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24. Dezember

 

Heiligabend Adventskalender

 

 

„Dezember“

 

Das Jahr ward alt. Hat dünnes Haar.
Ist gar nicht sehr gesund.
Kennt seinen letzten Tag, das Jahr.
Kennt gar die letzte Stund.
Ist viel geschehn. Ward viel versäumt.
Ruht beides unterm Schnee.
Weiß liegt die Welt, wie hingeträumt.
Und Wehmut tut halt weh.
Noch wächst der Mond. Noch schmilzt er hin.
Nichts bleibt. Und nichts vergeht.
Ist alles Wahn. Hat alles Sinn.
Nützt nichts, dass man’s versteht.
Und wieder stapft der Nikolaus
durch jeden Kindertraum.
Und wieder blüht in jedem Haus
der goldengrüne Baum.
Warst auch ein Kind. Hast selbst gefühlt,
wie hold Christbäume blühn.
Hast nun den Weihnachtsmann gespielt
und glaubst nicht mehr an ihn.
Bald trifft das Jahr der zwölfte Schlag.
Dann dröhnt das Erz und spricht:
„Das Jahr kennt seinen letzten Tag,
und du kennst deinen nicht.“

(Erich Kästner)

 

So viele Dinge spuken mir im Kopf herum, doch jetzt sitze ich hier und weiß nicht so richtig, wo ich anfangen soll.
Auf jeden Fall möchte ich mich bedanken. Bei jedem Leser, jeden Blogger und jeden Fan, den wir in den vergangenen zwölf Monaten erreichen konnten. Ich hoffe sehr, dass wir euch mit den Geschichten und Büchern, die wir in diesem Jahr veröffentlicht haben, berühren konnten. Dass wir euch Freude bereiten konnten, euch mitnehmen konnten auf Reisen in die verschiedensten Gebiete. Ob nach Raukland, nach Etenya, nach Mary Island, Zimazans – ob mit nach München oder Berlin. Jeder unser veröffentlichten Titel wurde mit viel Herzblut vonseiten der Autoren geschrieben und von uns produziert.

Noch ist nicht alles perfekt. Das wissen wir. Immer wieder verstecken sich zum Beispiel Fehlerteufelchen und das so geschickt, dass sie es schaffen, trotz mehrfachen Korrekturlesens bis in die Druckerei zu kommen. Das ist ein Phänomen, das mir noch ziemliches Kopfzerbrechen bereitet und an dem wir unbedingt im kommenden Jahr arbeiten müssen. Aber wir haben in 2014 so viel erreicht, dass der Rückblick insgesamt positiv ist.

Ganz besonders möchten wir uns bei unseren Autoren bedanken. Ohne die gute Zusammenarbeit mit euch, wären die gemachten Erfolge nicht erreichbar gewesen.

Wir freuen uns auf ein gemeinsames, erfolgreiches neues Jahr, aber heute und hier wünsche ich jedem Leser dieses Blogs

Friedsame Weihnachtstage!

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22. Dezember

 

 

22.12

Ein leckeres Rezept hat heute Sabine Tetzner, Autorin von „Der Rosenbaum“ für euch zusammengestellt. Viel Spaß beim Nachbacken.

 

Lucias Plätzchen

 

Zutaten:

250g Butter

100g Puderzucker

1 Pck. Vanillezucker

250 g gesiebtes Mehl

100 g Vanille-Puddingpulver

 

Zubereitung:

Weiche Butter, Zucker und Vanillezucker verrühren. Gesiebtes Mehr und Puddingpulver hinzugeben. Den Teig zu kleinen Kugeln formen, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und mit einer Gabel flachdrücken, damit ein Muster entsteht. Die Plätzchen, die hell bleiben sollen,  8 – 12 min bei 180 – 200 Grad backen. Nach dem Backen vorsichtig vom Backblech lösen und auskühlen lassen.

Viel Spaß und guten Appetit!

 

 

 

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21. Dezember

21.12

Die Goldatmerin ist das Erstlingswerk von Susanne Markgraf. Die Autorin hat für eine kleine Geschichte geschrieben und auch heute könnt ihr wieder etwas gewinnen. Der 25-Euro-Gutschein kann euch gehören, wenn ihr uns folgende Frage richtig beantwortet:

Welches Lied wird in der Geschichte leise vor sich hin gepfiffen?

Bei mehreren richtigen Einsendungen Entscheidet wie immer das Los. Viel Glück!

Nektar und Ambrosia

Sogar die Schneeflocken scheinen wie festgefroren in der Luft, die anderen Menschen auf der Straße sind in ihren Bewegungen erstarrt. Es ist wie in Dornröschen. Außer, dass ich da nicht mitgemacht habe. Ich hätte, wenn mich jemand gefragt hätte, ehrlich, ich bin nämlich kein Drückeberger.

Aber so … Jedenfalls, gerade, als alle denken, mei, Heiligabend und jetzt fängt´s auch noch das Schneien an; steht alles still. Autos, Busse, Straßenbahnen, Menschen, Tiere – sogar der Wind. Wirklich alles – außer mir. Nach einer Schrecksekunde klopfe ich meine Beine ab und kneife mich immer wieder in die Arme. Bei mir ist alles wie immer. Rheuma und Obdachlos – ich könnte was zum Trinken gebrauchen. Vorsichtig stupse ich die junge Frau, die mir am nächsten steht, an der Wade an – nichts passiert. Sie steht felsenfest, da bewegt sich keine Zelle. Wow. Bevor ich auf dumme Gedanken kommen kann, seh ich auf einmal dieses grelle Licht. Ich denk noch, Mann, drehn die jetzt nen Film hier, oder was? Das sieht aus, als würde gleich ein UFO vor meiner Nase landen und es wird auch ziemlich warm. Gut, das stört mich jetzt nicht wirklich. Schließlich sitz ich seit drei Stunden hier und betrachte die neuste Schuhmode. Hin und wieder beugt sich jemand zu mir runter, sagt etwas und manch einer legt sogar etwas Kleingeld in den Pappbecher, der vor mir steht. Ein wenig geschmeidiger als sonst stehe ich auf, und ziehe meine verschlissene Cordhose zurecht, um dann mal ernsthaft nachzusehen, was da jetzt passiert ist. In dem Moment streckt sich mir die Hand entgegen. Ohne groß zu überlegen, greife ich beherzt zu. Die Hand sieht sauber aus und schlimmer kann’s nicht werden.

Sie gehört zu einem ziemlich gutaussehenden Typen, obwohl er zu lange Haare hat. Und das weiße Teil, das er da trägt, ist zwar auffällig, aber das ist ja nicht zwingend gleichbedeutend mit schön. Aber die Langhaarigen sind fast immer für nen Euro gut, sag ich zu mir selbst. Deshalb folge ich dem leichten Ziehen, das von seiner Hand ausgeht. „Hallo Ben“, sagt er. Freunde, ich sag’s euch ganz ehrlich: wär ich n Mädchen, es wär um mich geschehn allein vom Klang der Stimme. Bin aber keins. Stattdessen frage ich ziemlich intelligent: „Wohin gehen wir?“ Der Typ legt nen Zahn zu und ich komm kaum dazu, mir die Statuen anzuschauen, die eben noch schnell die letzte Kleinigkeit vor Heiligabend besorgen wollten. Gut, das Raum-Zeit-Kontinuum der Restwelt geht mir grad da vorbei, wo mich ziemlich viele Leute mal können. „Was trinken“, antwortet der Weihnachtstyp und zieht mich schon in die nächste Kneipe. TZ! Hier ist auch alles festgefroren. Wir setzen uns an die Bar und ich komm mir vor wie im Wachsfigurenkabinett. Da kommt mir ein Doppelter gerade richtig. Bevor ich was bestellen kann, seh ich, dass der Barmann auch eingefroren ist. Mist. Die Getränke bewegen sich dann sicher auch nicht so, wie sie es sonst tun. Mein Begleiter greift über den Tresen, zieht eine Flasche hervor und macht es sich auf dem Barhocker bequem. „Ich bin Michael, aber du kannst mich Mike nennen, das machen fast alle so“, sagt er. Michael-Mike macht ein paar seltsame Handbewegungen über der Flasche, um sie mir dann zu reichen: „ Hier, Ben trink. Du hast darum gebeten.“ Wenn einer von Ihnen Reporter oder sowas ist, ich gebe Interviews, denn jetzt wird es wirklich krass. Ich nehm natürlich einen guten Schluck, keine Umwege über irgendwelche Geschmacksknospen, gleich die Kehle runter, und warte auf den Brand, der sich erst bis in die Magengegend vorarbeitet und sich dann im ganzen Körper verteilt. Aber nix gibt’s. Kein Brand, keine Wärme, kein Alkohol, aber hey, das ist das Beste, und ich meine wirklich das Allerbeste, das mir jemals zwischen die Kiemen gekommen ist. „Was das?“ Zu mehr bin ich nicht fähig. Dieser Geschmack in meinem Mund und erst das Gefühl … wenn mich jetzt jemand fragen würde, ob ich fliegen kann, würde ich sofort und absolut überzeugt mit ‚Ja‘ antworten. „Das Zeug heißt Nektar. Keine Ahnung, warum ihr alle so heiß auf dieses Alkoholzeugs seid, wo doch Nektar in Hülle und Fülle zur Verfügung steht.“ Mit diesen Worten nimmt er mir die Flasche aus der Hand und nimmt selbst drei, vier gute Schlucke. „Aaaah“, macht er, „ das ist wirklich … ähem … göttlich. Hier, nimm von dem Ambrosia, ist auch sterneverdächtig, wenn Du mich fragst. Nun zu dir, Ben.“ Langsam wird mir ein bisschen unbequem. Wir sitzen da zwischen den ganzen Statuen, trinken Nektar und der Typ guckt mich an, ohne weiter was zu sagen. Also, nicht, dass ich noch Termine habe heute, und mittlerweile bin ich nicht einmal mehr sicher, ob ich gern welche hätte. Als Heiligabend bei mir auch noch ganz normal Heiligabend bedeutete, mit Frau und Kindern, Christbaum, Gans und Geschenken, da war ich oft genervt von der Hektik und dem Stress, der die Menschen zur Vorweihnachtszeit regelmäßig fest im Griff hatte. Aber seit ich gezwungen war, meinen Wohnsitz auf den Seitenstreifen der Schnellstraße zu verlegen, brauch ich nichts mehr. Bis auf eine Menge Rotwein. Natürlich nicht das edle Zeug, das ich früher mit Kollegen und Geschäftspartnern auf einen gelungenen Abschluss getrunken habe. Nein, ich bin umgestiegen auf Mainstream. Preiswerten Mainstream. Der wird meist Kartonweise geliefert. Geht mir auch am Allerwertesten vorbei. So habe ich das allseits beliebte ‚der Weg ist das Ziel‘ zu einem rein ergebnisorientierten Leistungstrinken abgewandelt. Einmal Leistungsträger, immer Leistungsträger, merken Sie sich das. Pfff, der Typ kann einen fertig machen. Nun zu Dir, Ben äffe ich ihn insgeheim nach. „Also, was kann ich für Dich tun?“ sagt er genau diesem Moment und hält mir noch einmal die Flasche mit dem Hammergesöff hin. Da heute mein Tag des beherzten Zugreifens zu sein scheint, zögere ich nicht weiter und trinke gierig, bevor man mir diese Köstlichkeit wieder aus der Hand nimmt. „Was Du für mich tun kannst? Hahaha“, sage ich und wische mir den Mund ab, nachdem ich die Flasche fast geleert habe. Ich kann kaum aufhören zu lachen, mei, so gut hab ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. „Was Du für mich tun kannst“, wiederhole ich, und versuche verständlich weiterzusprechen, „da gäbe es so einiges: Arbeit, Haus, Frau, Kinder, um damit anzufangen, was ich einmal hatte. Michael-Mike starrt mich entgeistert an: „Wie jetzt, das ist alles? Etwas Anspruchsvolles hast Du nicht auf Lager?“ Er seufzt und rutscht von seinem Hocker. „Mach‘s gut, Ben, alter Junge, und versuch bitte, nicht den Verstand zu verlieren, wenn Du da wieder raus gehst.“ Mit den Worten will der Hippie mit dem fantastischen Gesöff offensichtlich die Biege machen. Aber nicht mit mir. „Hey, wann kommst wieder mal in die Gegend? Bringst Du mir dann etwas von dem Zeug hier mit?“ Mit der rechten Hand schwenke ich die Flasche hin und her. Der Typ ist schon an der Tür, als er sich noch einmal umdreht und sagt: „Nächstes Jahr um dieselbe Zeit schau ich gern wieder vorbei. Bis dann also“, nickt er mir zu und schwupps – wie weggezaubert, der ganze Mann.

Meine Frau hat später gesagt, ich sei leichenblass gewesen, als ich aus der Bar kam, in der ich nach einem Weihnachtsstreit wie aus dem Bilderbuch eigentlich nur zwei Glühwein für uns besorgen wollte, um nicht länger diese Tränen fließen sehen zu müssen. Ohne jetzt dramatisch werden zu wollen, wir haben viel geweint diese Weihnachten. Und viel gelacht. Viel Spaß mit den Kindern gehabt, mit allen Verwandten und Bekannten – es war das wundervollste Weihnachten meines ganzen Lebens. Und seitdem weiß ich um die Kunst, den Moment zu genießen, an jedem Tag. Sei glücklich. Sag Deinen Leuten, dass Du sie liebst. Sag Deinem Spiegelbild, dass Du Dich selbst liebst. Wertschätze die Natur. Diese und einige andere Weisheiten hingen ein paar Wochen an den Wänden in unserem Haus, doch wir brauchen sie schon lange nicht mehr.

Heute ist es soweit. Heiligabend. Ich habe eine Verabredung mit Michael. Ich sehe ihn schon weitem ganz in der Nähe der Bar, in der wir letztes Jahr um diese Zeit gesessen haben. Er winkt mir zu, als ich näher komme, in der Hand eine Flasche von diesem Nektar. Aber ich bin nicht deswegen hier. Nektar ist das Lachen meiner Kinder, der Kuss meiner Frau und der Tau auf dem frühmorgendlichen Sommerrasen, Ambrosia sind unsere Weihnachtsplätzchen. Etwas anderes nagt seit fast einem Jahr an mir: „Hallo Michael“, grüße ich ihn, als ich fast auf seinen Füßen stehe, „ wie ist es Dir ergangen im letzten Jahr?“ „Hey Mann, schön, Dich zu sehen, Du siehst ja geradezu glücklich aus, ganz anders als bei unserem ersten Treffen. Warst Du da nicht ziemlich schlecht gelaunt?“ Er zwinkert mir mit einem Auge zu, nimmt einen satten Schluck aus der Flasche und hält sie mir einladend entgegen.

Bestimmt schiebe ich seine Hand mit der Flasche zur Seite und frage drauflos: „Warum hast Du gerade mir gezeigt, wie schön das Leben ist, das ich habe, und wie es auch aussehen könnte? Warum hast Du mich ausgewählt, warum ausgerechnet mir Deine Hand entgegengestreckt, um den Sinn des Lebens zu offenbaren? War ich ein besonders schwieriger Fall?“ Verlegen versuche ich ein bisschen Leichtigkeit in die ganze Atmosphäre einfließen zu lassen, vergebens, aber jetzt, wo ich die Frage gestellt habe, kommt sie mir ein wenig schwülstig vor. Michael bricht in schallendes Gelächter aus, und ich wundere mich nicht über das merkwürdige Echo, dass die umherstehenden Statuen erzeugen. „Du denkst tatsächlich, Du wurdest auserwählt? Mann, Dein Humor ist wirklich von der besonderen Sorte. Jetzt hör mir mal zu: Alle, wirklich alle haben an diesem Tag meine ausgestreckte Hand gesehen, aber Du warst der Einzige, der sie ergriffen hat. Mach‘s gut Ben, ich hab noch zu tun.“ Und wie vom Erdboden verschluckt ist er. Auf meinem Heimweg sehe ich noch, wie er eine junge Frau hinter sich herzieht und auf die kleine Bäckerei an der Ecke zusteuert. Der Anblick zaubert ein Lächeln in mein Gesicht, eines von der Sorte, das aus dem Bauch kommt und den ganzen Körper erfasst. ‚Leise rieselt der Schnee‘ pfeife ich auf meinem Heimweg, immer noch glückselig lächelnd.

Wir wünschen euch und eurer Famile einen zauberhaften dritten Advent!

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20. Dezember

20.12

 

Die Wartezeit verkürzt euch heute Hedwig Kleineheismann. Selbst vom schweren Schicksal getroffen, welches sie in ihrem Buch Mein Kind soll Leben niederschrieb, möchte sie euch heute mit ihrem Gedicht Mut machen. Viel Spaß!

 

„G l ü c k“

 

Glück“ findest Du nur in den kleinen Dingen

 hör’ doch mal zu, wie die Vöglein singen,

schau’ doch mal auf zu den riesigen Bäumen,

  fang einfach an, mal wieder zu träumen

spür` doch die Wärme, den Sonnenschein

   und klag´ doch nicht, Du wärst allein.

 

Glück, findest Du hier, heute und morgen,

   such´ es für Dich, bei all´ Deinen Sorgen.

 Siehst Du dort das Veilchen verborgen stehn?

    Hast Du die hübsche Wolke am Himmel gesehn?

 Spürst Du wie der Wind Dich zärtlich umweht?

    Glaub` doch daran, es wird weiter gehn`!

 

 Glück, findest Du auch in jedem Kindergesicht,

    das sich Dir zuneigt, von Liebe spricht.

  Spürst Du das Vertrauen von diesem kleinen Wesen,

     das nichts von Dir fordert, doch sehr viel kann geben.

   Schau´ ihn Dir an, den strahlenden Augenblick,

    fass´ neuen Mut und geh´ nicht zurück!

 

 Glück, findest Du in so vielen Bereichen.

   Komm`, lass uns reden noch ein Weilchen.

 Ich möchte` Dir noch zeigen, wie schön bei der Nacht,

    der Herrgott den Sternenhimmel für Dich gemacht.

  Schau` doch nur, wie er leuchtet hell und klar.

     Wein` bitte nicht, ich bin Dir doch nah`!

 

 Komm nimm meine Hand, stütz Dich auf mich.

     Wir finden zusammen auch das Glück für D I C H!

 Vergiss Deine Tränen, den Schmerz und das Leid,

     Ein Lächeln von Dir – und das Glück ist nicht weit!

 

 

                                               H.K.

 

 

 

 

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19. Dezember

19.12Mögt ihr Bratäpfel?

Früher, ja früher, da gehörten Bratäpfel wie Tannenzapfen zum Winter. Jeder besaß einen Kohlenofen und da konnten die Äpfel im Ofenrohr so langsam vor sich hin schmoren und zu lecker süßen Bratäpfeln werden.

Die Zeit ist leider vorbei und die Frage ist ja mittlerweile: Wer kennt überhaupt noch Bratäpfel?

Um eure Erinnerung etwas aufzufrischen und euch zu zeigen, wie man auch heute oberleckere Bratäpfel zaubern kann, möchte ich euch heute ein Rezept für Bratäpfel vorstellen.

Was alles benötigt ihr?

Natürlich Äpfel.

Pro Person einen Apfel, am besten eignet sich die Sorte Boskop.
Danach müsst ihr entscheiden, wie ihr den Apfel zubereiten möchtet. Mit Vanilleies? Mit Vanillesoße? Oder möchtet ihr den Apfel mit einer Marzipanmischung füllen?

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Ich möchte euch heute die Marzipanmischung zeigen.

Wer kein Marzipan mag, kann die Marzipanrohmasse natürlich auch weglassen. Überspringt dann einfach die Schritte mit dem Füllen und gießt entweder nach dem Backen Vanillesoße in die Öffnung oder gebt leckeres Vanilleeis hinein.

Für die Füllung von vier Äpfeln benötigt ihr:

EL Rosinen
100 g Marzipanrohmasse
3 EL Mandel(n), gehackt
4 EL Zitronensaft
⅛ Liter Apfelsaft
1 Pck. Saucenpulver, Vanille für 1/2 l. Milch
2 EL Zucker
½ Liter Milch
Rosinen
Mandel(n) 

Marzipan in Stücke schneiden. Die Rosinen und Mandeln damit verkneten. Masse in 4 Stücke teilen. In 1 cm dicke Rollen formen.
Von den Äpfeln einen Deckel abschneiden. Das Kerngehäuse ausstechen. Je eine Marzipanrolle in die entstandenen Löcher stopfen. In eine flache Auflaufform setzen, mit Zitronen- und Apfelsaft beträufeln und 25 Minuten bei 200° im Backofen braten.

Soßenpulver mit Zucker und 3 EL Milch verrühren. Die restliche Milch aufkochen und Soßenpulver hinzufügen und unter Rühren aufkochen.

Die Soße über die Bratäpfel gießen, mit Rosinen und Mandeln bestreuen.

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mit Marzipanfüllung
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mit Vanilleeis

Lasst euch diese Köstlichkeit gut schmecken!

Bratäpfel sind auch ausserhalb der Weihnachtszeit ein fruchtig süßer Nachtisch.

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18. Dezember

18.12

 

Der Countdown läuft: Nur noch sechs Tage bis zum Weihnachtsfest! Heute ist wieder ein Tag, an dem ihr etwas gewinnen könnt. Um die Smartphone-Hülle zu ergattern, beantwortet uns bitte die Frage: Wann feiern die Spanier Weihnachten? Viel Glück!

 

Habt ihr alle schon fleißig Plätzchen gebacken? Nina Nanula hat für euch ein Rezept für Schoko-Nuss-Plätzchen zusammengestellt. Viel Spaß beim Nachbacken.

 

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17. Dezember

17.12Jonathan Philippi, Autor der Mary Island Serie, verschönert euch den Tag mit einer kleinen Geschichte. Viel Spaß!

Kugelblitz

 

In dieser düsteren Dezembernacht war ich wie üblich allein. Der Nachbarhund hatte ein paar Mal angeschlagen, bevor er um Mitternacht endlich Ruhe gab. Ich wälzte mich noch eine Weile in meinem Bett hin und her, hörte meine alte Villa ächzen und knarren und war gerade am Einschlafen, als ich spürte, dass es plötzlich ganz hell im Zimmer wurde. Ich öffnete die Augen und sah direkt neben dem Fenster ein kugelrundes Etwas, das grell leuchtete. Gehört davon hatte ich schon, aber gesehen hatte ich es noch nie. Ich starrte gebannt auf das, was da langsam hereinschwebte und mich umkreiste. Ich setzte meine Brille auf und erkannte klare Strukturen. Hellblaue elektrische Entladungen zuckten um den Energieball. Ich erwartete, dass der Kugelblitz gegen ein Stück Metall stieß, zerplatzen und es zerbröseln ließe.

Im Fernsehen hat jemand berichtet, dass so ein Kugelblitz durch das halbe Haus schwebte und die kleine Metallkette, die den Stöpsel der Badewanne festhielt, pulverisierte.

Aber das passierte nicht. Die Erscheinung zischte und kam näher.

Instinktiv hielt ich die Bettdecke vor mein Gesicht, um nicht zu verbrennen. Dumm, nicht wahr? Eine Daunendecke und eine Million Volt, lachhaft. Mit einem Schlag wurde es dunkel und still. Das Phänomen war verschwunden, so schnell und leise, wie es gekommen war. An weiterschlafen war nicht mehr zu denken. Immer wieder schreckte ich auf. Als der Tag graute, kleidete ich mich an. Ich traute mich nicht, zu duschen, aus Angst der Kugelblitz könnte mich genau dort erwischen.

Als ich mein Haus verließ, traf ich ihn das erste Mal. Er grüßte freundlich und überschwänglich. »Schönen guten Morgen, Herr Meppen«, sagte er zu mir und lupfte seinen Hut. Ich muss ihn angestarrt haben, wie ein Betrunkener den Laternenpfosten, der im Weg steht.

»Moin, Moin«, brummte ich zurück.

»Herr Meppen, ich wollte … nein ich muss Sie etwas fragen, bitte.«

Ich stoppte meinen Schritt und wandte mich ihm zu.

»Heute Nacht …«, flüsterte er verschwörerisch.

»Heute Nacht?«, fragte ich.

»Ja, wie war es, ich meine …«

»Was soll heute Nacht gewesen sein?« Ich mochte ihn nicht. Er roch schlecht, hatte dunkle Zähne und sein schütteres, dünnes, ungepflegtes Haar spross in wirren Strähnen ab. Einfach widerlich. Er trug einen zerschlissenen Stoffmantel und fleckige Jeanshosen. Um den Saum über den ausgelatschten Turnschuhen waren sie voll Lehm und Straßendreck. Er sah wie einer der Penner aus, die im Schutz der Dunkelheit um den alten Bahnhof schleichen. Ich glaubte, er würde mich jetzt um zehn Euro anhauen. Ich lebte nun bereits seit zwölf Jahren hier und wusste natürlich, dass dieser Mann drei Häuser weiter in der verfallenen Kate seiner Eltern hauste. Aber ich kannte nicht mal seinen Namen.

»Sie haben sie doch bemerkt, oder?«

»Wen?« Er spielte bestimmt auf den Kugelblitz an. Nun das war ein Thema, das ich ausgerechnet mit dieser Kreatur nicht zu besprechen gedachte. Ich stand noch immer unter dem Eindruck dieser imposanten Erscheinung. Aber das behielt ich lieber für mich.

»Ja, das waren sie. Sie sind gekommen.« Er fasste mich an beiden Armen und hauchte mir diese Worte ins Gesicht, ganz nah. Ich las Irrsinn und Wahn in seinen Augen. Seine Miene war derart freudig erregt, dass ich für einen Augenblick daran denken musste, dass so ein Archäologe aussähe, der sich vor der versiegelten steinernen Pforte eines lang gesuchten Königsgrabes befand. Ich befreite mich aus seiner Umklammerung und wischte mir den Mantel ab. »Tut mir leid, ich weiß nicht, wovon Sie reden.«

»Sie haben geschlafen? Sie haben das tatsächlich verschlafen?« Jetzt gluckste er und würgte ein paar Huster nach oben. Er spuckte dunklen Schleim auf den Boden. »Seit dreißig Jahren warte ich auf sie und dann …«

»Was meinen Sie?« Ich wurde lauter.

»Die Außerirdischen«, flüsterte er. »Und Sie haben gepennt! Unfassbar!« Enttäuscht und wütend wandte er sich ab und schlurfte zu seiner Kate.

Ich wollte das nicht sagen, aber es rutschte mir einfach raus: »Sie meinen den Kugelblitz?«

Er zuckte, ein Vibrieren erschütterte den schlaksigen Körper, als er sich umdrehte und mich fassungslos anstarrte. »Kugelblitz?«

»Ja, da war gestern so ein kleiner Kugelblitz in meinem Schlafzimmer, für vielleicht zehn Sekunden, oder auch fünfzehn, etwa einen Meter im Durchmesser und sehr grell.« Ich versuchte, möglichst emotionslos zu wirken, obwohl ich innerlich aufgewühlt war.

Er bog sich wir ein Fleischerhaken, als er wie ein Raubtier vorsichtig um mich schlich und seine Beute von allen Seiten begutachtete.

»Kommen Sie mit!«, sagte er in einem völlig neuen, nüchternen Ton. Es war keine Bitte, es war ein Befehl.

Wie hypnotisiert folgte ich ihm in die Kate. Zu meiner Überraschung öffnete er die durch mächtige Rosenbüsche verborgene Tür mit einem elektrischen Zahlenschloss. Es brummte und er schritt voraus in einen düsteren, niedrigen Flur. Weiter vorne wickelte sich eine runde steile Treppe dem Dunkel entgegen. Ich erkannte ihn gerade auf dem obersten Absatz und kletterte hinterher.

Oben traf mich der Schlag. Die gesamte Etage war ein einziger Raum. Überall belagerten seltsame Geräte lange Tische. Es piepte und summte, fiepte und krächzte. In der stickigen Luft glaubte ich, einen Bildschirm als Radar zu erkennen. Ständig drehte sich ein hellgrüner Balken und deutete Objekte hinter dem Schatten an. Aus Druckern quollen undefinierbare Linien, Punkte und Zahlenreihen.

»Was, was ist das?«, wunderte ich mich und zeigte auf alles und nichts Bestimmtes.

»Das ist mein Labor. Warten Sie, ich mache einen Kaffee.« Er klang ganz anders, nicht mehr so verzweifelt, sondern fest und stark.

»Sie sind Wissenschaftler«, stellte ich fest.

»Oh ja.«

Darauf schwieg ich. Auf einem Schemel lagen ein paar Bücher. Ich nahm das Obenliegende und blätterte darin. »Instabile Strukturen im Raum – Zeitkontinuum. Dr. Dr. Max Blecker.« Innen fand ich nur mathematische Formeln und Diagramme. Selbst den wenigen Text verstand ich nicht einmal ansatzweise. Auf der Rückseite prangte das Foto des Autors. Ich legte das Buch weg und nahm es dann wieder. Ich hielt das Bild hoch.

Kein Zweifel: Das war jener Mann, der gerade von einer Maschine zwei blitzsaubere Glastassen mit herrlich duftendem, schwarzem Espresso brachte und mir eine reichte. »Ein altes Buch. Es hat zahlreiche Fehler und Irrtümer. Ich warte nur darauf, dass die lieben Kollegen sie finden und mir um die Ohren hauen. Die Hälfte haben sie bereits entdeckt. Es ist mir immer eine Freude, gepfefferte Antwortschreiben zu verfassen!« Er lachte gluckernd und schlürfte seinen Kaffee.

»Sie suchen nach Außerirdischen?«, fragte ich.

»Nein!«

»Nein?«

»Ich habe sie längst gefunden. Ich will … Kontakt.«

»Und Sie glauben, dass ich heute Nacht einen solchen … Kontakt hatte?«

Er nickte nur.

»Ach was.« Ich wischte die Vorstellung wie auf einer imaginären Tafel weg. »Das war ein Kugelblitz.«

»Und wie kam der in Ihr Haus?«

»Durch das Fenster?«, wagte ich vorsichtig einzuwerfen, denn in diesem Moment wurde mir die Unlogik eines solch physikalischen Vorgangs bewusst.

»Sie schlafen bei diesem Mistwetter mit offenem Fenster, ja?«

Er hatte es sofort erkannt. Ich stellte langsam die Tasse auf den einzig freien Fleck auf dem Tisch vor mir. Daran hatte ich noch nicht gedacht. Natürlich. Mein Haus war fest verschlossen und der nahen Küste wegen sturmsicher; man weiß ja nie.

»Ich verstehe nicht«, erwiderte ich und lehnte mich an einen Balken, der das hundertjährige Reetdach stützte.

»Schon gut. Ärgern Sie sich nicht. Aber ich möchte gerne wissen, wie sie ausgesehen haben.« Max Blecker schob mir einen Schemel hin und zog seine Augenbrauen erwartungsvoll nach oben. Ich berichtete.

Als ich geendet hatte, sagte er. »So ähnlich habe ich mir das vorgestellt.« Dann wandte er sich seinen Bildschirmen zu und versank zwischen Linien und Zahlenkolonnen. Er schien nicht einmal zu bemerken, dass ich gegangen war.

An diesem Tag meldete ich mich krank. Ich konnte einfach nicht zur Arbeit gehen. In meinem Haus saß ich am Fenster und beobachtete die Kate mit meinem Fernglas. Erst jetzt fielen mir die vielen Antennen und die kleine runde Kuppel auf dem Dach auf.

Aus Angst, etwas zu verpassen, aß und trank ich nichts außer ein paar Kräckern und einer Flasche Mineralwasser, die ich auf der großen Fensterbank sitzend, zu mir nahm.

Am Abend wartete ich immer noch. Gegen Mitternacht schlug der Hund meiner Nachbarn an. Lauter und lauter. Sein Herrchen versuchte ihn erst zu beruhigen, dann schimpfte er mit ihm, bevor er den winselnden und ängstlichen Rottweiler ins Haus zog.

Genau um 1.15 Uhr wurde es unter dem Reetdach hell. Das Licht drang mit grellen tastenden Fingern blendend hellblau und weiß durch jede Fuge der heruntergelassenen Jalousien. Als wieder Dunkelheit herrschte, wagte ich mich zu ihm. Er war verschwunden. Auch seine Computer waren weg, und seine Bücher. Ich schwöre, er hat das Haus nicht verlassen.

In Vollbesitz meiner geistigen Kräfte habe ich diese Aussage im Dezember 2014 zu Protokoll gegeben vor dem Polizeikommissar Heinrich Wiebelskirchen und dem Polizeianwärter Lukas Mehring. Ich versichere, dass ich die ganze Wahrheit gesagt habe. Professor Doktor Boris Meppen, Philosophische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität.

Geschrieben am

16. September

16.12

Heute ist erneut ein Tag, an dem ihr etwas gewinnen könnt. Eine Printausgabe von Kabischubi und die Herzsteine von Stephanie Urbat-Jarren, wartet auf einen neuen Besitzer.

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Beantwortet uns bitte folgende Frage:  Welches weihnachtliche Gewürz benutzt Viola in ihrem Rezept?

Bei mehreren richtigen Antworten entscheidet wie immer das Los.

In der Adventszeit wird vor allem eines gemacht: gebacken! Mit viel Liebe entstehen kleine und große Köstlichkeiten, die mit weihnachtlichem Duft herrlicher Gewürze für Vorfreude bei uns sorgen.

Ich habe euch ein kleines Rezept zusammengestellt: Apfel-Zimt-Muffins sind schnell zubereitet und ein Backspaß auch für Kinder.

Apfel-Zimt-Muffins:

Die Zutaten:

300 gr. Mehl

100 gr. Zucker

2-3 Äpfel nach Wahl

4 Eier

200 gr. Butter oder Margarine

1 Btl. Backpulver

1 Btl. Vanillezucker

1 Fl. Rumaroma

Etwas Milch

Zimt nach Bedarf

Muffinbackform

Muffin-Papierbacktütchen

Die Zubereitung

Äpfel schälen und in kleine Stücke oder nach Belieben auch in Spalten schneiden. In Wasser einlegen, damit sie nicht braun werden. Backofen auf 200° vorheizen, (Umluft 180°)

Eier, Zucker und Margarine schaumig schlagen. Mehl, Vanillezucker, Backpulver und Rumaroma hinzufügen. Damit der Teig cremig wird, etwas Milch hinzufügen.

Muffinform mit Papierförmchen auslegen, mit dem Teig ¼ füllen. Apfelstücken/Spalten einsetzen, leicht andrücken und mit etwas Zimt bestäuben. Etwas Teig oben auf die Apfelspalten geben, bis sie bedeckt sind. Vorgang wiederholen bis der Teig verbraucht ist.

Muffinform in den Backofen stellen und ca. 20 Min. backen, bis sie goldbraun sind. Zur Sicherheit kurz anpieken, ob der Teig gut gebacken ist. Form 1-2 Min. stehenlassen, dann die Muffins zum Auskühlen auf ein Kuchenrost stellen.

Nach Geschmack mit Sahne garnieren und Servieren. Tipp: Schmeckt besonders gut, wenn sie noch lauwarm sind.

Viel Spaß beim Backen und guten Appetit!

Ich wünsche euch allen eine herrliche Adventszeit,  wunderschöne Weihnachten, ein Frohes Fest und erholsame Tage.

Eure Viola

 

Geschrieben am

15. Dezember

 

15.12Die letzten Kreuzritter – Der Fluch der Gräfin (Veröffentlichung voraussichtlich im März 2015) heißt das Jugendbuch unserer neuen Autoren Lars und Uwe Hunsicker.

Lars Hunsicker ist mit gerade mal 10 Jahren unser jüngster Autor und verwöhnt euch heute mit einer kleinen Geschichte. Viel Spaß!

Kennt ihr Reizwortgeschichten? Genau so eine Aufgabe wurde Lars in der Schule gestellt.

Reizwörter:       Spinne, Stuhl, Lehrerin

Der dunkle Keller

„Guten Morgen“,, begrüßte die Klassenlehrerin ihre Schüler.

„Guten Morgen“, antwortete die Klasse im Chor.

„Heute schreiben wir eine Klassenarbeit im Fach Mathematik“, verkündete die Lehrerin. Ein Stöhnen ging durch die Reihen der Kinder. Die Lehrerin beachtete dies nicht und fuhr fort: „Lasse hole bitte die Trennwände.“

Lasse erbleichte. Er hatte inständig gehofft, dass er nicht an die Reihe genommen wird. Lasse stand widerwillig auf. Die Trennwände standen in dem Keller und er hatte Angst.

„Lasse traut sich das doch nicht“, sagte einer seiner Mitschüler und alle lachten. Lasse beachtete dies nicht, nahm seinen ganzen Mut zusammen und ging aus der Klasse in Richtung Keller. Als er an der Kellertür ankam klopfte sein Herz heftig. Sollte er da wirklich reingehen?

„Nicht nachdenken“, flüsterte Lasse und stieß die Tür auf. In dem Keller war es dunkel, nur eine kleine Lampe erhellte den Raum. Die Schatten flackerten irrwitzig in dem unwirklichen Licht. Lasse sah sich in dem Raum um. Der Raum war voller alter Sachen und in der einen Ecke stand ein Stuhl auf dem der Karton mit den Trennwänden stand.

Sein Herz pochte wild. Noch ein, zwei Schritte und er könnte den Raum samt Karton verlassen.

Urplötzlich ging das Licht aus. Wahrscheinlich ein Stromausfall, dachte Lasse und ging in die Richtung, in der er den Stuhl vermutete.

Dann ging das Licht wieder an und ein riesiger Schatten fiel auf die Wand. Lasses Herz rutschte fast in die Hose. Der Schatten sah aus wie eine Spinne, doch es gab keine so große Spinne auf der Welt! Langsam drehte er sich um.

Vor der Lampe saß eine Spinne, sie hatte den großen Schatten verursacht. Erleichtert drehte sich Lasse zu dem Stuhl um, holte den Koffer, schaltete das Licht aus und ging zurück in seine Klasse.

Als er ankam sagte seine Lehrerin: „Vorhin ist der Strom ausgefallen, ist dir etwas passiert?“

„Nein“, antwortete Lasse schmunzelnd.

Danach schrieben sie die Mathearbeit und Lasse dachte danach, dass es vielleicht noch schlimmer Dinge gab als alleine in den Keller zu gehen …

Geschrieben am

14. Dezember

14.12

 

Advent, Advent, – die dritte Kerze brennt.

Gabi Buchholz hat für euch ein Festmahl zusammengestellt und heute könnt ihr wieder etwas gewinnen: Eine Printausgabe von Passato e futuro, wartet auf ihren neuen Besitzer.

Cover Passato e futuro

 

Meine lieben Leser, anlässlich unseres Weihnachtsfestes und meines Buches Passato e Futuro – Mein Weg in ein neues Leben, das zum großen Teil von meiner Zeit in Sizilien handelt, möchte ich ein original sizilianisches Weihnachtsessen vorstellen.

Ein italienisches Weihnachtsrezept

 

Baccala frittata                                                   bild zu Gabis Rezept stockfisch

Getrockneter Stockfisch

Lauchzwiebel

schwarze Oliven

Gesiebtes Mehl

Den Stockfisch in Blöcke schneiden und ca. 3 Tage in Wasser einlegen und das Wasser täglich wechseln.

 

Am Weihnachtstag wird der Fisch zubereitet. Wir legen den Fisch in einen Topf mit kochendem Wasser und lassen ihn ca. 5-10 Minuten leicht köcheln. Dann gut abtropfen ( vielleicht mit Zewa ) und in eine Mehlpanade legen und leicht salzen. In einer Pfanne Olivenöl heiß werden lassen und den Fisch darin brutzeln lassen. In einer anderen kleinen Pfanne die geschnittenen Lauchzwiebeln leicht braun werden lassen und im Anschluss die schwarzen Oliven hinzugeben. Nachdem die Oliven leicht glasig sind, wird diese Beilage auf dem Fisch serviert.

Und hier jetzt meine Frage:

An welchem Tag wird das Gericht aus Gabis Rezept zubereitet?

Aus allen korrekten Antworten, die ihr unten ins Kommentarfeld eingebt, ermitteln wir den Gewinner per Los. Wir wünschen euch Guten Appetit! und Viel Glück!