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21. Dezember

21.12

Die Goldatmerin ist das Erstlingswerk von Susanne Markgraf. Die Autorin hat für eine kleine Geschichte geschrieben und auch heute könnt ihr wieder etwas gewinnen. Der 25-Euro-Gutschein kann euch gehören, wenn ihr uns folgende Frage richtig beantwortet:

Welches Lied wird in der Geschichte leise vor sich hin gepfiffen?

Bei mehreren richtigen Einsendungen Entscheidet wie immer das Los. Viel Glück!

Nektar und Ambrosia

Sogar die Schneeflocken scheinen wie festgefroren in der Luft, die anderen Menschen auf der Straße sind in ihren Bewegungen erstarrt. Es ist wie in Dornröschen. Außer, dass ich da nicht mitgemacht habe. Ich hätte, wenn mich jemand gefragt hätte, ehrlich, ich bin nämlich kein Drückeberger.

Aber so … Jedenfalls, gerade, als alle denken, mei, Heiligabend und jetzt fängt´s auch noch das Schneien an; steht alles still. Autos, Busse, Straßenbahnen, Menschen, Tiere – sogar der Wind. Wirklich alles – außer mir. Nach einer Schrecksekunde klopfe ich meine Beine ab und kneife mich immer wieder in die Arme. Bei mir ist alles wie immer. Rheuma und Obdachlos – ich könnte was zum Trinken gebrauchen. Vorsichtig stupse ich die junge Frau, die mir am nächsten steht, an der Wade an – nichts passiert. Sie steht felsenfest, da bewegt sich keine Zelle. Wow. Bevor ich auf dumme Gedanken kommen kann, seh ich auf einmal dieses grelle Licht. Ich denk noch, Mann, drehn die jetzt nen Film hier, oder was? Das sieht aus, als würde gleich ein UFO vor meiner Nase landen und es wird auch ziemlich warm. Gut, das stört mich jetzt nicht wirklich. Schließlich sitz ich seit drei Stunden hier und betrachte die neuste Schuhmode. Hin und wieder beugt sich jemand zu mir runter, sagt etwas und manch einer legt sogar etwas Kleingeld in den Pappbecher, der vor mir steht. Ein wenig geschmeidiger als sonst stehe ich auf, und ziehe meine verschlissene Cordhose zurecht, um dann mal ernsthaft nachzusehen, was da jetzt passiert ist. In dem Moment streckt sich mir die Hand entgegen. Ohne groß zu überlegen, greife ich beherzt zu. Die Hand sieht sauber aus und schlimmer kann’s nicht werden.

Sie gehört zu einem ziemlich gutaussehenden Typen, obwohl er zu lange Haare hat. Und das weiße Teil, das er da trägt, ist zwar auffällig, aber das ist ja nicht zwingend gleichbedeutend mit schön. Aber die Langhaarigen sind fast immer für nen Euro gut, sag ich zu mir selbst. Deshalb folge ich dem leichten Ziehen, das von seiner Hand ausgeht. „Hallo Ben“, sagt er. Freunde, ich sag’s euch ganz ehrlich: wär ich n Mädchen, es wär um mich geschehn allein vom Klang der Stimme. Bin aber keins. Stattdessen frage ich ziemlich intelligent: „Wohin gehen wir?“ Der Typ legt nen Zahn zu und ich komm kaum dazu, mir die Statuen anzuschauen, die eben noch schnell die letzte Kleinigkeit vor Heiligabend besorgen wollten. Gut, das Raum-Zeit-Kontinuum der Restwelt geht mir grad da vorbei, wo mich ziemlich viele Leute mal können. „Was trinken“, antwortet der Weihnachtstyp und zieht mich schon in die nächste Kneipe. TZ! Hier ist auch alles festgefroren. Wir setzen uns an die Bar und ich komm mir vor wie im Wachsfigurenkabinett. Da kommt mir ein Doppelter gerade richtig. Bevor ich was bestellen kann, seh ich, dass der Barmann auch eingefroren ist. Mist. Die Getränke bewegen sich dann sicher auch nicht so, wie sie es sonst tun. Mein Begleiter greift über den Tresen, zieht eine Flasche hervor und macht es sich auf dem Barhocker bequem. „Ich bin Michael, aber du kannst mich Mike nennen, das machen fast alle so“, sagt er. Michael-Mike macht ein paar seltsame Handbewegungen über der Flasche, um sie mir dann zu reichen: „ Hier, Ben trink. Du hast darum gebeten.“ Wenn einer von Ihnen Reporter oder sowas ist, ich gebe Interviews, denn jetzt wird es wirklich krass. Ich nehm natürlich einen guten Schluck, keine Umwege über irgendwelche Geschmacksknospen, gleich die Kehle runter, und warte auf den Brand, der sich erst bis in die Magengegend vorarbeitet und sich dann im ganzen Körper verteilt. Aber nix gibt’s. Kein Brand, keine Wärme, kein Alkohol, aber hey, das ist das Beste, und ich meine wirklich das Allerbeste, das mir jemals zwischen die Kiemen gekommen ist. „Was das?“ Zu mehr bin ich nicht fähig. Dieser Geschmack in meinem Mund und erst das Gefühl … wenn mich jetzt jemand fragen würde, ob ich fliegen kann, würde ich sofort und absolut überzeugt mit ‚Ja‘ antworten. „Das Zeug heißt Nektar. Keine Ahnung, warum ihr alle so heiß auf dieses Alkoholzeugs seid, wo doch Nektar in Hülle und Fülle zur Verfügung steht.“ Mit diesen Worten nimmt er mir die Flasche aus der Hand und nimmt selbst drei, vier gute Schlucke. „Aaaah“, macht er, „ das ist wirklich … ähem … göttlich. Hier, nimm von dem Ambrosia, ist auch sterneverdächtig, wenn Du mich fragst. Nun zu dir, Ben.“ Langsam wird mir ein bisschen unbequem. Wir sitzen da zwischen den ganzen Statuen, trinken Nektar und der Typ guckt mich an, ohne weiter was zu sagen. Also, nicht, dass ich noch Termine habe heute, und mittlerweile bin ich nicht einmal mehr sicher, ob ich gern welche hätte. Als Heiligabend bei mir auch noch ganz normal Heiligabend bedeutete, mit Frau und Kindern, Christbaum, Gans und Geschenken, da war ich oft genervt von der Hektik und dem Stress, der die Menschen zur Vorweihnachtszeit regelmäßig fest im Griff hatte. Aber seit ich gezwungen war, meinen Wohnsitz auf den Seitenstreifen der Schnellstraße zu verlegen, brauch ich nichts mehr. Bis auf eine Menge Rotwein. Natürlich nicht das edle Zeug, das ich früher mit Kollegen und Geschäftspartnern auf einen gelungenen Abschluss getrunken habe. Nein, ich bin umgestiegen auf Mainstream. Preiswerten Mainstream. Der wird meist Kartonweise geliefert. Geht mir auch am Allerwertesten vorbei. So habe ich das allseits beliebte ‚der Weg ist das Ziel‘ zu einem rein ergebnisorientierten Leistungstrinken abgewandelt. Einmal Leistungsträger, immer Leistungsträger, merken Sie sich das. Pfff, der Typ kann einen fertig machen. Nun zu Dir, Ben äffe ich ihn insgeheim nach. „Also, was kann ich für Dich tun?“ sagt er genau diesem Moment und hält mir noch einmal die Flasche mit dem Hammergesöff hin. Da heute mein Tag des beherzten Zugreifens zu sein scheint, zögere ich nicht weiter und trinke gierig, bevor man mir diese Köstlichkeit wieder aus der Hand nimmt. „Was Du für mich tun kannst? Hahaha“, sage ich und wische mir den Mund ab, nachdem ich die Flasche fast geleert habe. Ich kann kaum aufhören zu lachen, mei, so gut hab ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. „Was Du für mich tun kannst“, wiederhole ich, und versuche verständlich weiterzusprechen, „da gäbe es so einiges: Arbeit, Haus, Frau, Kinder, um damit anzufangen, was ich einmal hatte. Michael-Mike starrt mich entgeistert an: „Wie jetzt, das ist alles? Etwas Anspruchsvolles hast Du nicht auf Lager?“ Er seufzt und rutscht von seinem Hocker. „Mach‘s gut, Ben, alter Junge, und versuch bitte, nicht den Verstand zu verlieren, wenn Du da wieder raus gehst.“ Mit den Worten will der Hippie mit dem fantastischen Gesöff offensichtlich die Biege machen. Aber nicht mit mir. „Hey, wann kommst wieder mal in die Gegend? Bringst Du mir dann etwas von dem Zeug hier mit?“ Mit der rechten Hand schwenke ich die Flasche hin und her. Der Typ ist schon an der Tür, als er sich noch einmal umdreht und sagt: „Nächstes Jahr um dieselbe Zeit schau ich gern wieder vorbei. Bis dann also“, nickt er mir zu und schwupps – wie weggezaubert, der ganze Mann.

Meine Frau hat später gesagt, ich sei leichenblass gewesen, als ich aus der Bar kam, in der ich nach einem Weihnachtsstreit wie aus dem Bilderbuch eigentlich nur zwei Glühwein für uns besorgen wollte, um nicht länger diese Tränen fließen sehen zu müssen. Ohne jetzt dramatisch werden zu wollen, wir haben viel geweint diese Weihnachten. Und viel gelacht. Viel Spaß mit den Kindern gehabt, mit allen Verwandten und Bekannten – es war das wundervollste Weihnachten meines ganzen Lebens. Und seitdem weiß ich um die Kunst, den Moment zu genießen, an jedem Tag. Sei glücklich. Sag Deinen Leuten, dass Du sie liebst. Sag Deinem Spiegelbild, dass Du Dich selbst liebst. Wertschätze die Natur. Diese und einige andere Weisheiten hingen ein paar Wochen an den Wänden in unserem Haus, doch wir brauchen sie schon lange nicht mehr.

Heute ist es soweit. Heiligabend. Ich habe eine Verabredung mit Michael. Ich sehe ihn schon weitem ganz in der Nähe der Bar, in der wir letztes Jahr um diese Zeit gesessen haben. Er winkt mir zu, als ich näher komme, in der Hand eine Flasche von diesem Nektar. Aber ich bin nicht deswegen hier. Nektar ist das Lachen meiner Kinder, der Kuss meiner Frau und der Tau auf dem frühmorgendlichen Sommerrasen, Ambrosia sind unsere Weihnachtsplätzchen. Etwas anderes nagt seit fast einem Jahr an mir: „Hallo Michael“, grüße ich ihn, als ich fast auf seinen Füßen stehe, „ wie ist es Dir ergangen im letzten Jahr?“ „Hey Mann, schön, Dich zu sehen, Du siehst ja geradezu glücklich aus, ganz anders als bei unserem ersten Treffen. Warst Du da nicht ziemlich schlecht gelaunt?“ Er zwinkert mir mit einem Auge zu, nimmt einen satten Schluck aus der Flasche und hält sie mir einladend entgegen.

Bestimmt schiebe ich seine Hand mit der Flasche zur Seite und frage drauflos: „Warum hast Du gerade mir gezeigt, wie schön das Leben ist, das ich habe, und wie es auch aussehen könnte? Warum hast Du mich ausgewählt, warum ausgerechnet mir Deine Hand entgegengestreckt, um den Sinn des Lebens zu offenbaren? War ich ein besonders schwieriger Fall?“ Verlegen versuche ich ein bisschen Leichtigkeit in die ganze Atmosphäre einfließen zu lassen, vergebens, aber jetzt, wo ich die Frage gestellt habe, kommt sie mir ein wenig schwülstig vor. Michael bricht in schallendes Gelächter aus, und ich wundere mich nicht über das merkwürdige Echo, dass die umherstehenden Statuen erzeugen. „Du denkst tatsächlich, Du wurdest auserwählt? Mann, Dein Humor ist wirklich von der besonderen Sorte. Jetzt hör mir mal zu: Alle, wirklich alle haben an diesem Tag meine ausgestreckte Hand gesehen, aber Du warst der Einzige, der sie ergriffen hat. Mach‘s gut Ben, ich hab noch zu tun.“ Und wie vom Erdboden verschluckt ist er. Auf meinem Heimweg sehe ich noch, wie er eine junge Frau hinter sich herzieht und auf die kleine Bäckerei an der Ecke zusteuert. Der Anblick zaubert ein Lächeln in mein Gesicht, eines von der Sorte, das aus dem Bauch kommt und den ganzen Körper erfasst. ‚Leise rieselt der Schnee‘ pfeife ich auf meinem Heimweg, immer noch glückselig lächelnd.

Wir wünschen euch und eurer Famile einen zauberhaften dritten Advent!

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20. Dezember

20.12

 

Die Wartezeit verkürzt euch heute Hedwig Kleineheismann. Selbst vom schweren Schicksal getroffen, welches sie in ihrem Buch Mein Kind soll Leben niederschrieb, möchte sie euch heute mit ihrem Gedicht Mut machen. Viel Spaß!

 

„G l ü c k“

 

Glück“ findest Du nur in den kleinen Dingen

 hör’ doch mal zu, wie die Vöglein singen,

schau’ doch mal auf zu den riesigen Bäumen,

  fang einfach an, mal wieder zu träumen

spür` doch die Wärme, den Sonnenschein

   und klag´ doch nicht, Du wärst allein.

 

Glück, findest Du hier, heute und morgen,

   such´ es für Dich, bei all´ Deinen Sorgen.

 Siehst Du dort das Veilchen verborgen stehn?

    Hast Du die hübsche Wolke am Himmel gesehn?

 Spürst Du wie der Wind Dich zärtlich umweht?

    Glaub` doch daran, es wird weiter gehn`!

 

 Glück, findest Du auch in jedem Kindergesicht,

    das sich Dir zuneigt, von Liebe spricht.

  Spürst Du das Vertrauen von diesem kleinen Wesen,

     das nichts von Dir fordert, doch sehr viel kann geben.

   Schau´ ihn Dir an, den strahlenden Augenblick,

    fass´ neuen Mut und geh´ nicht zurück!

 

 Glück, findest Du in so vielen Bereichen.

   Komm`, lass uns reden noch ein Weilchen.

 Ich möchte` Dir noch zeigen, wie schön bei der Nacht,

    der Herrgott den Sternenhimmel für Dich gemacht.

  Schau` doch nur, wie er leuchtet hell und klar.

     Wein` bitte nicht, ich bin Dir doch nah`!

 

 Komm nimm meine Hand, stütz Dich auf mich.

     Wir finden zusammen auch das Glück für D I C H!

 Vergiss Deine Tränen, den Schmerz und das Leid,

     Ein Lächeln von Dir – und das Glück ist nicht weit!

 

 

                                               H.K.

 

 

 

 

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18. Dezember

18.12

 

Der Countdown läuft: Nur noch sechs Tage bis zum Weihnachtsfest! Heute ist wieder ein Tag, an dem ihr etwas gewinnen könnt. Um die Smartphone-Hülle zu ergattern, beantwortet uns bitte die Frage: Wann feiern die Spanier Weihnachten? Viel Glück!

 

Habt ihr alle schon fleißig Plätzchen gebacken? Nina Nanula hat für euch ein Rezept für Schoko-Nuss-Plätzchen zusammengestellt. Viel Spaß beim Nachbacken.

 

Nina_Rezept_Schoko-Nuss-Plätzchen Bild

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Drei neue Gewinner

 

Schneemann Adventskalender 2014
Die glücklichen Gewinner

Unsere Adventskalender-Glücksfee war wieder ganz fließig und hat drei neue Lose aus dem Lostöpfchen gezogen.

 

Das von Susanne Leuders handgefertigte Lesezeichen mit der Katze IMG_0063

gewinnt: Marina

Die richtige Antwort lautete: Sie muss an den Giftzwerg denken.

 

Die Print-Ausgabe des Buches „Liebe, Familie und andere Sorgen“ von Claudi Feldhaus

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gewinnt: Jutta

Die Antwort auf unsere Frage war euch freigestellt und wir bedanken uns für eure Gedanken zum Fest.

 

Eine e-Book-Ausgabe des Buches „Passato e futuro“ von Gabi Buchholz

 

Cover Passato e futuro

gewinnt: Manfred Schmitz.

Die richtige Antwort lautete: Am Weihnachtstag.

 

Wir gratulieren allen Gewinnern!

Bitte teilt uns eure Anschriften unter viola@verlagshaus-el-gato mit. Selbstverständlich dürft ihr auch weiterhin Türchen unseres Adventskalenders öffnen und gewinnen.

Wir wünschen euch viel Spaß und ganz viel Glück!

 

 

 

 

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17. Dezember

17.12Jonathan Philippi, Autor der Mary Island Serie, verschönert euch den Tag mit einer kleinen Geschichte. Viel Spaß!

Kugelblitz

 

In dieser düsteren Dezembernacht war ich wie üblich allein. Der Nachbarhund hatte ein paar Mal angeschlagen, bevor er um Mitternacht endlich Ruhe gab. Ich wälzte mich noch eine Weile in meinem Bett hin und her, hörte meine alte Villa ächzen und knarren und war gerade am Einschlafen, als ich spürte, dass es plötzlich ganz hell im Zimmer wurde. Ich öffnete die Augen und sah direkt neben dem Fenster ein kugelrundes Etwas, das grell leuchtete. Gehört davon hatte ich schon, aber gesehen hatte ich es noch nie. Ich starrte gebannt auf das, was da langsam hereinschwebte und mich umkreiste. Ich setzte meine Brille auf und erkannte klare Strukturen. Hellblaue elektrische Entladungen zuckten um den Energieball. Ich erwartete, dass der Kugelblitz gegen ein Stück Metall stieß, zerplatzen und es zerbröseln ließe.

Im Fernsehen hat jemand berichtet, dass so ein Kugelblitz durch das halbe Haus schwebte und die kleine Metallkette, die den Stöpsel der Badewanne festhielt, pulverisierte.

Aber das passierte nicht. Die Erscheinung zischte und kam näher.

Instinktiv hielt ich die Bettdecke vor mein Gesicht, um nicht zu verbrennen. Dumm, nicht wahr? Eine Daunendecke und eine Million Volt, lachhaft. Mit einem Schlag wurde es dunkel und still. Das Phänomen war verschwunden, so schnell und leise, wie es gekommen war. An weiterschlafen war nicht mehr zu denken. Immer wieder schreckte ich auf. Als der Tag graute, kleidete ich mich an. Ich traute mich nicht, zu duschen, aus Angst der Kugelblitz könnte mich genau dort erwischen.

Als ich mein Haus verließ, traf ich ihn das erste Mal. Er grüßte freundlich und überschwänglich. »Schönen guten Morgen, Herr Meppen«, sagte er zu mir und lupfte seinen Hut. Ich muss ihn angestarrt haben, wie ein Betrunkener den Laternenpfosten, der im Weg steht.

»Moin, Moin«, brummte ich zurück.

»Herr Meppen, ich wollte … nein ich muss Sie etwas fragen, bitte.«

Ich stoppte meinen Schritt und wandte mich ihm zu.

»Heute Nacht …«, flüsterte er verschwörerisch.

»Heute Nacht?«, fragte ich.

»Ja, wie war es, ich meine …«

»Was soll heute Nacht gewesen sein?« Ich mochte ihn nicht. Er roch schlecht, hatte dunkle Zähne und sein schütteres, dünnes, ungepflegtes Haar spross in wirren Strähnen ab. Einfach widerlich. Er trug einen zerschlissenen Stoffmantel und fleckige Jeanshosen. Um den Saum über den ausgelatschten Turnschuhen waren sie voll Lehm und Straßendreck. Er sah wie einer der Penner aus, die im Schutz der Dunkelheit um den alten Bahnhof schleichen. Ich glaubte, er würde mich jetzt um zehn Euro anhauen. Ich lebte nun bereits seit zwölf Jahren hier und wusste natürlich, dass dieser Mann drei Häuser weiter in der verfallenen Kate seiner Eltern hauste. Aber ich kannte nicht mal seinen Namen.

»Sie haben sie doch bemerkt, oder?«

»Wen?« Er spielte bestimmt auf den Kugelblitz an. Nun das war ein Thema, das ich ausgerechnet mit dieser Kreatur nicht zu besprechen gedachte. Ich stand noch immer unter dem Eindruck dieser imposanten Erscheinung. Aber das behielt ich lieber für mich.

»Ja, das waren sie. Sie sind gekommen.« Er fasste mich an beiden Armen und hauchte mir diese Worte ins Gesicht, ganz nah. Ich las Irrsinn und Wahn in seinen Augen. Seine Miene war derart freudig erregt, dass ich für einen Augenblick daran denken musste, dass so ein Archäologe aussähe, der sich vor der versiegelten steinernen Pforte eines lang gesuchten Königsgrabes befand. Ich befreite mich aus seiner Umklammerung und wischte mir den Mantel ab. »Tut mir leid, ich weiß nicht, wovon Sie reden.«

»Sie haben geschlafen? Sie haben das tatsächlich verschlafen?« Jetzt gluckste er und würgte ein paar Huster nach oben. Er spuckte dunklen Schleim auf den Boden. »Seit dreißig Jahren warte ich auf sie und dann …«

»Was meinen Sie?« Ich wurde lauter.

»Die Außerirdischen«, flüsterte er. »Und Sie haben gepennt! Unfassbar!« Enttäuscht und wütend wandte er sich ab und schlurfte zu seiner Kate.

Ich wollte das nicht sagen, aber es rutschte mir einfach raus: »Sie meinen den Kugelblitz?«

Er zuckte, ein Vibrieren erschütterte den schlaksigen Körper, als er sich umdrehte und mich fassungslos anstarrte. »Kugelblitz?«

»Ja, da war gestern so ein kleiner Kugelblitz in meinem Schlafzimmer, für vielleicht zehn Sekunden, oder auch fünfzehn, etwa einen Meter im Durchmesser und sehr grell.« Ich versuchte, möglichst emotionslos zu wirken, obwohl ich innerlich aufgewühlt war.

Er bog sich wir ein Fleischerhaken, als er wie ein Raubtier vorsichtig um mich schlich und seine Beute von allen Seiten begutachtete.

»Kommen Sie mit!«, sagte er in einem völlig neuen, nüchternen Ton. Es war keine Bitte, es war ein Befehl.

Wie hypnotisiert folgte ich ihm in die Kate. Zu meiner Überraschung öffnete er die durch mächtige Rosenbüsche verborgene Tür mit einem elektrischen Zahlenschloss. Es brummte und er schritt voraus in einen düsteren, niedrigen Flur. Weiter vorne wickelte sich eine runde steile Treppe dem Dunkel entgegen. Ich erkannte ihn gerade auf dem obersten Absatz und kletterte hinterher.

Oben traf mich der Schlag. Die gesamte Etage war ein einziger Raum. Überall belagerten seltsame Geräte lange Tische. Es piepte und summte, fiepte und krächzte. In der stickigen Luft glaubte ich, einen Bildschirm als Radar zu erkennen. Ständig drehte sich ein hellgrüner Balken und deutete Objekte hinter dem Schatten an. Aus Druckern quollen undefinierbare Linien, Punkte und Zahlenreihen.

»Was, was ist das?«, wunderte ich mich und zeigte auf alles und nichts Bestimmtes.

»Das ist mein Labor. Warten Sie, ich mache einen Kaffee.« Er klang ganz anders, nicht mehr so verzweifelt, sondern fest und stark.

»Sie sind Wissenschaftler«, stellte ich fest.

»Oh ja.«

Darauf schwieg ich. Auf einem Schemel lagen ein paar Bücher. Ich nahm das Obenliegende und blätterte darin. »Instabile Strukturen im Raum – Zeitkontinuum. Dr. Dr. Max Blecker.« Innen fand ich nur mathematische Formeln und Diagramme. Selbst den wenigen Text verstand ich nicht einmal ansatzweise. Auf der Rückseite prangte das Foto des Autors. Ich legte das Buch weg und nahm es dann wieder. Ich hielt das Bild hoch.

Kein Zweifel: Das war jener Mann, der gerade von einer Maschine zwei blitzsaubere Glastassen mit herrlich duftendem, schwarzem Espresso brachte und mir eine reichte. »Ein altes Buch. Es hat zahlreiche Fehler und Irrtümer. Ich warte nur darauf, dass die lieben Kollegen sie finden und mir um die Ohren hauen. Die Hälfte haben sie bereits entdeckt. Es ist mir immer eine Freude, gepfefferte Antwortschreiben zu verfassen!« Er lachte gluckernd und schlürfte seinen Kaffee.

»Sie suchen nach Außerirdischen?«, fragte ich.

»Nein!«

»Nein?«

»Ich habe sie längst gefunden. Ich will … Kontakt.«

»Und Sie glauben, dass ich heute Nacht einen solchen … Kontakt hatte?«

Er nickte nur.

»Ach was.« Ich wischte die Vorstellung wie auf einer imaginären Tafel weg. »Das war ein Kugelblitz.«

»Und wie kam der in Ihr Haus?«

»Durch das Fenster?«, wagte ich vorsichtig einzuwerfen, denn in diesem Moment wurde mir die Unlogik eines solch physikalischen Vorgangs bewusst.

»Sie schlafen bei diesem Mistwetter mit offenem Fenster, ja?«

Er hatte es sofort erkannt. Ich stellte langsam die Tasse auf den einzig freien Fleck auf dem Tisch vor mir. Daran hatte ich noch nicht gedacht. Natürlich. Mein Haus war fest verschlossen und der nahen Küste wegen sturmsicher; man weiß ja nie.

»Ich verstehe nicht«, erwiderte ich und lehnte mich an einen Balken, der das hundertjährige Reetdach stützte.

»Schon gut. Ärgern Sie sich nicht. Aber ich möchte gerne wissen, wie sie ausgesehen haben.« Max Blecker schob mir einen Schemel hin und zog seine Augenbrauen erwartungsvoll nach oben. Ich berichtete.

Als ich geendet hatte, sagte er. »So ähnlich habe ich mir das vorgestellt.« Dann wandte er sich seinen Bildschirmen zu und versank zwischen Linien und Zahlenkolonnen. Er schien nicht einmal zu bemerken, dass ich gegangen war.

An diesem Tag meldete ich mich krank. Ich konnte einfach nicht zur Arbeit gehen. In meinem Haus saß ich am Fenster und beobachtete die Kate mit meinem Fernglas. Erst jetzt fielen mir die vielen Antennen und die kleine runde Kuppel auf dem Dach auf.

Aus Angst, etwas zu verpassen, aß und trank ich nichts außer ein paar Kräckern und einer Flasche Mineralwasser, die ich auf der großen Fensterbank sitzend, zu mir nahm.

Am Abend wartete ich immer noch. Gegen Mitternacht schlug der Hund meiner Nachbarn an. Lauter und lauter. Sein Herrchen versuchte ihn erst zu beruhigen, dann schimpfte er mit ihm, bevor er den winselnden und ängstlichen Rottweiler ins Haus zog.

Genau um 1.15 Uhr wurde es unter dem Reetdach hell. Das Licht drang mit grellen tastenden Fingern blendend hellblau und weiß durch jede Fuge der heruntergelassenen Jalousien. Als wieder Dunkelheit herrschte, wagte ich mich zu ihm. Er war verschwunden. Auch seine Computer waren weg, und seine Bücher. Ich schwöre, er hat das Haus nicht verlassen.

In Vollbesitz meiner geistigen Kräfte habe ich diese Aussage im Dezember 2014 zu Protokoll gegeben vor dem Polizeikommissar Heinrich Wiebelskirchen und dem Polizeianwärter Lukas Mehring. Ich versichere, dass ich die ganze Wahrheit gesagt habe. Professor Doktor Boris Meppen, Philosophische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität.

Geschrieben am

16. September

16.12

Heute ist erneut ein Tag, an dem ihr etwas gewinnen könnt. Eine Printausgabe von Kabischubi und die Herzsteine von Stephanie Urbat-Jarren, wartet auf einen neuen Besitzer.

9783943596038

Beantwortet uns bitte folgende Frage:  Welches weihnachtliche Gewürz benutzt Viola in ihrem Rezept?

Bei mehreren richtigen Antworten entscheidet wie immer das Los.

In der Adventszeit wird vor allem eines gemacht: gebacken! Mit viel Liebe entstehen kleine und große Köstlichkeiten, die mit weihnachtlichem Duft herrlicher Gewürze für Vorfreude bei uns sorgen.

Ich habe euch ein kleines Rezept zusammengestellt: Apfel-Zimt-Muffins sind schnell zubereitet und ein Backspaß auch für Kinder.

Apfel-Zimt-Muffins:

Die Zutaten:

300 gr. Mehl

100 gr. Zucker

2-3 Äpfel nach Wahl

4 Eier

200 gr. Butter oder Margarine

1 Btl. Backpulver

1 Btl. Vanillezucker

1 Fl. Rumaroma

Etwas Milch

Zimt nach Bedarf

Muffinbackform

Muffin-Papierbacktütchen

Die Zubereitung

Äpfel schälen und in kleine Stücke oder nach Belieben auch in Spalten schneiden. In Wasser einlegen, damit sie nicht braun werden. Backofen auf 200° vorheizen, (Umluft 180°)

Eier, Zucker und Margarine schaumig schlagen. Mehl, Vanillezucker, Backpulver und Rumaroma hinzufügen. Damit der Teig cremig wird, etwas Milch hinzufügen.

Muffinform mit Papierförmchen auslegen, mit dem Teig ¼ füllen. Apfelstücken/Spalten einsetzen, leicht andrücken und mit etwas Zimt bestäuben. Etwas Teig oben auf die Apfelspalten geben, bis sie bedeckt sind. Vorgang wiederholen bis der Teig verbraucht ist.

Muffinform in den Backofen stellen und ca. 20 Min. backen, bis sie goldbraun sind. Zur Sicherheit kurz anpieken, ob der Teig gut gebacken ist. Form 1-2 Min. stehenlassen, dann die Muffins zum Auskühlen auf ein Kuchenrost stellen.

Nach Geschmack mit Sahne garnieren und Servieren. Tipp: Schmeckt besonders gut, wenn sie noch lauwarm sind.

Viel Spaß beim Backen und guten Appetit!

Ich wünsche euch allen eine herrliche Adventszeit,  wunderschöne Weihnachten, ein Frohes Fest und erholsame Tage.

Eure Viola

 

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15. Dezember

 

15.12Die letzten Kreuzritter – Der Fluch der Gräfin (Veröffentlichung voraussichtlich im März 2015) heißt das Jugendbuch unserer neuen Autoren Lars und Uwe Hunsicker.

Lars Hunsicker ist mit gerade mal 10 Jahren unser jüngster Autor und verwöhnt euch heute mit einer kleinen Geschichte. Viel Spaß!

Kennt ihr Reizwortgeschichten? Genau so eine Aufgabe wurde Lars in der Schule gestellt.

Reizwörter:       Spinne, Stuhl, Lehrerin

Der dunkle Keller

„Guten Morgen“,, begrüßte die Klassenlehrerin ihre Schüler.

„Guten Morgen“, antwortete die Klasse im Chor.

„Heute schreiben wir eine Klassenarbeit im Fach Mathematik“, verkündete die Lehrerin. Ein Stöhnen ging durch die Reihen der Kinder. Die Lehrerin beachtete dies nicht und fuhr fort: „Lasse hole bitte die Trennwände.“

Lasse erbleichte. Er hatte inständig gehofft, dass er nicht an die Reihe genommen wird. Lasse stand widerwillig auf. Die Trennwände standen in dem Keller und er hatte Angst.

„Lasse traut sich das doch nicht“, sagte einer seiner Mitschüler und alle lachten. Lasse beachtete dies nicht, nahm seinen ganzen Mut zusammen und ging aus der Klasse in Richtung Keller. Als er an der Kellertür ankam klopfte sein Herz heftig. Sollte er da wirklich reingehen?

„Nicht nachdenken“, flüsterte Lasse und stieß die Tür auf. In dem Keller war es dunkel, nur eine kleine Lampe erhellte den Raum. Die Schatten flackerten irrwitzig in dem unwirklichen Licht. Lasse sah sich in dem Raum um. Der Raum war voller alter Sachen und in der einen Ecke stand ein Stuhl auf dem der Karton mit den Trennwänden stand.

Sein Herz pochte wild. Noch ein, zwei Schritte und er könnte den Raum samt Karton verlassen.

Urplötzlich ging das Licht aus. Wahrscheinlich ein Stromausfall, dachte Lasse und ging in die Richtung, in der er den Stuhl vermutete.

Dann ging das Licht wieder an und ein riesiger Schatten fiel auf die Wand. Lasses Herz rutschte fast in die Hose. Der Schatten sah aus wie eine Spinne, doch es gab keine so große Spinne auf der Welt! Langsam drehte er sich um.

Vor der Lampe saß eine Spinne, sie hatte den großen Schatten verursacht. Erleichtert drehte sich Lasse zu dem Stuhl um, holte den Koffer, schaltete das Licht aus und ging zurück in seine Klasse.

Als er ankam sagte seine Lehrerin: „Vorhin ist der Strom ausgefallen, ist dir etwas passiert?“

„Nein“, antwortete Lasse schmunzelnd.

Danach schrieben sie die Mathearbeit und Lasse dachte danach, dass es vielleicht noch schlimmer Dinge gab als alleine in den Keller zu gehen …

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14. Dezember

14.12

 

Advent, Advent, – die dritte Kerze brennt.

Gabi Buchholz hat für euch ein Festmahl zusammengestellt und heute könnt ihr wieder etwas gewinnen: Eine Printausgabe von Passato e futuro, wartet auf ihren neuen Besitzer.

Cover Passato e futuro

 

Meine lieben Leser, anlässlich unseres Weihnachtsfestes und meines Buches Passato e Futuro – Mein Weg in ein neues Leben, das zum großen Teil von meiner Zeit in Sizilien handelt, möchte ich ein original sizilianisches Weihnachtsessen vorstellen.

Ein italienisches Weihnachtsrezept

 

Baccala frittata                                                   bild zu Gabis Rezept stockfisch

Getrockneter Stockfisch

Lauchzwiebel

schwarze Oliven

Gesiebtes Mehl

Den Stockfisch in Blöcke schneiden und ca. 3 Tage in Wasser einlegen und das Wasser täglich wechseln.

 

Am Weihnachtstag wird der Fisch zubereitet. Wir legen den Fisch in einen Topf mit kochendem Wasser und lassen ihn ca. 5-10 Minuten leicht köcheln. Dann gut abtropfen ( vielleicht mit Zewa ) und in eine Mehlpanade legen und leicht salzen. In einer Pfanne Olivenöl heiß werden lassen und den Fisch darin brutzeln lassen. In einer anderen kleinen Pfanne die geschnittenen Lauchzwiebeln leicht braun werden lassen und im Anschluss die schwarzen Oliven hinzugeben. Nachdem die Oliven leicht glasig sind, wird diese Beilage auf dem Fisch serviert.

Und hier jetzt meine Frage:

An welchem Tag wird das Gericht aus Gabis Rezept zubereitet?

Aus allen korrekten Antworten, die ihr unten ins Kommentarfeld eingebt, ermitteln wir den Gewinner per Los. Wir wünschen euch Guten Appetit! und Viel Glück!

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13. Dezember

13.12

Unser heutiger Adventskalender-Beitrag kommt von Claudi Feldhaus. Nachstehend findet ihr eine kleine Leserpobe aus ihrem Roman Familie, Liebe und andere Sorgen.
Gleichzeitig ist heute wieder ein Tag, an dem ihr etwas gewinnen könnt.

zwölf

Bei diesem Schwur blieb ich. In den nächsten Wochen brachte ich das Kind jeden Morgen zur Schule, flog dann per Bahn zur Arbeit, wo ich ohne Pause Akten bearbeitete, Anrufe annahm, mir die Sorgen der Chefin anhörte, mit Lieferanten stritt und zwischendurch auch die Kotze von Loras Baby wegwischte – die uns immer öfter besuchte. Nachmittags holte ich Basti immer häufiger bei Sandy und dem braven Janosch ab. Zuhause kontrollierteich seine Hausaufgaben und unterschrieb seine stets guten Noten. Vor allem Mathe lag ihm – genau wie seinem Vater! Die Therapie bei Dr. Schlüssel war meine Gelegenheit joggen zu gehen. Dem ging ich bei Wind und Wetter nach, denn den Vertrag im Fitnessstudio hatte ich aus Geldmangel kündigen müssen. Ich richtete Basti darauf ab, mir im Haushalt zu helfen. Er lernte Betten beziehen, Sockenmemory, Geschirr abtrocknen. Bald sah er von allein, wenn die Blümchen Durst hatten oder das Regal mal abgewischt werden musste. Ich meldete ihn zu Karate-Kursen und zum Fußballspiel an. Sandy half ich, ein Bildungspaket zu beantragen, woraufhin auch Janosch mit zum Sport konnte.

Ende September feierten wir Bastis zehnten Geburtstag mit großem Pomp. Sabine schickte uns unangemeldet eine riesige Überraschungstorte. Ich vermied es, sie anzurufen. Das Kind wusste von allein, wie man ein Telefon bedient. Wir grillten auf der Wiese vor dem Haus. Ich war nicht sicher, ob wirklich alle der anwesenden Kinder Freunde von Basti waren. Aber er schien alle zu kennen. Er war beliebt – genau, wie sein Vater es in der Schule gewesen war. An den Wochenenden unternahmen wir fast immer etwas mit Janosch. Er war nicht der Hellste, aber er schien wirklich ein liebes Kind zu sein. Sandy und ich gewöhnten uns bald an, zum arabischen Gemüsehändler unseres Vertrauens zu gehen und uns frische Zutaten, Kräuter, Gemüse und viel Obst zu leisten. Davon kochten wir für uns und die Kinder.

Damit versuchte ich, mein Gewissen zu beruhigen.

Basti aß in der Schule und ich hoffte, dass die Speisen dort halbwegs gesund waren und er daraus seine Vitamine beziehen konnte. Zuhause bekam er Obst und ab und zu raffte ich mich auf und bereitete ihm abends eine Gemüsepfanne aus Tiefkühlkost zu. Oft reichte das Geld dafür aber nicht. Wenn ich tagsüber im Büro etwas aß, dann Mikrowellenfraß oder belegte Brote. Mein gesunder Lebensstil musste dem Fakt weichen, dass das Kind ständig neue Hosen, Schuhe und andere Klamotten brauchte, weil es Wachsen am besten beherrschte. Basti blühte regelrecht auf, wenn er mit Janosch spielte. Er war zweifelsohne der dominantere in der Beziehung und gefiel sich in der Rolle des Welterklärers, auch wenn er das meiste erfand. Amüsiert darüber ließ ich ihn reden. Die Kindheit war dazu da, Dinge zu sagen wie: „In Lappland wohnen die Menschen sehr dicht zusammen. Daher das Sprichwort: Es läppert sich zusammen“ oder: „Eine Gebärmutterist die Chefin in einem Geburtshaus“ oder „Bevor sie heiraten, müssen Mann und Frau erst gründlich prüfen, ob sie mit allen wichtigen Teilen zueinander passen.“

Philip fing ein paar Wochen nach unserem Aufeinandertreffen im Soda an, mir Textnachrichten zu schicken. Da er mit mir flirtete, konnte ich mich wohl nicht allzu sehr daneben benommen haben. Ich antwortete, sobald ich Zeit und einen freien Kopf hatte. Er schrieb immer sofort zurück. Ich fragte mich, ob ihm klar war, dass ich mich nicht mit Absicht rarmachte. So oder so – es schien gut anzukommen. Schlussendlich tat es meinem Selbstbewusstsein ziemlich gut. Nachdem ich mich für Orgasmen nicht mehr genug entspannen konnte, war dies das einzige, was mir noch etwas natürliche Röte ins Gesicht trieb. In Ermangelung von Sport und sexueller Betätigung hatte ich mehr als eine Wohlstandsrundung bekommen. Ich trug eine Körbchengröße mehr Brust herum und immer öfter Oberteile, die den Bauchspeck kaschierten. Meine Hosen spannten am Bund, doch meine Beine waren schlank geblieben, da ich wenigstens das Treppensteigen beibehalten hatte. Mir graute zu sehr vor dem Dezembertermin bei Dr. Schmidtlein, also sagte ich schon Ende Oktober ab.

Um nachts nicht von meinem verkorksten Seelenzustand träumen zu müssen, besorgte ich mir Schlafmittel. Erst nahm ich Baldrian, dann zusätzlich Hustensaft und schließlich trank ich vor dem Zähneputzen einen Kräuterlikör. Als ich mich auch daran gewöhnt hatte, stibitzte ich Bastis Tabletten, die er hingegen immer seltener einnehmen wollte. Im Herbst lösten wir endlich Yannicks Wohnung auf, die von sozialen Einrichtungen fast völlig leer geräumt worden war. Ich war überrascht, dass der Vermieter sich gnädig zeigte und keine Renovierung der Wohnung von mir verlangte. Dafür durfte er aber auch die Kaution behalten, die mein Bruder vor Jahren bezahlt hatte.

Eines Tages flatterte ein Schreiben von Herrn Seifert, dem Notar, ins Haus, worin er uns über Yannicks Erbe aufklären wollte, was ich erfolgreich verdrängt hatte. Wie befürchtet konnte Basti bestenfalls dessen Schulden bekommen. Eswar nicht ganz einfach ihm zu erklären, dass er nicht die Pflicht hatte, irgendwann die Schulden seines Vaters abzubezahlen.
„Aber du hast doch auch die Pflicht, dich um mich zu kümmern!“, argumentierte er.
„Basti, du hast keine Schuld! Du bist mein Neffe und ich habe dich lieb!“ Von mir selbst überrascht, sah ich ihn durchdringend an. Dann drückte er mich ganz fest und weinte das erste Mal seit Wochen.

Anfangs meldete sich Sabine ab und zu. Sofort reichte ich den Hörer an Basti weiter der ihr erzählte, wie viel Spaß er hätte und dass wir dieses Wochenende schon was vorhätten, Markus ihn also nicht zu holen bräuchte.

Erzähl es ihr! Sag ihr, dass ich klarkomme! Sag ihr, dass du glücklich bist!! Dann erzählt sie es Markus … feuerte ich ihn in Gedanken an – mit tiefster Genugtuung.

Der November war überaus sonnig und trocken geblieben, es regnete nur selten und das wirkte sich äußerst positiv auf die Laune aller Berliner aus, besonders auf die meiner Chefin. Sie lud mich spontan zum Mittag ein: „Sie leistn wirklich ganz hervorragende Arbeit“, begann sie.
Aber???
„Freut mich, wenn Sie zufrieden sind“, antwortete ich verlegen.
„Ich komme am besten gleich zur Sache, lange Reden sind nich mein Ding!“
Oh nein!
Lora war in den letzten Wochen häufig zu Besuch gewesen, mittlerweile ohne Baby, da sie abgestillt und es bei ihrer Mutter abgestellt hatte. Sie verteilte Winks mit dem Zaunpfahl, dass sie bereit wäre, sofort wieder anzufangen und sich ganz klar von mir bedroht fühlte. Was sollte aus mir werden? Ich hatte ein bisschen was gespart, aber das würde nicht lange für mich und Basti reichen. Dann bliebe uns nur noch Hartz IV! Aber dafür müsste ich zusätzlich dem Klatschblatt um meine sexy Geschichten kündigen. Doch diese zu schreiben war das einzige halbwegs Kreative, wozu ich in letzter Zeit fähig war. Aufgrund meines fehlenden Sexuallebens tobte ich mich beim Schreiben dieser Texte aus, und die waren mittlerweile als qualitativ hochwertig zu bezeichnen! Meinte jedenfalls meine Redakteurin.
Jedes Zahnrad im Getriebe meines Hirns ratterte auf Hochtouren.
„Frau Feldheim … was würdn Sie davon haltn, wenn Sie für immer bei uns bleiben?“, sagte die Chefin dann freundlich.
Waaaaaas? „Oh?“, stieß ich hervor.
„Ich möchte, dass Sie ab jetzt eine Vollzeitstelle im Büro abdecken. Dann kann ich tagsüber ein bisschen zu den Standorten fahren und die Abläufe überwachen und Lora wird als junge Mutter sicher froh sein, nachmittags frei zuhaben.“
Inerster Linie wird sie angepisst sein!
Die Chefin las meinen Blick falsch und rief dann schnell: „Ach ja, Sie würden natürlich mehr Gehalt bekommen!“
Es dauerte einen Moment, bis ich mich gesammelt hatte. Wieder einmal hatte ich ihren Tonfall falsch eingeschätzt.<
„Prinzipiell wäre ich von dieser Idee sehr angetan!“, meinte ich dann, „Wie wären denn die Arbeitszeiten?“
„Was halten Sie von 9.30 -18 Uhr mit Pause? Lora könnte vor Ihnen kommen und schon mal alles vorbereiten.“
Herrje, wird die angepisst sein …!
Mein Hirn ratterte wieder: Wie sollte ich in Zukunft Bastis Therapie legen? Oder würde er allein hingehen? So verknallt, wie er in Dr. Schlüssel war, wäre das sicher das kleinste Problem. Und Joggen war sowieso schlecht für die Knie.
„Ich möchte das zuhause absprechen und sage Ihnen Bescheid!“, lautete meine Antwort. Tief in meinem Herzen hoffte ich, dass dies ein Zeichen war: Die ganze Arbeit hatte sich gelohnt, ich würde klarkommen!

Noch mehr verstand ich es als positives Zeichen des Universums, als die Chefin mir zum Feierabend einen Scheck überreichte. Dies sei ein kleiner Bonus für mich. Es waren 1500,00 Euro und genau so viel schuldete ich Markus noch dafür, dass er damals die Beerdigung meiner Mutter bezahlt und später auch die Anzahlung der Beisetzung meiner restlichen Familie vorgestreckt hatte. Ohne lange darüber nachzudenken, suchte ich eine Bank auf und ließ den Betrag auf sein Konto gutschreiben. In den Betreff schrieb ich: Danke für die jahrelange Unterstützung. Ob er mir wieder nur „Gerne“ antworten würde? Nichtsdestotrotz würde er wissen wollen, woher ich das Geld hätte und mich kontaktieren. Es wäre der allerbeste Beweis, dass ich großartig zurechtkäme und dass ich wieder die unabhängige kreative Frau war, in die er sich verliebt hatte. Ihm würde klar werden, was für ein Idiot er gewesen war unddann könnten wir uns wieder zusammenraufen!

Ich trat aus der Bank, fühlte mich erfolgreich und auch ein bisschen hübscher als heute Morgen und lief zur nächsten Tram Station, als ich Markus aus seinem Opel steigen sah. Er hatte soeben auf der gegenüberliegenden Straßenseite eingeparkt. Er trug Jeans, ein gut sitzendes asphaltgraues Hemd und eine Winterjacke unter dem Arm, die ich nicht kannte. Dann lief er zur Beifahrertür und öffnete sie einer Frau. Es traf mich wie ein Stöckelschuhtritt ins Herz. Sie war ein feenartiges Wesen, mit dunkelblondem Haar und langen Beinen. Ganz so groß wie ich war sie nicht, dafür aber viel dünner als ich es je war. Sie schenkte ihm ein bezauberndes Lächeln, zog ihre etwas zu große Nase kraus und ihr Alabasterhautgesicht strahlte verliebt. Noch bevor ich mich hätte verstecken können, hatte Markus mich erblickt. Er sah genauso erschrocken aus wie ich. In diesem Moment nahm sie seine Hand und kuschelte sich an seinen Oberarm. Dann erst bemerkte sie, dass er zu mir herüber blickte. Ich sah ganz genau, wie ihr Himbeermund ein „Kennst du die Dicke dahinten?“ formte. Meine Tram fuhr vor. Ich erkanntedie einzige Möglichkeit, mich nicht mit ihnen unterhalten zu müssen.

Auch wenn es restlos unfreundlich war, ignorierte ich Markus eindeutige Handbewegung und stieg ein. Als die Bahn kurz darauf wegfuhr, lächelte ich ihn freundlich an. Er sah wütend aus. Dann fiel mir ein, dass er morgen auf seinem Konto das Geld finden würde. Er würde denken, ich hätte es, nachdem ich die beiden gesehen hatte, zusammengekratzt und überwiesen. Er würde denken, es sei meine Art, mich auf ewig von ihm loszusagen und nicht, wie ich gehofft hatte, ihnzurückzugewinnen. Während Tränen der Enttäuschung an meinem porösen Gesicht herunter sprudelten, tippte ich eine SMS:
Sorry, ich hatte es nur so eilig …
Aber ich löschte sie. Sie war weder glaubwürdig noch würdevoll – genau wie ich!

Basti wartete heute zuhause auf mich.

Anstatt mich wie sonst fröhlich zu begrüßen, erkannte er sofort, dass ich geweint hatte. Wie uns auffiel, weinte ich immer noch. Nachdem er mich fünfmal gefragt hatte und fast anfing selbst zu heulen, flüsterte ich: „Ich weine, weil ich so dumm war.“ Damit war für ihn natürlich überhaupt nichts erklärt.
„Weißt du … ich, hatte heimlich die Hoffnung, mich irgendwann mit Markus auszusöhnen. Als er dich damals hergebracht hatte, war mir aufgefallen, dass ich ihn zurückwill.“
„Und warum hast du ihm das nich gesagt?“ fragte das Kind sichtlich erfreut.
„Ich wollte nicht, dass er zurückkommt, weil ich mit dieser neuen Situation nicht klarkomme. Ich wollte, dass er wieder mein Partner wird, nicht mein Versorger.“
„Klarkommen?“
„Ich glaube, mittlerweile tu ich das, nicht zuletzt, weil du und ich so super zurechtkommen.“
Basti fühlte sich nun auch sichtlich geschmeichelt. Sollte ich ihm sagen, dass ich der Meinung war, wirklich Glück mit ihm gehabt zu haben? Seine Geschwister waren mir immer hyperaktiv und ungezogen vorgekommen. Er hingegen war so lieb und pflegeleicht und wirklich schon sehr weit für sein Alter. Aber das konnte ich ihm ja schlecht sagen!
„Markus will doch auch zurück. Ganz bestimmt!“, unterbrach Basti grinsend das innere Mono-Lob.
Ich lächelte verlegen. Nach einem tiefen Seufzer berichtete ich, was ich vorhin gesehen hatte. Dass Markus jetzt eine Märchenprinzessin spazieren fuhr und sich wohl kaum von ihr wegen mir trennen würde, nachdem ich ihn aus meinem Leben gekickt hatte. Außerdem, und ich gab mir große Mühe, Basti das so einfach wie möglich darzustellen, hätten Markus und ich nach wie vor diese verschiedenen Ansichten, was die Erziehung eines Kindes und die Rollenverteilung anging, wegen denen wir uns eben immer wieder gestritten hatten. Diese Reibungspunkte wären nach wie vor aktuell und die hätte er mit der Neuen sicherlich nicht. So unterwürfig, wie die gelächelt hat, dachte ich, würde die sich sicher auch ziemlich wohl in ihrer Rolle als Hausfrau, Mutter und Parasit fühlen.
„Hm, das ist natürlich Mist …“, stellte Basti fest.
„Riesengroßer Mist!“, bestätigte ich.
Dann saßen wir noch eine Weile schweigend auf dem Sofa und verabschiedeten uns still von dem Gedanken, Markus wieder in unseren Haushalt aufzunehmen.

Wie ich geahnt hatte, war Basti mit meiner neuen Arbeitszeitregelung einverstanden. Vor allem hieß das für ihn, dass bald mehr Geld zur Verfügung stand. Ich verkniff mir, ihm zu erklären, dass ich mir deswegen noch lange keine Zooausflüge oder große Fressen in den hiesigen Fast-Food-Lokalen leisten konnte. Er würde schon früh genug merken, dass ich wirklich nicht wie Sabine war. Jetzt fiel mir ein, dass die schon lange nicht mehr angerufen hatte. Die Feen-Freundin von Markus musste also bereits zuhause vorgestellt worden sein und sicherlich hatten alle befunden, dass sie so viel besser zu ihm passte als ich! Nach dem Sandmann ging Basti von selbst Zähne putzen und machte sich bettfertig. Ein braves Kind!

Wurde ich jetzt auch so wie diese Mütter, die ihr Kind für das beste, klügste und liebste hielten? Wie auch immer! Basti war nun mal das Beste, Klügste und Liebste. Anna und Yannick hatten ganze Arbeit geleistet!

Die nächsten Tage schneite es drei Flocken, woraufhin die Berliner S-Bahn brachlag. Ich hatte keine andere Möglichkeit, als darauf zu vertrauen, dass Basti ohne mich zur Schule ging, denn mit meiner Ausweichverbindung zur Arbeit – der Tram – war ich mindestens 20 Minuten länger unterwegs.
„Ich geh doch gern zur Schule!“, beruhigte mich Basti.
„Ich hoffe, das bleibt auch so“, rief ich, als ich ihm seine Brotbox gab.
„Doch ja! Die neue Schule is okay! In meiner alten war die Kunstlehrerin aber netter. Die jetzt ist schon so alt, die weiß nich mehr, wie man mit Kindern umgeht“, erzählte er mir, während ich ihm seinen Schal umband. Wusste ich doch auch nicht … und bis jetzt lebst du noch!

Wir teilten uns den Fahrstuhl und trennten uns vor dem Haus. Basti drückte mich zum Abschied ganz fest und flitzte dann durch den noch schummrigen Park in Richtung Schule. Es war der 1. Dezember und mein erster Vollzeit-Arbeitstag.

Ich vergaß Nikolaus und kaufte dafür, vor lauter schlechtem Gewissen, zu Weihnachten die Spielkonsole und das Taschenmonsterspiel, die Basti immer anhimmelte, wenn wir am Elektronikgeschäft vorbeischlenderten. Mein Konto wies zum ersten Mal in meinem Leben ein dickes fettes Minus auf und mir wurde so schlecht, als ich das sah, dass ich mich weigerte, den Stand vor dem neuen Jahr noch mal aufzurufen. Doch als Basti das Ding an Heiligabend auspackte – wir saßen mit Sandy, Janosch und ihren beiden Mädchen, Renata und Sabrina, in meinem Wohnzimmer – da leuchteten seine Äuglein heller als die kitschigen Lichtfiguren, die gegen meinen Willen ins Fenster gestellt worden waren. Basti schaltete das Gerät ein und war für den Rest des Jahres ausgestellt. Silvester hütete Sandy ihn und seine Konsole, da Margitta, meine Chefin, die ich jetzt duzen durfte, Hilfe bei der Überwachung des Gala-Buffets brauchte. Als ich um 4 Uhr morgens heimkam, war die Wohnung leer und roch noch immer nach Räuchermännchen.

Meine Beine schmerzten. Ich wickelte mich in die Kuscheldecke auf dem Sofa und dachte daran, wie oft ich darauf tollen Sex mit Markus gehabt hatte. Die Neue. Ob sie besser war als ich? Tränen rollten über mein dick geschminktes Gesicht. Ich hätte jetzt gern Basti da gehabt und ihn umarmt. Aber zum Glück, denn er sollte nicht schon wieder mein Trostpflaster gegen Liebeskummer sein, schlief der zwei Straßen weiter in der plüschigen Wohnung von Sandy. Ich sah ihn vor mir, wie er da auf der Luftmatratze neben Janoschs Bett lag, die Konsole fest umklammert wie ein Kuscheltier und alle paar Minuten kurz schnarchte. Er fehlte mir.

Am 2. Januar meines 26. Lebensjahres ging das erste Vollzeitgehalt auf meinem Konto ein und verwandelte mein Trübsal in einen Anflug sehr guter Laune, der bis zu meinem Geburtstag Ende Februar anhielt.

Wie hat euch diese kleine Leseprobe gefallen? Falls ihr wissen wollt, wie es weitergeht, könnt ihr das Print oder e-Book überall im Buchhandel, online oder direkt im Verlag bestellen.

Unsere heutige Gewinnspielfrage lautet:

Was bedeutet für dich Weihnachten?

Aus allen unten ins Kommentarfeld eingetragenen Antworten verlosen wir ein handsigniertes Exemplar von Familie, Liebe und andere Sorgen.

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Wir wünschen euch viel Glück.

Geschrieben am

12. Dezember

12.12

Erwachsene sind die Vorbilder der Kinder. Sie sehen zu wie Erwachsene etwas trinken – und möchten ebenfalls.

Deshalb haben wir heute für euch das Rezept von Andrea el Gato für einen alkoholfreien Punsch.

 

Muss es immer Alkohol sein?

Allerorten auf den Weihnachtsmärkten und im Supermarkt steht neben Glühwein der Punsch in der Adventszeit ganz oben auf dem Wunschzettel der Besucher. So richtig heißt und wohlschmeckend. Leider hat er eine unangenehme Nebenwirkung: die Birne dreht ziemlich schnell.

Dass es auch leckeren Punsch ohne Alkohol gibt, möchten wir euch heute mit diesem Rezept zeigen.

Ganz einfach und garantiert ohne einen schweren Kopf zu bekommen.

Alkoholfreier Punsch   Bild zu alkoholfreier Punsch    

 

Zutaten für 1 Person:

500 ml Traubensaft, roter
500 ml Apfelsaft
100 ml Orangensaft
200 ml Wasser
2 Beutel Tee, (Früchtetee)
1 Beutel Glühweingewürz

 

Den Traubensaft mit Apfelsaft, Wasser und Orangensaft in einem Topf erhitzen. Teebeutel und Glühweingewürz hinein hängen und ca. 15 Minuten ziehen lassen.

Der Punsch ist lecker und Kinder dürfen ihn genauso trinken wie Erwachsene.
Lasst es euch schmecken!