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12. Dezember

12.12

Erwachsene sind die Vorbilder der Kinder. Sie sehen zu wie Erwachsene etwas trinken – und möchten ebenfalls.

Deshalb haben wir heute für euch das Rezept von Andrea el Gato für einen alkoholfreien Punsch.

 

Muss es immer Alkohol sein?

Allerorten auf den Weihnachtsmärkten und im Supermarkt steht neben Glühwein der Punsch in der Adventszeit ganz oben auf dem Wunschzettel der Besucher. So richtig heißt und wohlschmeckend. Leider hat er eine unangenehme Nebenwirkung: die Birne dreht ziemlich schnell.

Dass es auch leckeren Punsch ohne Alkohol gibt, möchten wir euch heute mit diesem Rezept zeigen.

Ganz einfach und garantiert ohne einen schweren Kopf zu bekommen.

Alkoholfreier Punsch   Bild zu alkoholfreier Punsch    

 

Zutaten für 1 Person:

500 ml Traubensaft, roter
500 ml Apfelsaft
100 ml Orangensaft
200 ml Wasser
2 Beutel Tee, (Früchtetee)
1 Beutel Glühweingewürz

 

Den Traubensaft mit Apfelsaft, Wasser und Orangensaft in einem Topf erhitzen. Teebeutel und Glühweingewürz hinein hängen und ca. 15 Minuten ziehen lassen.

Der Punsch ist lecker und Kinder dürfen ihn genauso trinken wie Erwachsene.
Lasst es euch schmecken!

 

 

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Autoren fragen – Verlegerin antwortet

Endlich Wochenende! Freut ihr euch auch schon so wie ich auf die freien Tage? Obwohl … ein bisserl Arbeit wartet noch, aber das geht fix.

Ich hab euch gestern angeboten, dass ihr mich ausquetschen dürft, und ihr habt das Angebot reichlich genutzt. Mehrfachfragen, habe ich zusammengefasst.

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Für euch die wichtigste Frage war:

Wie viel Manuskripte bekommst du am Tag/im Monat?

Noch sind wir nicht so groß, dass die Manuskripte in der Mehrzahl am Tag eintrudeln. Aber pro Monat sind es in etwa zwischen 10 – 15 Angebote.

Wie wählst du aus der Flut aus? Wie lange brauchst du, um zu entscheiden, ob ein Manuskript gut ist?

In der Regel senden mir die Autoren ja eine Leseprobe und das Exposé. Wenn mich das Thema interessiert, fordere ich das Gesamtmanuskript an. Das geschieht jedoch leider nur bei wenigen. Mich interessiert zuerst, ob der Autor die deutsche Sprache beherrscht, ob sein Konzept schlüssig ist, ob das Genre zum Verlag passt. Letztendlich frage ich mich, ob das Buch eine Chance auf dem Buchmarkt hat. Überlege, wie ich es vermarkten könnte. Wenn ich mir nicht sicher bin, frage ich auch schon mal bei Kollegen nach.

Musst du dafür das gesamte MS durchlesen?

Ja. Wenn ich das Gesamt-MS angefordert habe, lese ich es von Anfang bis Ende und mache mir dabei Notizen. Bekommt der Autor doch eine Absage, kann ich ihm gleich Hinweise mit auf den Weg geben, warum ich ihn nicht angenommen habe. Viele haben sich dafür bei mir bedankt und können so ihr MS überarbeiten.

Ist dir lieber, wenn der Autor über eine Agentur kommt?

Ich arbeite gern mit Literaturagenturen zusammen, bürgen sie ja für eine gewisse Qualität. Natürlich muss ich auch hier alles lesen, aber ich weiß zumindest, dass die Einsendung schon einmal von fachkundiger Seite auf Markttauglichkeit angeschaut wurde.

Warum hast du einen Verlag gegründet?

Ja, die Frage nach dem Warum, ist manchmal etwas schwieriger zu beantworten. Ich könnte jetzt pathetische Formulierungen wählen, von wegen: weil ich unbekannten Autoren eine Chance geben wollte, weil ich Bücher liebe, weil ich nach der Trennung von meiner Partnerin nicht aufgeben wollte … Aber das träfe es nur zum Teil. Auf jeden Fall ist von Jedem etwas dabei. Aber die Wahrheit ist, dass ich mich in Spanien oft nicht ausgefüllt gefühlt habe. Irgendwie war ich immer auf der Suche nach der Sache, der ich mein Herz schenken kann. Das Fernstudium war fertig und dann war da so ein Loch. Bumm. Als dann der Zufall das Thema: „eigener Verlag“ ins Gespräch brachte, wusste ich von der ersten Sekunde an: Das ist es! Anfangs war ich mir nicht bewusst, wie viel Arbeit hier drin steckt. Außenstehende sehen ja auch nur einen kleinen Bruchteil von dem, was im Hintergrund läuft. Mich ärgert nur, dass ich nicht eher einen Verlag gegründet habe, und so viele Jahre meines Lebens mit anderen Dingen verbracht habe.

Wir sehen immer nur dich in Facebook. Wie viel Leute arbeiten im Verlag?

Derzeit wirbeln im Hintergrund zwei Praktikantinnen und meine liebe Claudia im Lektorat. Wir arbeiten mit zwei Grafikagenturen, die wir einsetzen, wenn ein Cover oder andere grafischen Dinge anliegen. Dann arbeiten wir mit einer Presseagentur zusammen, die für uns die Pressemeldungen an Zeitungen, TV und Radioformate schickt. Ab März stößt eine weitere Mitarbeiterin zu uns, die sich ausschließlich um Social Medien und unsere Leserunden auf Lovelybooks kümmert. Das Verpacken, Aussenden und Fakturieren hat seit etwas über einem Jahr Runge inne. So muss ich mir keine Gedanken ums Rechnungen schreiben machen und ob die Bücher auch ordentlich verpackt sind. Meine Wenigkeit sitzt ebenfalls im Lektorat und telefoniert den Rest des Tages, um Buchhandlungen auf unsere tollen Bücher aufmerksam zu machen. (hab ich wen vergessen?)

Ich weiss, du hast ein Buch veröffentlicht. Vermisst du das schreiben, schreibst du noch?

Ich schreibe doch den ganzen Tag :0) Ja, ich vermisse das intensive Arbeiten an meinem Buch schon, was ich derzeit nur am Wochenende schaffe. Aber Stück für Stück wächst die Story und … ach lasst euch einfach überraschen. Vielleicht lade ich dich dann, wenn es fertig ist,  als Testleser ein.

Müssen Autoren  bei dir etwas bezahlen, wenn sie ihr Buch veröffentlichen möchten?

Nein!

Wie finanziert sich der Verlag, wenn du keine Gelder nimmst?

Noch ist der Verlag klein, trägt sich nicht hundertprozentig selbst und wir schießen nicht selten privat Geld zu. Der Vorteil ist aber, dass alles selbst finanziert ist, der Verlag auf absolut soliden Beinen steht und unsere Vorjahresbilanz sogar ganz gut aussah.

Was liebst du am meisten an Deiner Arbeit?

Puh, da muss ich überlegen. Es sind so viele Facetten. Ich mag die enge Zusammenarbeit und Kommunikation mit euch Autoren. Ich mag es, ein Buch entstehen zu sehen. Ich mag es, wenn wir aus einer kleinen Grundidee ein tolles Cover gezaubert haben. Und ich kann arbeiten, wo immer es Internet gibt. Durch den anstrengenden Job meines Mannes, ziehen wir halt durch die Welt und ich kann überall arbeiten, wo immer es eine Internetleitung gibt.

Was magst du nicht?

Die monatliche Steuerabrechnung. Aber sie muss halt auch sein. Augen zu und durch.

Stellst du auch auf der Buchmesse aus und wenn ja, wo?

Jaaa … wir stellen aus. Auf der Leipziger Buchmesse vom 14-17.März 2013 findet ihr uns in der Kinder-und Jugendbuchhalle 2 Stand L 104.

Warum präsentierst du den Verlag auf der Buchmesse?

Hast du diese Frage jetzt ernst gemeint? Die Buchmesse ist die Schnittstelle zwischen virtueller und realer Welt. Sie dient dem sich Treffen, Kennenlernen, der Kommunikation, dem Lernen, dem Vorstellen … hach Buchmessen sind einfach toll. Für einige wenige Tage treten Autoren und Verlag gemeinsam auf, wir können quatschen, fachsimpeln, wir treffen uns mit Buchbloggern, Lesern, Kollegen. Letztendlich ist sie die ideale Plattform unsere Bücher der Öffentlichkeit zu präsentieren. Im vergangenen Jahr kam ein deutscher Buchbinder an unseren Stand und kontrollierte, wie unsere Bücher produziert waren. Ich wette, er hat nur nach einer Gelegeheit gesucht, so nach dem Motto: Kleiner Verlag, das kann ja keine gute Qualität sein. Er hat ein Buch in der Hand gehalten, das zweite Buch. Aufgeschlagen, Papier gefühlt, Klebung angeschaut, Deckel angeschaut, Klappen auf und zu … Dann meinte er: „Gute Arbeit, gibt nix zu meckern, wo lasst ihr denn drucken?“ Genau deswegen stelle ich aus.

Ich wäre schon dumm, wenn ich mir diese wertvolle Gelegenheit entgehen ließe.

Puh, das war jetzt eine ganze Menge. Ich hoffe, ich habe keine Frage vergessen. Am  Montag stelle ich euch Thomas Löffler vor. Bis dahin wünsche ich euch ein geruhsames oder für die Rheinländer wohl eher ein lustiges Wochenende.
Herzlichst eure Andrea el Gato