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Nach der Messe ist vor der Messe

Mein kleiner Messebericht

Da ist sie also schon wieder Geschichte; die Leipziger Buchmesse 2015.

Heimgekommen sind wir mit zahlreichen Anregungen und Ideen, die wir step by step versuchen werden, in den Verlagsalltag aufzunehmen.

Ich fang aber erst mal ganz von vorne an. Am Mittwoch bin ich wie geplant in Leipzig eingetroffen, das Messeflair nahm mich sofort gefangen. Abends traf ich mich mit  Alfons Seeboth vom Wölfchen Verlag sowie Kerstin Litterest und Zsolt Majsai vom Verlag 3.0 zum gemeinsamen Abendessen. Wir haben nicht nur geschlemmt, sondern auch Ideen für gemeinsame Aktionen ausgetauscht.
Am Donnerstag bahnte sich die erste Katastrophe an. Die Leser unserer Facebook-Seite werden es schon mitbekommen haben. Wir warteten noch auf Bücher, die Druckerei wurde und wurde nicht fertig und versprach uns im Vorfeld, dass sie garantiert und ganz sicher direkt auf der Messe anliefern. Ja, sie haben geliefert. Nur das wie und wann, das war etwas … sagen wir mal schwierig. Halb zehn bekam Standnachbar Alfons einen Anruf, ob er eine Sackkarre vor Ort hätte. Glücklicherweise hatte er, und wer das Messegelände kennt, kann sich vorstellen, welchen Marathon wir dann hinter uns brachten. Ich weiß, dass ich die Mädels beim nächsten Mal abblitzen lasse. Sollen die sich nen Kopp machen, wie sie die Bücher an den Stand bekommen oder einfach eher da sein. Als wir endlich nach zwei Stunden die Bücher alle am Stand hatten war ich genervt, dreckig und verschwitzt und der Tag für mich gelaufen.

Am Freitag war dann alles besser. Alle Bücher da, die ersten Autoren trudelten ein und alles war fein. Lucie Müller legte eine geniale Lesung hin – ihre allererste, und besonders gefreut haben mich die Mädels, die über eine halbe Stunde am Stand ausgeharrt hatten, nur, damit sie mit Lucie noch ein wenig quasseln und ihre Bücher signieren lassen konnten. Auch Claudi Feldhaus konnte von einer gut besuchten und bestens organisierten Lesung in der Stadtbibliothek Halle berichten.

Am Samstag war Chaos und Stress gleichzeitig. Die Massen stürmten die Hallen und wir kamen kaum zum Durchschnaufen. Abends war ich so kaputt, dass ich am liebsten gleich um 6 ins Bett gefallen wäre. Unsere Reservierung im Restaurant Madrid war schief gegangen, aber das Personal total lieb und schaufelte uns tatsächlich noch einen Tisch frei. Während Susanne und ich durchs regnerische Leipzig stolperten und noch nach einem Ersatz suchten, saßen Lucie und Sascha schon im Madrid und ließen es sich gut gehen. Aufs Essen mussten wir dann doch sehr lange warten und irgendwie hatte ich dann keinen Hunger mehr.

Ja, und dann kam auch schon der Sonntag. Irgendwie geht das immer ganz schnell. Susanne Leuders Lesung war bereits für 10 Uhr angesetzt und wir hatten Schiss, dass zu so früher Stunde noch keine Zuhörer auftauchen. Unsere Angst war jedoch total unbegründet, denn Susanne hat sich mit der Etenya Saga bereits in die Herzen zahlreicher LeserInnen geschrieben, die ihr gebannt lauschten.
Ab 11 Uhr war ich beim Autorenpitching und total gespannt, was mich erwarten würde. Die Autoren waren mindestens genauso aufgeregt, hatten sie doch nur 7 Minuten Zeit, mir ihr Herzensprojekt zu verkaufen. Das eine oder andere interessante Projekt war sicher dabei und mal sehen, was daraus wird.
Dann hieß es auch schon Abschied nehmen von den Autoren, die wieder Richtung Heimat düsten, während ich die verbleibenden Stunden noch in Leipzig ausharren durfte.

Die LBM ist immer bestens organisiert, aber in diesem Jahr hat sich die Messeleitung total verkalkuliert. Aussteller dürfen nicht vor 18 Uhr einpacken, wer es dennoch tut und erwischt wird, dem droht eine saftige Geldbuße oder er riskiert sogar seine Messezulassung. In diesem Jahr rückten Punkt 18 Uhr die Messebauer an und bauten uns quasi den Stand unterm Hintern weg ab. Die Männer machten eine Hektik, begann doch am Montagmorgen schon die nächste Messe. Klar, die Jungs wollten auch irgendwann Feierabend machen. Was dagegen unverständlich war, dass die Tore geschlossen blieben. Weder durften die LKW´s auf den Ausstellerparkplatz fahren, noch konnten wir mit dem PKW zum Abbau in die Hallen fahren. Während ich im vergangenen Jahr 19:30 bereits auf der Autobahn war, mussten wir in diesem Jahr fast bis 22 Uhr ausharren, bis dann endlich die Tore geöffnet wurden. Wer dann noch 6 oder mehr Stunden Heimreise vor sich hatte, konnte sich bedanken.

Es waren viele neue Gesichter bei uns, aber auch viele alte Bekannte. Besonders gefreut habe ich mich über den Überraschungsbesuch von Claudia Meinicke. Das ist dir echt geglückt und du bist einfach nur der Hammer. Cassy Krammer, ich hoffe, du verzeihst mir den Ausrutscher mit dem „Kostüm“, ich hab einfach nicht richtig hingeschaut. Danke Liv Scales und ganz besonders deiner Familie, dass du trotz Baby zwei Tage bei uns Dienst geschoben hast. Elena Ernst, es hat mich riesig gefreut, dich persönlich in den Arm nehmen zu dürfen und ich bin schon sehr auf die Fotos gespannt. Leider habe ich es wieder mal nicht geschafft, selbst Bilder zu machen. Danke an Janika Hoffman, dass du am Donnerstagmorgen den Stand bewacht und Etenya verkauft hast. Vier neue Buchblogger dürfen wir in unseren Reihen begrüßen und ich bin schon jetzt auf eure Rezensionen gespannt. Schade, Laszlo Dören, dass wir dein wunderbares Buch Die Abenteuer von Robin Hood und seinen Männern, auf den kommenden Messen wohl nicht bewundern dürfen. Aber du hast klar recht, die Familie geht vor.  Die Agentur buchtrailer.net hat unsere professionellen Trailer gelobt, auch dafür vielen Dank und ich gebe dieses gern an die Ersteller weiter.  Und natürlich geht der Dank auch wieder an meine tollen Standnachbarn, Wölfchen Verlag,  Verlag Amrûn mit Art Skript Phantastik Verlag und Verlag Mondwolf, ohne die so eine Messe nur halb so viel Spaß macht.

Mir schwirrt noch etwas der Kopf von den ganzen vielen Eindrücken, mein Koffer war auf der Heimreise um so manches tolles Buch reicher und wir hoffen, dass auch unsere Bücher vielen Lesern Lesegenuss schenken.
So, das ist jetzt der Bericht in Textform. Die Bilder, so hoffe ich, liefere ich euch nach …

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Wer steckt eigentlich hinter …

Wer steckt eigentlich hinter …

… Liv Scales              Liv Scales

Parallel zur Lichtwelt, in der die Menschheit lebt, existiert die Schattenwelt. Jeder Mensch auf Erden hat einen Pendant, ein ToloT. Dieser Satz gewährt schon einmal einen ersten Einblick in Liv Scales Gedankenwelt. Wer hinter diesem Namen steckt? Eine bildschöne junge Autorin mit vielen Fähigkeiten und eigentlich ist das nur ihr Fantasiename – und Fantasie ist auch ihr Spezialgebiet wenn es um das Geschichten erfinden geht. Damit hat sie auch zuvor, gemeinsam mit ihrer Schwester begonnen.

Ihren ersten Roman verfasste sie mit zehn Jahren. Mittlerweile ist Liv 26 Jahre alt und bringt dieses Jahr ihr erstes Werk an die Öffentlichkeit: „ToloT: Gacokis Erbe“, ein Fantasyroman.

Liv wurde 1988 intolot_scribble2_4 Berlin geboren und liebte es schon als Kind, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Nach dem Durchlaufen eines Studiums wohnt sie derzeit noch mit ihrer Familie, bestehend aus ihrem Freund und ihrem kleinen Sohn, in Berlin. Auf die Frage welche Stadt sie sein würde, wenn sie eine nennen müsste, antwortet sie treu mit: „Berlin. Jung, modern und frech“. Aber es soll bald nach München gehen erzählt die ausgebildete Pilotin, die Luftfahrtsystemtechnik studiert hat, aber sich derzeit allein mit ihrem Werk beschäftigt.

Wenn man sie nach ihren Erwartungen und Wünschen in Bezug auf die Neuveröffentlichung befragt, wird schnell klar: sie ist sehr bodenständig. „Ich glaube für den Anfang freue ich mich wenn sich zehn Bücher im Monat abnehmen lassen“ sagt sie.

Neben dem Schreiben liest sie oder macht Sport. „Ich schreibe Fantasy aber lese vorrangig Krimis und Thriller. Ich brauche Spannung und dieses Kribbeln. Liebesromane und Kitsch geht bei mir nicht“ beschreibt sie.

Hätte sie einen Wunsch frei, würde sie sich wünschen dass ihr Werk verfilmt wird. Eins hat sie noch verraten: Die Hauptfigur habe einige Dinge mit ihr gemeinsam, aber das Werk beruhe größtenteils – allein auf ihre Fantasie. Alle, die mehr wissen wollen und neugierig sind, können Liv Scales auf der Leipziger Buchmesse antreffen. Dort wurde sie im Jahr 2013 auch auf den sympathischen Verlag aufmerksam und reichte ihr Manuskript ein.

Ein Beitrag von Nursel Esma Ayar

Werke

ToloT: Gacokis Erbe, Fantasyroman, April 2015