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In Memoriam

Die letzte Strophe
deines Liedes
war verklungen
als er deinen Namen rief
in uns jedoch wird’s
nie verstummen
es singt ganz leise
seelentief.

Edith Maria Bürger

In tiefer Trauer geben wir das Ableben unserer geschätzten Autorin Leo Pinkerton bekannt.
Der Familie und allen Angehörigen – vor allem ihrem Lebensgefährten – drücken wir unser tiefstes Beileid aus.

Leo kam 2013 durch Vermittlung in unseren Verlag. Gemeinsam veröffentlichten wir die fantastische Liebesgeschichte Luftpost zwischen Tag und Nacht.
Als ehemalige Grundschullehrerin ließ sie das Malen mit Buchstaben nicht los und sie schuf die wunderbare Geschichte für Kinder im Erstlesealter: Der Magier aus dem Finsterwald.
Kurz nach Veröffentlichung des Buches ereilte sie im Februar 2016 ein Schlaganfall, von dem sie sich seitdem nicht mehr erholt hat. Daher können wir mit tiefer Gewissheit sagen, dass der Tod eine Erlösung für sie war.
Sie war ein lebenslustiger Mensch mit vielen Talenten und ich bin froh, dass ich sie persönlich kennen durfte.

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Wer steckt eigentlich hinter …

… Leo Pinkerton?

Leo Pinkerton, geboren 1958, beschloss bereits in ihrer Kindheit, Papier und Stift zu ihrem Handwerkszeug zu bestimmen. Mit neun Jahren schrieb sie ihr erstes Gedicht, mit vierzehn die erste Erzählung. „Dass ich daraufhin noch einen Roman schreiben würde, war unausweichlich!“ Die Entscheidung, dies tatsächlich zu tun, fällte die Autorin mit der Idee zu „Luftpost zwischen Tag und Nacht“. Innerhalb von vier Wochen erstellte sie handschriftlich den ersteLeon Entwurf zu dem Buch. Die Idee für die Geschichte und die Charaktere hatte sie bereits im Kopf. Bei ihren Figuren handelt es sich zunächst immer um Fantasiefiguren. „Es gibt jedoch immer auch das eine oder andere Detail an ihnen, das ich irgendwann einmal an einem tatsächlich existierenden Menschen entdeckt habe. Das kann auch der Fußgänger in der Einkaufsstraße gewesen sein, dem ich zwar nie wieder begegnen werde, der mich jedoch so beeindruckt hat, dass ich ihn in einer Geschichte verewige.“ So entstanden schließlich Rufus Wittgenstein junior und Lili Robinson. Die Namen der Figuren ergeben sich dadurch, dass Leo Pinkerton versucht, sich in diese hinein zu fühlen. In „Luftpost zwischen Tag und Nacht“ waren es vor allem die Eigenschaften und die Fähigkeiten der Protagonisten, die ihnen zu ihren Namen verhalfen. Das Nennen von Ortsnamen hat die Schriftstellerin jedoch bewusst vermieden, um die Freiheit zu genießen, die Örtlichkeiten so zu beschreiben, wie sie in ihrer Fantasie aussahen. „Trotzdem sei gesagt, dass das Haus, in der die Geschichte spielt, tatsächlich einmal existiert hat!“

Nachdem der Entwurf fertiggestellt war, ging es an die Korrektur. In mehreren Phasen wurde gestrichen, hinzugefügt und verändert, bis die Geschichte fertig war. In diesem Moment spürte Leo Pinkerton eine riesengroße Erleichterung und ein unglaubliches Glücksgefühl. Oder doch nicht? „Dass die Charaktere mich nun nicht mehr zu jeder Tages- und Nachtzeit begleiten werden, hat mich auch ein wenig traurig gemacht. Ich musste von liebgewonnenen Menschen, mit denen ich eine spannende und manchmal auch schmerzvolle Zeit erlebt habe, Abschied nehmen.“

Um sich und ihr Buch bekannter zu machen, hält die Autorin regelmäßig Lesungen und macht im Internet auf sich aufmerksam. „Es nützt nichts, sich einfach hinzusetzen und darauf zu warten, dass andere einen bemerken – Das würde Lili Robinson wahrscheinlich sagen.“

Leo Pinkerton betrachtet das Schreiben als ihr Lebenselixier, ohne das sie nahezu verhungern würde. Sie möchte ihren Lesern verständlich machen, wie das Leben eigentlich geht. „Meine Worte sind immer Ausdruck dessen, was ich selbst erst mühsam lernen musste, um zu verstehen, warum alles so ist, wie es ist – und nicht anders.“

Aus diesem Grund dürfen wir uns auch in Zukunft auf tolle Geschichten über Freiheit und Liebe, Sehnsucht, Gerechtigkeit und Wahrheit freuen. Zunächst einmal empfehlen wir euch Leo Pinkertons erstes Werk „Luftpost zwischen Tag und Nacht“. Hier findet ihr eine spannende Leseprobe.

Viel Freude beim Lesen!