sie bereits vom Weiten: „Guten Morgen!“
„Was hast du hier verloren?“ Mürrisch blickte er dem Kind entgegen, was ihn aus seinen morgendlichen Tätigkeiten gerissen hatte. Für einen kurzen Moment, einen winzigen Gedanken nur, erschien vor seinen Augen ein anderes Gesicht. Freudig leuchteten seine Augen auf, aber als er den Irrtum erkannte, erlosch das Leuchten. Tonya lief unbeirrt neben dem Alten her, sie wechselten kein Wort miteinander, bis die Zeit kam, an der sie nach Hause musste.
„Morgen komme ich wieder“, versprach sie und eilte zur Brücke zurück.

Kopfschüttelnd blickte er dem Kind hinterher, fröstelnd zog er sich die Decke enger um seine Schultern. Als Tonya an der Brücke angekommen war, drehte sie sich noch einmal um und winkte ihm zu. Ehe er es sich versah, hob auch er seinen Arm und winkte zurück. Als Tonya das sah, hüpfte sie freudig an der Eiche vorbei in ihr Haus.

Zum Glück war die Mutter noch nicht zurück und so nahm sich Tonya ein Glas Milch und ging auf ihr Zimmer.
Nach einiger Zeit hörte sie, wie die Mutter die Tür aufschloss. „Tonya, wo bist du? Ich bin zurück. Komm bitte in die Küche, lass uns Essen. Ich habe bei deinem Lieblingschinesen Mittag für uns gekauft.“
Tonya lief zu ihrer Mutter, umarmte diese und sagte: „Nein, danke. Aber ich habe keinen Hunger.“
Erstaunt blickte Tonyas Mutter ihr Kind an. „Bist du krank?“
„Nein Mama, nur nachdenklich.“
Die Mutter stellte ihre Taschen ab, und setzte sich mit ihrer Tochter an den Tisch. „Was bedrückt dich Tonya?“
„Weißt du Mama, ich kann nicht aufhören an den alten Mann vom Fluss zu denken. Warum er dort ist. Was er da macht. Warum er allein ist. Ich glaube, dass er Not leidet und du hast mir beigebracht, dass wir Menschen in Not helfen müssen. Bitte!“

„Das beschäftigt dich wirklich sehr, nicht wahr?“ Tonya blickte ihre Mutter mit großen Augen an und nickte. „Gut, wenn das dein Wunsch ist, dann gehen wir morgen beide gemeinsam.“

Freudig sprang Tonya auf, so dass der Stuhl polternd umfiel und umarmte ihre Mutter.
„Jetzt Mama, habe ich riesengroßen Hunger.“

Am nächsten Morgen eilte Tonya in die Küche. Ihre Mutter stand bereits am Herd und rührte in einem Topf. „Mama was machst du?“
„Ich koche eine Hühnersuppe, die wir mitnehmen werden. Schau, eine Decke habe ich auch bereit gelegt. Aber nun eil dich und ziehe dich an.“
Tonya freute sich riesig, dass die Mutter ihr den Wunsch erfüllte und zog sich wärmende Sachen an. Nach dem Frühstück verließen beide das Haus.

In der Biegung sahen sie den alten Mann und gingen auf ihn zu. Tonya begrüßte ihn:
„Guten Morgen. Heute haben ich meine Mutter Sophia mitgebracht.“ Verlegen begrüßte der Alte die beiden Frauen, während Tonyas Mutter geschockt am Seeufer stand. Sie konnte immer nur in die leuchtend grünen Augen mit den gelben Sprenkeln des alten Mannes starren. „Das kann nicht sein.  Das wäre zu verrückt. Er ist tot“, redete sie sich selbst ein. Tonya bekam von alldem nichts mit und reichte ihm die Suppe. „Sieh, Mama hat eine heiße Suppe für dich gekocht. Hier haben wir noch eine wärmende Decke für dich, damit du es nachts etwas wärmer hast.“

Freudig bedankte sich der Mann, als Sophia aus ihrer Starre erwachte.
„Komm Tonya, lass uns nach Hause gehen. Es ist kalt und es nieselt, nicht dass du dich noch erkältest.“
Anschließend wandte sie sich an den Alten: „Wir kommen morgen wieder. Gott segne Sie!“
Den gesamten Weg nach Hause, schwiegen die beiden und jeder hing seinen Gedanken nach. Tonya spürte, dass ihre Mutter über etwas nachgrübelte. Aber sie spürte auch, dass es jetzt nicht die richtige Zeit wäre, nachzufragen.

Zu Hause angekommen, ging Sophia sofort in ihr Schlafzimmer, verschloss sorgfältig die Tür und kramte eine kleine Schachtel aus der untersten Schublade ihres Schrankes. Hier verwahrte sie die Fotos ihrer Eltern auf. Als sie ein Foto ihres Vaters fand, versuchte sie diesen jungen, fesch aussehenden Mann mit dem Alten vom Flussufer zu vergleichen. Beide besaßen ein längliches, ovales Gesicht. Der alte Mann hatte dieselben grünen Augen wie ihr Vater. Ach Quatsch, schalt sie sich. Was ist mit mir los? Nur weil Tonya sich einen Großvater wünscht, ist dieser Obdachlose noch lange nicht mein Vater. Gleichzeitig fühlte sie eine unbändige Sehnsucht nach ihrem Vater im Herzen. Ist es nicht genug, dass ich meine Eltern und meinen Ehemann verlor? Nur noch Tonya ist mir geblieben. Warum spielt mir das Leben so einen Streich?
In ihrer Verzweiflung fing sie an zu beten.

Als sie sich beruhigt hatte, stand sie auf und ging zu Tonya. Sie hatte einen Entschluss getroffen.

„Tonya, Morgen gehen wir wieder zu dem alten Mann an das Flussufer. Ich muss wissen, wer er ist, wie er heißt oder ob er eine Familie hat.“
Tonya freute sich, denn sie hatte den Obdachlosen bereits in ihr Herz geschlossen. „Fein, Mami“, jubelte sie. „In wenigen Tagen ist Weihnachten. Laden wir ihn doch zu uns ein.“
„Vielleicht“, antwortete Sophia nachdenklich, „aber erst muss ich seinen Namen erfahren.“

Noch nie kam Tonya eine Nacht so lang vor. Sie fühlte, dass es ihrer Mutter ähnlich ging.  Mit geröteten Augen stand diese am kommenden Morgen in der Küche und trieb ihre Tochter zur Eile an.

Am Flussufer angekommen, mussten sie lange suchen, ehe sie den Mann sahen. So viele Fragen lagen auf Sophias Lippen, aber eine innere Scheu hielt sie ab, diese zu stellen.
Tonya dagegen fühlte diese Scheu nicht und fragte ihn: „Sag uns, wie heißt du? Wo kommst du her?“
Ratlos schüttelte der Mann seinen Kopf. „Ich bin nichts und ich habe nichts.“
Erstaunt blickte Tonya ihn an und fragte: „Du weißt nicht, wie du heißt? Kennst du denn Jesus?“
„Nein, wer ist das?“
„Jesus ist Gottes Sohn und vor 2000 Jahren starb er, um die Menschheit von ihren Sünden reinzuwaschen. Er liebte die Menschen so sehr, auch dich, dass er freiwillig einen schmachvollen Tod auf dem Berg Golgotha in Kauf nahm.“
„Mich liebt niemand“, brummelte der Mann.
„Doch, Gott liebt uns. Auch dich“, erwiderte Tonya energisch. Der Alte starrte sie nur an und auf einmal fing er an zu erzählen.
„Doch, ein wenig weiß ich noch. Eines Tages verließ ich mein Haus, um an einer Exkursion teilzunehmen. Dann hatte ich einen Unfall und verlor mein Gedächtnis. Erst viel später erwachte ich in einem Hospital im Dschungel, aber da hatte ich meinen Namen und alles andere vergessen.“ Er seufzte und wollte sich abwenden, als Sophia ihn am Arm festhielt. Ihre Stimme zitterte, als sie sagte: „Bitte versuchen Sie sich zu erinnern. Vor langer Zeit verlor ich meinen Vater. Er verließ unser Haus, um an einer Exkursion teilzunehmen und kam nie zurück.“
Als er die Tränen in ihrem Augen sah, lächelte er wehmütig. „An eine Sache kann ich mich noch erinnern. Ich hatte einen Kollegen, der sehr gläubig war und mir immer von Gott erzählte. Auch dass dieser seinen Sohn Jesus auf die Erde schickte, damit Jesus uns von den Sünden befreien könnte. In meinem Herzen öffnete sich bereits eine Tür und ich fing an zu glauben. Wir befanden uns auf einem Schiff, als uns ein schlimmer Sturm überraschte. Zwei Wochen lang regnete und stürmte es, bevor unser Schiff unterging. Unser Rettungsboot war sehr klein und bot nur noch Platz für eine Person. Wir mussten losen. Entweder ich oder mein Kollege. Einer von uns war zum Sterben auf dem untergehenden Schiff verurteilt. Mein Kollege gewann, bot mir jedoch seinen Platz an.“

Der Alte wandte sich an Tonya. „Wie du siehst, kleines Mädchen, sind für mich bereits zwei Menschen gestorben.“

„Und?“, fragte Sophia atemlos. „Was ist dann passiert?“
„Dann bekam ich einen Schlag auf den Kopf und wurde bewusstlos. Als ich erwachte, lag ich in einem Hospital und konnte mich an nichts mehr erinnern. Einige Dinge kamen zurück. Zum Beispiel fühlte ich, dass dies nicht mein Heimatland war. Also heuerte ich auf einem Schiff nach Europa an.“
„Ja und wie ist nun Ihr Name?“, bohrte Sophia weiter, aber der Alte schloss erschöpft die Augen und antwortete nicht mehr.
„Morgen kommen wir wieder“, verabschiedeten sie sich.
Im Haus angekommen überfiel Tonya ihre Mutter mit tausenden Fragen. Die wichtigste dabei lautete: „Könnte dieser alte Mann mein Großvater sein?“
Energisch setzte sie ihrer Mutter zu: „Wir können ihn doch da nicht am Flussufer lassen. Er ist alt und schwach. Es ist Weihnachten, Mama. Wir müssen ihm helfen. Mama hörst du mir überhaupt zu?“
Sophia war tatsächlich mit ihren Gedanken woanders und durchforschte ihr Gedächtnis nach Erlebnissen mit ihrem Vater. Aber ihr fiel nichts ein, womit sie prüfen könnte, ob der alte Mann ihr Vater sei.

Entschieden unterbrach sie das Geplapper ihrer Tochter. „Morgen fragen wir ihn, ob er Kinder hatte.“

Zeitig am folgenden Morgen, verließen die beiden das Haus. In der Nacht fiel frischer Schnee und legte einen weißen Kristallmantel über die Landschaft. Die Sonne schien und brach sich in den Schneekristallen, die wie Brillanten funkelten.
„Guten Morgen“, riefen Sie dem alten Mann zu. „Wir haben Ihnen Kaffee und etwas zum Frühstück mitgebracht.“
Freudig nahm der Mann die Gabe entgegen und nippte vorsichtig an dem noch heißen Kaffee.
„Sagen Sie, hatten Sie Kinder?“, unterbrach Sophia unvermittelt die Stille.
„Ich weiß es nicht“, erwiderte der Mann. „In meiner Brieftasche, da hatte ich mal ein Foto. Aber das verlor ich eines Tages und ich kann mich nicht mehr erinnern, was darauf war.“

In diesem Moment kam Sophia die zündende Idee, woran sie erkennen könnte, ob der alte Mann ihr Vater sei.
„Komm Tonya, wir müssen schnell nach Hause!“
„Aber wir sind doch grad erst angekommen“, antwortete Tonya erstaunt.

Aber Sophia trieb ihre Tochter zur Eile an.

Zu Hause angekommen, holte sie noch einmal die Fotos aus der Schachtel, und suchte, bis sie das richtige Bild gefunden hatte.
Während eines Aufenthaltes am Meer, zog sich ihr Vater eine Verletzung zu, von der er eine Narbe am linken Oberschenkel zurückbehielt. Auf dem Foto konnte sie diese Narbe sehr gut erkennen.

Jetzt wusste sie, was zu tun war.
Am kommenden Tag schickte sie Tonya mit einer Ausrede zu einem Freund.

„Ich muss das Haus für Weihnachten richten. Komme bitte nachher zum Abendessen zurück“
„Aber Mami, wir müssen doch nach dem alten Mann sehen“, bettelte Tonya.

„Ja, das können wir ein anderes Mal machen, aber jetzt husch… lauf.“
Tonya verstand nichts mehr. Hatte die Mutter ihr nicht versprochen, den alten Mann zu Weihnachten einzuladen? Aber sie gehorchte.

Die Mutter lief in der Zwischenzeit ohne ihre Tochter an das Flussufer. Aufgeregt rief sie bereits vom Weiten. „Alter Mann, alter Mann… ich habe eine Idee, wie ich herausfinden kann, ob Sie mein Vater sind.“ Überrascht sprang der Mann von seinem Schlafplatz auf, als Sophia ihn aufforderte die Hose auszuziehen. Mit einiger Überredung gelang es ihr und er ließ die alte Hose ein Stück fallen.

Deutlich erkannte Sophia die Narbe, zwar verblasst, aber sie war da.
Weinend nahm sie ihren Vater in den Arm. Nicht eine Minute länger, wollte sie ihn am Flussufer lassen. Es war kalt, nass und morgen war Weihnachten.

Als sie die Straße entlanggingen und er die Haustür sah, kam auch hier die Erinnerung zurück. Ehrfürchtig strich er mit zitternder Hand über das Mahagoniholz, endlich kehrte er nach Hause zurück.
In der Zwischenzeit bereitete die Mutter alles für das morgige Weihnachtsfest vor. Im Haus brannten zahlreiche Kerzen, es duftete nach Orangen, Zimt und Nelken.

Der Großvater hatte sich im Gästezimmer gewaschen und umgezogen, als Tonya nach Hause kam. Als die Mutter zum Abendessen rief, kam auch er aus dem Zimmer.

Tonya liefen die Augen über, als der alte Mann vom Flussufer so verändert entgegen trat. Mit einem strahlendem Lächeln kam ihr die Mutter entgegen. „Tonya darf ich dir vorstellen? Dein Großvater.“

Obwohl es noch nicht Weihnachten war, genossen die Drei an diesem Abend ein Festessen der besonderen Art. Sie feierten die Heimkehr des längst tot geglaubten Vaters und Großvaters.

Zu gewinnen gibt es auch etwas und zwar unser Mutmachbuch für die ganze Familie: Kabischubi und die Herzsteine.

Beantwortet einfach folgende Frage: In welcher Stadt spielt die Geschichte?

Ich wünsche mir, dass sich eure Herzen für die Obdachlosen und Armen öffnen. Dass ihr nicht wegschaut in dieser kalten und dunklen Zeit. Vielleicht wird euch im Gegenzug etwas Wertvolles gegeben werden.

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Advent, Advent, ein Lichtlein brennt …

Mit großen Schritten naht die Weihnachtszeit.

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Überall in den Geschäften locken bereits die süßen Gaben, die sich nicht immer vorteilhaft auf die Figur auswirken. 😀

Die Vorfreude in den Gesichtern der Kinder nimmt wahrscheinlich im selben Ausmaß zu wie die Heimlichkeiten der Eltern.

Im vergangenen Jahr hatte ich bei Melli am Adventskalender teilgenommen und es hat mir so viel Spaß bereitet, dass ich in diesem Jahr selbst einen ausrichten möchte.
Und da geteilte Freude gleich doppelte Freude bedeutet, möchte ich interessierte Blogger aufrufen, sich zu beteiligen. Dabei meine ich nicht nur Buchblogs, sondern richtig schön quer Beet. Egal, worüber ihr auf eurem Blog erzählt, ihr seid uns Herzlich Willkommen. Wichtigstes Kriterium an der Teilnahme ist, dass ihr an eurem Adventskalender-Tag einen Beitrag rund um Weihnachten leistet.

Ganz besonders freut mich, dass wir schon viele wunderbare Geschenke zugesagt bekommen haben, die sich für die Leser hinter den Kalendertürchen verstecken. Und die sind richtig Klasse. Und so hibbel ich hier vor mich hin, weil ich noch nicht verraten darf, was wir so Schönes haben und freue mich schon riesig auf den ersten Dezember, da wir dann das erste Türchen öffnen dürfen.

Wenn ihr teilnehmen möchtet, meldet euch doch bitte bei: viola@verlagshaus-el-gato.de, nennt uns euren Blog und was ihr beisteuern möchtet. (Rezept/Bastelanleitung/Gedicht/Geschichte usw)

Bis dahin muss ich wohl noch ein wenig weiterhibbeln …
Eure Andrea

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Aventskalender 24 Türchen – am 23.Dezember

Weihnachtsbräuche in anderen Ländern Türchen 23

Morgen, Kinder, wird’s was geben,

Morgen werden wir uns freun;
Welch ein Jubel, welch ein Leben
Wird in unserm Hause sein!
Einmal werden wir noch wach,
Heisa, dann ist Weihnachtstag!

Ja, Morgen endlich ist es soweit. Der Weihnachtsbaum erstrahlt in vollem Glanze, die Geschenke finden ihren Platz unter dem Baum, Kinderaugen werden voll Erwartung strahlen … traditionell beginnt in Deutschland der Heilige Abend nach 18 Uhr. Aber wie ist das in anderen Ländern? Andere Länder, andere Sitten, sogar beim Weihnachtsfest.

Die Griechen feiern Weihnachten komplett anders als wir. Dort werden am 1.Januar die Geschenke verteilt. Stattdessen treiben in der Zeit zwischen dem 24.Dezember und 1.Januar kleine Kobolde, die Kalikanzari, ihr Unwesen. Sie löschen das Kaminfeuer, lassen die Milch sauer werden, binden den Pferden die Schwänze zusammen, zermanschen das Essen und Vieles mehr. Um sie milde zu stimmen, stellen ihnen die Griechen einen Teller mit Brei vor die Haustür. Natürlich eignet sich dieser Brauch auch prima dazu, den Kobolden alles in die Schuhe zu schieben. Außerdem sind sie ein gutes Mittel, um unartige Kinder in ihre Schranken zu weisen. Denn es könnte ja der Kalikanzari vorbeikommen …

Auch in Spanien wird erst viel später Weihnachten gefeiert. Nämlich am 6.Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige. Am Vorabend, dem 5.Januar, finden in vielen Städten Prozessionen statt. Die Heiligen Drei Könige werfen Bonbons und kleine Geschenke auf die Straßen. In kleineren Städten, wo man sich gut untereinander kennt, geben Eltern die Geschenke vorher an den Umzugswagen ab und die Könige beschenken dann die Kinder. So glauben auch heute noch viele kleineren Kinder, dass tatsächlich die Heiligen Drei Könige die Geschenke bringen. Aber am 5. Darf nur ein Geschenk geöffnet werden. Erst am 6.Januar nach dem Frühstück beginnt das eigentliche Beschenken. Eine weitere Tradition in Spanien ist der Roscon de Reyes, der Königskuchen. Der Kuchen selbst schmeckt überhaupt nicht, aber in ihm wird eine kleine Krone versteckt. Wer das Stückchen mit der Krone erhält, ist für den gesamten Tag der König und die Familie muss ihm alle Wünsche erfüllen. Das kann manchmal ganz schön lästig sein.

Interessant ist das Weihnachtsfest in Finnland

Bereits Mittags um 12 beginnt es mit der feierlichen Ausrufung des Weihnachtsfriedens. Die Finnen gedenken an diesem Tag auch ihrer verstorbenen Verwandten. Die gesamte Familie zieht zum Friedhof, um die Gräber ihrer Angehörigen vor allen mit Kerzen zu schmücken. Ich habe es zwar noch nicht gesehen, aber es muss sicher beeindruckend anzuschauen sein, wenn nach Einbruch der Dunkelheit Hunderte von Kerzen erleuchten. Abends geht die Familie weder ins Restaurant, noch in die Kirche, sondern in die Sauna. Erst am späten Abend erwarten die Kinder den Weihnachtsmann, der in Finnland Loulupukki heißt.  Wird er aus irgendwelchen Gründen aufgehalten oder seine Rentiere finden den Weg nicht, dann wird halt improvisiert. Die Finnen setzen sich einfach rote Zipfelmützen auf und verteilen, quasi als Stellvertreter, die Geschenke.

Den zweiten Teil findet ihr auf dem Blog von Dennis. Da sich die beiden Organisatorinnen des Adventskalenders überlegt haben, dass sie euch am 24. nicht auch noch mit Fragen quälen wollen, findet ihr bei Dennis ebenfalls eine Frage. Heute wird jede Frage einzeln gewertet, daher vergesst bitte nicht, bei ihm vorbeizuschauen.

Ich habe ja auch noch angekündigt, dass es etwas zu gewinnen geben wird. Und das ist nicht nur ein bisschen. Von Sonnentor gibt es leckeren Tee zu gewinnen. My swiss Schokolate stellt einen 20,-€ Gutschein für individuelle Schokolade zur Verfügung. Bei Knallino.de gibt es das Frühstücksbrettchen Henne und einen Memohalter Hund zu gewinnen. soxinabox stellt einen 10,- € Gutschein und 3 Einzelgewinne zur Verfügung. Von schulranzen.com gibt es 4 unterschiedliche Moneybags von 4you zu gewinnen. Ein Kalender für 2013 ist auch dabei. parfumfactory sponsert die Düfte Hello Kitty 50ml EdT und  intimately Beckham women 30ml. Von Alexander Felden sein signiertes Buch “Rabenschwarz”. text-art.com verlost ein Literaturposter.
UND – als Hauptgewinn – sponsert skyscanner.de einen Kindle !
Na wenn sich da das Mitmachen mal nicht lohnt?!

Was müsst Ihr dafür tun?
In den vergangenen Tagen fandet ihr jeweils eine Frage und die Antwort in dem entsprechenden Beitrag. Morgen, am 24.Dezember, sendet ihr bitte alle gesammelten Antworten  bis 24 Uhr an Susanne (Email: annabelle.krause@web.de). Vergesst nicht Eure Kontaktdaten.

Bei 15 richtigen Antworten kommt Ihr dann mit einem Los in den Topf, bei 20 richtigen Antworten mit zwei – und bei 24 richtigen Antworten kommen drei Lose für Euch in den Topf. Gezogen wird dann am 25. und 26. Dezember 2012 und Ihr erhaltet die Benachrichtigung dann bis zum 29. Dezember 2012 per Email.

 Jetzt fehlt noch meine Frage, die es heute zu beantworten gilt:

In welchem Land treiben zur Weihnachtszeit Kobolde ihr Unwesen?

Morgen findet ihr dann den Abschluss bei den beiden Ladys, die sich die ganze Mühe mit dem Adventskalender gemacht haben. Bei Mella und Susanne.
Vielen Dank für die vielen tollen Infos, für den gelungenen Adventskalender

und Euch wünschen wir:

FROHE WEIHNACHTEN

 

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Geschrieben am

Buch Cross Seling und Lia Sophia

Da sich das Jahr langsam aber sicher dem Ende zuneigt, möchte ich gern ungeklärte Fragen beantworten, in den kommenden Tagen auch diese oder jene Statistik nachreichen und über Änderungen sprechen.

Im Frühjahr trafen sich Verlegerin und PR Agentur am runden Tisch und besprachen, welche Maßnahmen notwendig wären, um das Verlagshaus el Gato besser auf dem Markt zu positionieren.
Ein Schlagwort der PR Agentur lautete: Cross Selling
Hm … grundsätzlich rannte sie da bei mir offene Türen ein, grübelte ich selbst schon einige Zeit darüber nach. Gut, ihr wisst, wie es weiterging. Aber wie sieht es heute aus? Lia Sophia ist eine absolute Top-Marke. Ich kann jedem Menschen, ob Männlein oder Weiblein, egal welches Alter mit Interesse an Schmuck und einem eigenen Business nur empfehlen, bei Lia Sophia einzusteigen. Der Businessplan ist top, die Unterstützung ist top, die Provision mehr als großzügig. Dennoch haben Lia Sophia und ich uns wieder getrennt.

Oh ich sehe schon die schadenfrohen Gesichter vor mir. Die, die es schon immer besser wussten. Die, die auf ihre eigenen Fragen auch gleich die passenden Antworten parat haben.

Bücher in der Küche, was sonst
Bücher in der Küche, was sonst

Aber meine Antwort ist ganz simpel.

Irgendwann kam die Situation, in der ich mich zwischen Lia Sophia und meinem Verlag entscheiden musste. Beides sind zeitintensive Unternehmen und dabei kann nur eins gut funktionieren. Mein Herz gehört jedoch meinem Verlag. Im vierten Jahr betreue ich jetzt Autoren, lektoriere ihre Schätze und veröffentliche sie. Daher fiel mir letztendlich die Entscheidung leicht. Cross Selling ist mit Sicherheit eine gute Methode. Ich habe bereits von Kollegen gelesen, die ähnliche Wege gehen, dem Kind nur einen anderen Namen geben. Ich jedenfalls habe mich entschieden, vorerst allein beim Buch zu bleiben. Das ist das, was ich kann und zwar gut.

Heute ist mein letzter Arbeitstag, in der kommenden Woche bin ich nur noch eingeschränkt erreichbar. Ich wünsche euch einen besinnlichen dritten Advent, den ich auf dem Berliner Weihnachtsmarkt begehen werde.

Herzlichst Eure Andrea el Gato

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Bruno, der Weihnachtsmann

 

Ich möchte euch heute eine schöne Geschichte von Thomas Löffler einstellen, die einen etwas ernsteren Hintergrund hat.

Diese Geschichte wurde bereits in der Weihnachtsanthologie „Märchenhaus-Geschichten für den Kaminabend“ veröffentlicht.

Bruno, der Weihnachtsmann

Laut schrillte die Klingel durchs Schulhaus. Alle Hunde, groß und klein, flitzten in ihre Klassenräume. Bruno, ein Labrador mit schokobraunem Fell, schlich lustlos als Letzter hinterher. Er wäre gern länger auf dem Hof geblieben. In der Nacht hatte es geschneit und überall lag Schnee, der viel verlockender war, als im Klassenzimmer still zu sitzen. Als Bruno endlich in den Raum kam, rannte Teddy, eine Mischung aus Labrador, Schäferhund und Dackel, auf ihn zu und zwickte ihn freundschaftlich ins Ohr. „Bruno, wo bleibst du nur!“ „Lass erst mal mein Ohr los, dann erzähle ich Dir, was ich draußen gefunden habe.“

„Jetzt nicht Bruno. Die Stunde hat längst angefangen.“

„Was ist dran Teddy?˝

„Geografie, du Penner.“ Plötzlich ging die Tür auf. Die beiden Freunde rannten zu ihren Plätzen. Der Lehrer, eine große, deutsche Dogge, stand in der Tür und sah den beiden hinterher. ‚Natürlich“, dachte er, „Bruno und Teddy wieder nicht auf ihren Plätzen. Das ist ja nichts Neues.‘ Der große Hund ging langsam an den Lehrertisch, legte seine Bücher zurecht und wartete. Als das Durcheinanderbellen schließlich aufhörte, rief er laut: „Guten Morgen!“ Als Antwort bekam er ein vielstimmiges, aber etwas müde klingendes Bellen zurück. Die Dogge blätterte im Klassenbuch. „Bruno und Teddy, aufstehen!“ Die beiden gähnten laut und schüttelten sich, dass die Ohren flogen.

„Teddy und Bruno, ich warte!“ Nun standen sie knurrend auf und stellten sich neben die Bank. „Nennt mir das Thema der letzten Woche!“

„Die Alpen“, sagte Teddy nach einigem Überlegen. Alle Hunde lachten laut und wedelten mit ihren Schwänzen. Die Dogge seufzte. „Bruno was war dran“?

„Weiß nicht.“ Von ganz hinten rief Leo, ein Pudel: „Nordpol.“

„Leo, wenn du schon dazwischen rufst, dann doch bitte im ganzen Satz und steh bitte dazu auf.“ Leo setzte eine ernste Miene auf und sagte langsam und sehr deutlich: „In der vorigen Woche, genauer gesagt, Mittwoch um 10:31 Uhr, behandelten wir den Nordpol.“

„Super Leo. Wenigstens einer, der aufpasst. Was erzählte ich euch darüber?“

Dana, ein Beaglemädchen, hob ganz aufgeregt ihre Pfote. „Dort liegt das ganze Jahr Schnee. Am Nordpol fahren keine Autos, sondern nur Schlitten, die von Hunden gezogen werden.“ Rocko, ein kleiner Spitz, stöhnte: „Ich würde das nie machen.“

 „Schaffst du auch nicht“, neckte ihn Bruno. In seinen Kopf aber fing es an, zu arbeiten. „Das mit den Schlitten ist gar nicht so schlecht.“ Teddy sah ihn verständnislos an. „Grins nicht so blöd Teddy. Ich erzähle es Dir nach der Stunde.“ Endlich klingelte es zur Pause. Die Dogge schaute auf die Uhr. „Die Stunde ist aus. Raus mit euch auf den Hof!“

 Bruno und Teddy ließen sich das nicht zweimal sagen. „Was war nun vorhin so Wichtiges?“ Bruno tat sehr geheimnisvoll und zog Teddy in eine Ecke des Hofes. „Wollen wir beide Weihnachtsmann spielen?“

„Wollen wir was?“ Teddy lachte laut auf. „Du spinnst ja!“

Bruno stieß ihn in die Seite. „Das wäre doch fein. Wir treten im Tierheim als Weihnachtsmänner auf. Ich habe Zuhause genug Spielzeug, das nur noch in der Ecke liegt. Wir fragen Pronko und Alina, die beiden Huskys, ob sie uns mit den Schlitten zum Tierheim in der Eichenallee ziehen.“

Jetzt endlich wurde Teddy wach. „Super! Wir rennen gleich nach Hause und suchen alles zusammen. Also, bis später.“

 Zuhause angekommen, wirbelte Bruno aufgeregt in seiner Hütte herum. „Hier müsste ich auch wieder einmal aufräumen. In dieser Unordnung findet ja keiner was. Naja, da fange ich mal an zu suchen.“ Plötzlich blieb er wie angewurzelt stehen. „Ich wollte ja anrufen. Wo ist denn gleich die Nummer? Teddy wird sie haben. Den ruf ich jetzt an.“ Schnell wählte er eine Telefonnummer. Nach einigen Rufzeichen hob Teddy den Hörer ab. Ohne abzuwarten, rief Bruno: „Hast du die Nummer von Pronko?“

„Moment.“ Bruno hörte ein leises Rascheln.

„415“, sagte Teddy nach längerem Suchen in den Hörer. „Super, danke. Ich rufe ihn gleich an.“ Bruno gab die angegebene Nummer ein.

Als stände er neben seinem Telefon, nahm Pronko den Hörer ab. „Hallo wer da?“

„Hallo Pronko, hier ist Bruno.“

„Hi Bruno.“

„Teddy und ich wollen Weihnachtsmann im Tierheim spielen. Hast du Lust mitzumachen?“ Es wurde still in der Leitung. Dann lachte Pronko los. „Wawawawawas wollt Ihr? Verträgst du die Schulspeisung nicht mehr, oder was geht in Deinem Kopf vor? Angenommen du meinst es ernst, was soll ich dabei tun?“

„Teddy und ich dachten, dass Du und Alina den Schlitten ziehen könnten.“ Wieder war es still, Pronko überlegte,  das könnte gehen. „Wenn aber jeder etwas beisteuert, wäre unser Schlitten zu klein. Zorro, der Schäferhund nebenan, hat einen größeren. Meine Schwester ist total in ihn verknallt. Sie kann ihn fragen. Wenn er mitmacht, sind wir schon fünf.“

„Super“, freute sich Bruno, „so geht es. Wir treffen uns gegen Abend bei Zorro“, beendete er das Gespräch. „Jetzt wird es aber Zeit. Teddy beim Packen zu helfen.“

Am Abend trafen sich alle vor Zorros Hütte. Jeder brachte Geschenke mit, die auf den Schlitten geladen wurden. Nachdem alles fertig war, teilte Bruno die Marschordnung ein. „Also, Teddy und ich laufen mit den Schneeschuhen vor dem Gespann, damit ihr eine glatte Bahn bekommt. Pronko und Alina werden den Schlitten ziehen. Zorro läuft hinterher, passt auf die Ladung auf und kann in Notfall etwas schieben.“ Alle stimmten zu und nahmen ihre Plätze ein. Schnell rief Bruno noch beim Tierheim an und gab durch, dass der Schlitten jetzt losfahren würde.

„Lauft ausnahmsweise etwas langsamer“, mahnte Pronko Bruno und Teddy, die schon auf ihren Schneeschuhen vor der kleinen Gruppe warteten. Zorro überprüfte noch einmal die Ladung. Langsam setzte sich der Schlitten in Bewegung. Wenn Teddy oder Bruno zu langsam waren, biss ihnen Pronko einfach in die Schwänze. Zehn Minuten später kamen die fünf Freunde mit ihrem schweren Schlitten am Tierheim, in der Eichenallee, an. Dort mussten sie erst einmal verschnaufen. Nach einer kleinen Weile zogen Bruno und Teddy die Schneeschuhe aus und Zorro befreite die beiden Huskys von den Zuggeschirren. Vor der kleinen Gesellschaft befand sich ein großes Tor aus festem Holz. An der linken Seite hing ein Faden herab. Teddy zog kräftig daran. Hinter der Tür näherten sich langsame Schritte. Im nächsten Augenblick wurde sie geöffnet und im Rahmen erschien eine große Gestalt. Es war der Tierpfleger, den Bruno angerufen hatte. Der Mann begrüßte die Gäste freundlich und half ihnen, den schweren Schlitten durch das Tor in den Hof zu ziehen. Er staunte, als er die vielen Geschenke sah. „Da werden sich die Tiere aber freuen“, rief er erfreut aus. „Sie haben kein richtiges Zuhause. Man gibt sie bei uns ab, weil keiner sie haben möchte. Zu uns werden auch Tiere gebracht, die auf Straßen oder im Wald gefunden werden, wo Menschen sie aussetzen.“

Die Freunde waren erschüttert und Bruno fragte: „Warum machen die Menschen so was?“

„Alle sind nicht so“, erklärte ihm der Tierpfleger. „Einige kaufen sich Tiere, wenn diese noch ganz klein und niedlich sind. Dass man ihnen gegenüber eine Verantwortung hat und sich auch im Alltag umstellen muss, wird dabei oft vergessen.“

„Was wird mit den Tieren?“ Alina stand ganz traurig da. Auch die anderen senkten die Köpfe. Hatten sie doch alle Fünf ein schönes Zuhause.

„Wir versuchen Menschen zu finden, die ein Tier bei sich aufnehmen wollen. Ich finde es sehr schön, dass ihr zu Weihnachten an unsere Schützlinge denkt. Bleibt mal alle hier und ich hole sie zu ihrer großen Bescherung.“ Die fünf Freunde setzten sich in den Schnee und warteten. Bruno war ganz aufgeregt. Er hatte schließlich die Idee gehabt. Viele Fragen gingen in seinem Kopf herum. Reichen die Geschenke? Freut sich jedes Tier darüber? Nun kamen Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Hasen und Schildkröten herbei. Den fünf Weihnachtsmännern blieben beim Anblick der großen Schar die Schnauzen offen stehen. Hatten sie doch nur mit Hunden gerechnet. Dass es in Tierheimen aber auch noch andere Tiere gibt, wussten sie nicht. Zum Glück lagen auch noch Sachen auf dem Schlitten, die nicht nur Hunde brauchen. Der Pfleger hatte alle Hände voll zutun, Ordnung in das Gebelle, Miauen und Quieken zu bekommen. Er teilte alle in Gruppen ein. Erst kamen die Schildkröten an die Reihe. Sie waren die Langsamsten. Zum Glück dachte Bruno im letzten Moment an Kohlköpfe. Teddy zeigte ihm noch beim Beladen des Schlittens einen Vogel und fragte lachend, was der Kohl auf dem Schlitten soll. Bruno kratzte sich hinterm Ohr und meinte: „Ich habe so ein Gefühl, das wir die brauchen.“ Nach den Schildkröten bekamen die Meerschweinchen und Hasen, jeder einen Maiskolben zum Knabbern. Nach ihnen durften auch die Katzen zur Bescherung. Sie bekamen kleine Bälle zum Spielen. Zuletzt tapsten die Hunde herbei und durften sich selbst etwas vom Schlitten nehmen. Nun war der Schlitten leer und jedes von den vielen Tieren hatte eine Kleinigkeit bekommen. Bruno atmete erleichtert auf. Er freute sich so sehr, dass er ausgelassen herumsprang. Die Freunde ließen sich von seiner Freude anstecken und rannten, sich gegenseitig jagend, über den Hof. Die anderen Hunde wurden einfach zum Spiel aufgefordert und nun rannten alle um die Wette und wälzten sich im Schnee. Die Gäste wurden einer nach dem anderen tüchtig eingeseift. Der Tierpfleger stand dabei und freute sich über das fröhliche Spiel der Hunde. Bruno drängte nun doch zum Aufbruch. Pronko und Alina wurden von Zorro an den Schlitten gespannt. Bruno und Teddy liefen los. Nun war der Schlitten leer und deswegen sehr leicht. Zorro, der Faulpelz, setzte sich einfach drauf und ließ sich nach Hause ziehen. Zorro, Pronko und Alina waren Teddy und Bruno für Ihre Idee, den Tieren im Tierheim eine Freude zu machen, dankbar. Beide freuten sich über dieses Lob und strahlten über beide Schnauzen und wedelten fröhlich mit ihren Schwänzen. Im Inneren dachte aber jeder an die vielen Tiere im Tierheim. Vor der Hütte von Zorro angekommen, verabschiedeten sich die Freunde voneinander. Alle waren sich einig, dass es ein schöner Weihnachtstag war.

Bitte denkt daran, Tiere sind keine Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Tiere sind unsere Freunde, also behandeln wir sie auch so!
Herzlichst eure Andrea el Gato

 

Geschrieben am

Advent, Advent …

… ein Lichtlein brennt
Erst eins, dann zwei …

Ich wünsche euch einen gesegneten zweiten Advent.

Unser erstes Weihnachten in Deutschland seit Jahren, und wir erleben es gleich so, wie wir es uns im Ausland immer gewünscht haben. Schnee satt!

Warum bedeutet eigentlich Advent und warum zünden wir eine Kerze an? Wisst ihr das?

Das Wort Advent stammt aus dem lateinischen und ist von „Adventus“ = Ankunft abgeleitet. Die Christen warten auf die Ankunft des Christkindes. Im Usrpung wurde das Kommen eines Königs mit Adventus eingeleitet, aber auch gleichzeitig eine Fastenzeit. Ganz im Gegensatz zur heutigen Zeit, da ja die Adventszeit voller Nascherein und gutem Essen steckt.

König Gregor der Große ordnete mal eben die Adventsliturgie an, er legte fest, dass der Advent aus vier Sonntagen bestehe. Mittlerweile ist aus unseren Köpfen vollständig der Ursprung verloren gegangen. Besinnlichkeit, gemeinsam mit der Familie sitzen, Plätzchen backen … das alles ist eher dem Kommerzialismus gewichen. Viele Menschen schenken einander zum Heiligen Abend etwas, weil man eben schenkt. Ohne nachzudenken, ob sich der Beschenkte darüber freut und ob er es benötigt.
Schon immer habe ich die Meinung vertreten, dass ich lieber dann schenke, wenn derjenige es nötig hat und ich es mir leisten kann. Genießen wir doch viel lieber die freie Zeit im Kreise unserer Lieben!

Ich wünsche euch einen glücklichen zweiten Advent!
Herzlichst Eure Andrea el Gato