Emma in Jeans

(2 Kundenrezensionen)

 16,50

von Heidi Möhker


Jugendroman ab 14 Jahre

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Kategorie: Schlüsselworte: ,

Beschreibung

von Heidi Möhker


Eine unmögliche Liebe zwischen den Zeiten – und zwischen Leben und Tod. Emma kennt die Ewigkeit. Sie verbringt sie allein in ihrer hautengen Jeans, die ihre Mutter ihrnie erlaubt hätte, und mit den Vögeln. Nur manchmal kann sie jemand sehen – so wie Tim. Tim, der keine Ahnung hat, wie es war, in den 60er Jahren jung zu sein. Für den Jeans – egal wie eng – eine Selbstverständlichkeit sind. Und der trotzdem weiß, wie Emma sich damals gefühlt hat. Weil es ihm genauso geht. Weil er sein Leben genau wie Emma beendenwill. Und Emma will alles tun, damit ihm ihr Schicksal erspart bleibt.

2 Bewertungen für Emma in Jeans

  1. Hoppsi

    Emma und Tim

    Klappentext
    Eine unmögliche Liebe zwischen den Zeiten – und zwischen Leben und Tod. Emma kennt die Ewigkeit. Sie verbringt sie allein in ihrer hautengen Jeans, die ihre Mutter ihr nie erlaubt hätte, und mit den Vögeln. Nur manchmal kann sie jemand sehen – so wie Tim. Tim, der keine Ahnung hat, wie es war, in den 60er Jahren jung zu sein. Für den Jeans – egal wie eng – eine Selbstverständlichkeit sind. Und der trotzdem weiß, wie Emma sich damals gefühlt hat. Weil es ihm genauso geht. Weil er sein Leben genau wie Emma beenden will. Und Emma will alles tun, damit ihm ihr Schicksal erspart bleibt.

    Inhalt & Meinung: Achtung Spoiler
    Zunächst möchte ich mich ganz Herzlich bei Heidi Möhker und dem Verlagshaua El Gato bedanken, dass ich an der Leserunde teilnehmen durfte.
    Als mein Blick zum ersten Mal auf das Buch „Emma in Jeans“ viel schoss mir folgender Gedanke durch den Kopf, was für ein seltsamer Titel. Das Cover jedoch zog mich sofort in seinen Bann. Jetzt nachdem ich das Buch gelesen habe erzählt das Cover schon viel von der Geschichte, dass mag ich gern. Je länger man es betrachtet, desto mehr Details tauchen auf. Man möchte auch wissen warum sich die beiden an den Händen berühren, sie ihn mitzieht, was da passiert.
    Und es passiert wirklich jede Menge. Klingt der Titel „Emma in Jeans“ recht harmlos, trifft dies auf den Inhalt und die Handlung keinesfalls zu. Emma lebte 1965, was bin ich froh das ich in einer so offenen und aufgeklärten Welt aufwachsen durfte. Emma hat es schwer, denn sie kann es ihrer Mutter nie so richtig recht machen. Auch die Jungs denen sie begegnet verhalten sich größtenteils nicht sehr ehrenhaft. In diesem ganzen Chaos, wo sie versucht ihren Weg zu finden und ihr doch immer Steine in den Weg gelegt werden überschlagen sich die Ereignisse. Sie fühlt sich in die Ecke gedrängt und einsam und sieht keinen anderen Ausweg als Selbstmord zu begehen. Die gesamte Thematik wird sehr eindrucksvoll beschrieben, ich habe sehr mit Emma mitgelitten und konnte den Druck und die Enge spüren. Heidi Möhker gelingt es außerordentlich gut diese Situation zu beschreiben. Auch ist es mir persönlich wichtig an dieser Stelle zu schreiben, dass der Suizid von Emma deutlich aber kurz und knapp geschildert wird. Wäre die Autorin hier detaillierter vorgegangen, hätte dies die Atmosphäre des Buches zerstört. Von Bedeutung finde ich in diesem Zusammenhang auch die beiden Vorworte, das erste von einem Psychotherapeuten und das zweite von der Autorin. Durch diese wird einem etwas bewusster um welche schwierige Thematik es in dem Buch geht. Auch das innerhalb der Handlung vor den emotional heftigsten Situationen, die Nummern und Ansprechpartner genannt werden an die man sich wenden kann, ist spitze.
    Kommen wir zu Tim, dieser lebt 2018 und muss neben dem plötzlichen Tod seiner Mutter, an dem er sich die Schuld gibt, auch noch den Umzug in eine neue Stadt verarbeiten. Tim ist depressiv und seine Depression ist sehr realistisch beschrieben. Er wird immer kraftloser, verletzt sich selbst, will allem gerecht werden. Dann plötzlich sieht er Emma, anfangs hält er alles für ganz verrückt, aber mit der Zeit Freunden sich die beiden an. Emma mag Tim zu Beginn nicht besonders, am Ende jedoch möchte sie nicht, dass er sich auch das Leben nimmt und versucht ihn zu retten. Dabei ist sie nicht die einzige. Denn es gibt viele Menschen die Tim lieben. Die Geschichte von Emma und Tim verknüpft sich immer mehr, Ereignisse die 1965 vorgefallen sind, haben auch 2018 eine große Bedeutung. Die Dorfgemeinschaft hält zusammen. Es ist einfach wunderbar wie vieles eine Verbindung hat.
    Die Autorin hat 10 Jahre an diesem Werk gearbeitet. Dafür verdient sie meinen Respekt, denn sie schafft es ein sehr wichtiges Thema, ungeschönt, aber nicht hoffnungslos in eine nicht alltägliche Handlung einzubetten. Ich bin der Meinung dieses Buch sollte als Pflichtlektüre in jedem Deutschkurs gelesen werden. Damit das Thema Depression, welches immer noch Stiefmütterlich behandelt wird, mehr Verständnis und Gehör bekommt. Und auch wenn man wie ich schon einige Zeit keinen Deutschkurs mehr besucht hat ist es eine wertvolle Lektüre, die zum Nachdenken und zur Achtsamkeit seinen Mitmenschen gegenüber anregt.

  2. Bücherhausen

    Ein überaus berührender Roman über eine unmögliche Liebe zwischen den Zeiten und zwischen Himmel und Erde!

    Das Buch „Emma in Jeans“ erregte durch sein wundervolles Cover meine Aufmerksamkeit. Ein Mädchen, welches die Erde nicht zu berühren scheint, greift nach einem Jungen, dem es aber nicht möglich ist, zu dem Mädchen zu gelangen. Dies spiegelt den Inhalt dieser Geschichte wieder. Emma, das Mädchen, welches als Geist auf der Erde festgehalten wird und der lebensmüde Junge Tim, der gerade seine Mutter verloren hat, treffen aufeinander. Die beiden verbindet eine Kraft, die sie nicht benennen können. Ihre Gedanken und Gefühle sind untrennbar. Doch wie soll Tim so ein normales Leben führen und was hält Emma an die Erde gebunden?

    Kritik und Fazit:
    Zu dem absolut schönen und passenden Cover habe ich ja bereits etwas geschrieben. Die Anziehung der beiden ungleichen Protagonisten kommt gut zur Geltung. Das Lichtspiel im Hintergrund, welches nach vorne zu drängen versucht unterstreicht den mystischen Charakter der Geschichte und lässt die etwas dunklere Thematik in den Hintergrund treten. Lediglich die dunklen Vögel am oberen Rand des Covers lassen vermuten, dass hier nicht nur Sonnenschein zu finden ist. Und diese Vögel haben eine ganz besondere Rolle in diesem Buch.

    Der Titel des Buches wird vermutlich den ein oder anderen irritieren. Ich kann aber sagen, besagte Jeans spielt eine wichtige Rolle in dem Buch.

    Der Schreibstil ist leicht verständlich und sehr flüssig. Die Seiten glitten nur so dahin und ich hatte das Gefühl tatsächlich in die Gedanken von Emma und Tim eintauchen zu können. Sie waren so greifbar und nachvollziehbar, dass ich von der ersten Seite an gebannt war.

    Zu Beginn werden die Geschichten von Emma und Tim getrennt voneinander erzählt, da Emma ja bereits einige Jahrzehnte vor Tim lebte. Mir war zunächst nicht bewusst, dass es bei diesem Roman eigentlich um Depressionen geht und so war ich vom Verlauf zu Beginn der Erzählung überrascht und zutiefst berührt.
    Langsam finden dann beide Erzählstränge zueinander. Emma, die von allen missverstanden wurde und Tim, der sich für den Tod seiner Mutter verantwortlich fühlt haben eine gemeinsame Gefühlsebene, sobald sie zum ersten Mal aufeinander treffen.
    Man fragt sich die ganze Zeit, wie diese Geschichte nur ein gutes Ende nehmen kann. Doch Heidi Möhker beweist großes Geschick darin, diese extrem emotionale Geschichte zu einem Guten Ende zu führen, ohne dabei unglaubwürdig zu erscheinen.

    Dieser Roman ist ein wundervoller Schatz, der mehr Aufmerksamkeit bekommen sollte, denn Heidi Möhker nimmt sich einem wichtigen Thema an. Definitiv eines meiner Jahreshighlights!

    https://www.buecherhausen.de/heidi-moehker-emma-in-jeans-verlagshaus-el-gato-berlin-2019/

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