115 Tage an Tisch 10 – Wellengeflüster auf Weltreise

Bewertet mit 4.67 von 5 basierend auf 6 Kundenbewertungen
(6 Kundenrezensionen)

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Weltreiseroman von Brina Stein

Softcover
Klappenbroschur

 

Beschreibung

115 Tage an Tisch 10 – Wellengeflüster auf Weltreise – Roman

Völlig unterschiedliche Charaktere erfüllen sich den Traum von einer Kreuzfahrt um die Welt. Viel gemeinsam haben sie nicht, aber allabendlich sitzen sie an dem selben Tisch des Kreuzfahrtschiffes Kosta Onda. Zunächst sehr distanziert, lernen sie sich und fast nebenbei die Welt kennen. Ihre Reise führt sie von Italien rund um Südamerika, durch die Südsee, Australien und um Südafrika herum wieder nach Italien. Nach und nach entwickeln sich Freundschaften und ihre Leben scheinen für 115 Tage ineinander zu verschmelzen. Neben lustigen Anekdoten, die auf wahren Erlebnissen beruhen, beschreibt und vermittelt Autorin Brina Stein aber auch Wissenswertes über Land und Leute. Zudem nimmt sie ihre Leser mit zu den schönsten Plätzen, die sie selbst auf ihrer Weltreise entdeckte. Und das waren einige, in 115 Tagen. Das Buch endet mit der Beschreibung des letzten Abends an Bord, der schließlich zeigt, dass die zusammengewürfelte Gruppe an Tisch 10 in der Welt zusammengewachsen ist und sogar schon ein Wiedersehen plant, was zu Beginn der Kreuzfahrt sicher niemand gedacht hätte.

6 Bewertungen für 115 Tage an Tisch 10 – Wellengeflüster auf Weltreise

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Ulrike Dekker

    Was für ein Roman, ich bin absolut begeistert!

    Dank der Autorin Brina Stein, durfte ich diesen tollen Roman vorab lesen, ich muss dazu sagen, ich habe alle „Wellengeflüster“ – Bücher gelesen und trotzdem schafft sie es immer wieder mich in Ihren Bann auf See zu ziehen. Dieses Mal eine tolle Reise um die Welt und ich hatte das Gefühl „dabei“ zu sein. 115 Tage an Tisch 10 ist ein Buch für jeden Kreuzfahrtliebhaber und auch ganz besonders für die Menschen, die gerne und regelmäßig „Das Traumschiff“ im ZDF verfolgen. Im Grunde ist dieses Buch noch besser, man muss auch nicht die Vorgänger Bücher gelesen haben um hier zu verstehen oder mithalten zu können. Dieses Buch ist für sich eine abgeschlossene Geschichte, obwohl hier noch einiges am Ende“offen“ ist, doch das macht einfach nur neugierig und Lust auf „Me(h)er“:-)
    Der Roman bekommt von mir 5 von 5 Sternen, da alles absolut realitätsnah geschrieben ist, kein Wunder, die Autorin hat diese Reise selbst erlebt. (ich bin ganz neidisch:-))

    Nun zum Inhalt:

    Drei Landfrauen auf dem Weg in die Welt:-) Rita, Rosi und Ute haben auf ihrer letzten Kreuzfahrt beschlossen gemeinsam eine Weltreise auf einem Kreuzfahrtschiff, hier nämlich auf der Costa Onda, zu unternehmen. Sie sind schon ganz aufgeregt, vor allem weil sie ihre 3 Partner zurück lassen, denn es soll eine reine Frauenreise werden. Ute ist völlig aufgelöst und vermisst ihren Kalli bereits auf der Hinfahrt mit dem Bus nach Savona, Italien, wo die Kosta Onda vor Anker liegt und auf ihre Passagiere wartet, die 115 Tage auf eben dieser verbringen werden. Es wird eine lustige Fahrt mit diversen Protagonisten, unter anderem „Bruno Bahn“, wobei hier der Name schon zum schmunzeln einläd:-) Er ist mehr oder weniger ein Einzelgänger, der alles genau kontrolliert und am liebsten von allen beachtet würde, dies aber unter gar keinen Umständen zugeben würde.
    Ich habe die Fahrt nach Savona sehr genossen, mit diversen Zwischenstopps, Pausen und weiteren Passagieren, die zusteigen. Ute hat bereits so viel Geld vertelefoniert, das Rita und Rosi schon ziemlich säuerlich reagieren, aber jeder so wie er mag. Was ist besonders witzig fand das unser wunderschönes „Heidi-Lied“ umgetextet und von den 3 Damen gesungen wurde, somit merkte man gleich das diese eine solche Vorfreude auf die Reise haben und zum Teil den ganzen Transfer-Bus mit in ihren Bann zogen.
    Die Umsetzung der Idee einen Transfer zum Kreuzfahrtschiff zu beschreiben ist hier ziemlich gut gelungen, denn man ist hier schon mittendrin im Geschehen und lernt die einzelnen Protagonisten kennen und lieben, oder eben auch nicht, aber das muss jeder Leser für sich selbst entscheiden.
    Als die Kreuzfahrt dann beginnt, alle Passagiere an Bord sind, begegnet man doch einigen bekannten „Gesichtern“, jedenfalls so fern man die Vorgänger Bücher gelesen hat. Aber es ist definitiv nicht wichtig diese zu kennen, denn Brina Stein schafft es auch in diesem Roman wieder alle Beteiligten kurz zu beschreiben inklusive Lebenslauf, das ist schon wirklich gut gemacht und sehr gut hinbekommen. Ich hatte wirklich das Gefühl auf dem „Traumschiff“ zu sein, sie beschreibt die einzelnen Decks in Details, die Bar´s, die Restaurants und ganz besonders hier Tisch Nummer 10 an dem folgende Protagonisten nun 115 Tage gemeinsam ihre Mahlzeiten einnehmen werden.
    Hierzu gehört unter anderem auch Bruno Bahn, wovon im Grunde keiner zuerst so recht begeistert ist, die drei Landfrauen, dann haben wir ein italienisches Pärchen (älterer Natur) und es verspricht doch eine Gute Reise zu werden.

    Wirklich schön war die Erzählung der verschiedensten Landgänge, ob es Afrika oder Australien war, es scheint dort wunderschön und besonders zu sein, man möchte doch gerne einmal vor Ort sein. Es war auch nicht einfach nur ein Landgang, nein, man hatte wirklich das Gefühl in einem Film zu sein und sein eigenes Bild über die Landschaften oder Städte im Kopf zu haben, vielleicht würde man sogar enttäuscht wenn man einmal in der Realität dorthin fahren würde, wer weiß. Im Buch jedenfalls schien jedes Fleckchen das besucht wird wunderschön und besonders zu sein, einmalige Erlebnisse wurden erzählt, von Personen die in jedem Ort ein T-Shirt kaufen müssen:-) das war schon einmalig, so viele Ideen die hier umgesetzt wurden, obwohl, natürlich es eine wahre Reise mit vielen realen Erlebnissen, aber auch Fiktionen beeinhaltet. Außerdem gibt es an Bord eine Protagonistin „Jessica“ die alle Urlaubserinnerungen in einem Büchlein festhält und auch schon an Bord Lesungen hält, bei denen immer mehr Zuhörer erscheinen. Hierüber lernt sie einen Lektor kennen und dieser macht sich stark für sie bei einem Verlag und siehe da … Jessica wird engagiert… wer weiß in welchem Zusammenhang hier diese Reisegeschichte mit diesem Buch steht?! Ich denke es beeinhaltet einen großen Teil Wahrheit, wofür wir Leser sehr dankbar sein können. Allerdings ist das wirklich Spekulation…
    Man erlebt die verschiedensten Situationen und vor allem auch wie schwierig es sein kann, jeden Abend mit denselben Personen am Tisch zu sitzen, teilweise Verständigungsprobleme zu haben, unterschiedlichste Meinungen und auch hier dann wie im wahren Leben Streitgespräche entstehen, wobei diese doch schnell wieder beigelegt werden. Es ist sicherlich nicht einfach mit den unterschiedlichsten Menschen auf einem Schiff, unter einem Dach und teilweise, wie hier im Buch, z.B. 7 Seetage miteinander verbringen zu „müssen“ ohne Land in Sicht. Das ist doch sehr interessant und hat mir sehr viel mit auf den Weg gegeben, hier muss man kompromissbereit sein und viel Geduld haben und sicherlich auch einmal „klein bei geben“:-)

    Schön fand ich es das die beiden Geister Erwin & Paul von der Insel Sylt mit an Board sind und ebenfalls eine Weltreise machen möchten. Wer die Vorgänger Bücher kennt weiß wovon ich spreche, allerdings lernt man die Beiden hier auf dem Schiff und ihre Geschichte ebenso kennen, ich möchte hier nicht allzu viel verraten. Man könnte hier auf so viele Geschichten, einzelne und am Ende doch zusammenhängende hinweisen, doch es wäre schade wenn man dies alles vorab nehmen würde, denn jeder soll sich sein eigenes Bild machen und jede einzelne Geschichte selbst kennen lernen. Ich kann nur sagen, bzw. schreiben, ein umwerfendes Buch mit allen Klischees einer Kreuzfahrtreise und vielen Wahrheiten, sowie tollen Menschen! Alles gut in dieses Buch gefasst und mit offenem Ende, so das man sich auf eine neue Reise freuen darf, da bin ich ganz sicher:-)

    Eine Reise um die Welt kann die Menschen verändern und ich fand es schön hier mitzuerleben wie eine kleine Familie wieder zusammen gefunden hat, eine ungewollte Schwangerschaft ihren Weg genommen hat und zwei Liebende wieder durch „Amor“ vereint wurden. Wunderschön geschrieben, ein bisschen Märchen und ein bisschen Realität und ein paar Fiktionen sind hier alles in allem zusammen gefasst und das ist so gut gelungen, das ich dieses Buch absolut liebe. Man muss dieses Buch einfach lieben, es ist ein rundum gelungenes Werk und ich hoffe und bin aber gleichzeitig ziemlich sicher, das wir hier noch mehr Geschichten/Romane zu lesen bekommen werden! Das ist ein absolutes Muss und ich weiß ich werde auch die weiteren Geschichten lesen und lieben lernen. Ich freue mich darauf!

    Ich werde dieses Buch in jedem Fall weiter empfehlen und jeder der Bücher liebt, sollte diese Geschichte lesen, denn es ist einfach herrlich in einem Buch abtauchen zu können, zu weinen und zu lachen und so manches Mal einfach nur zu schmunzeln!
    Ich bin sehr dankbar das ich diesen Roman vorab lesen durfte und werde es allen Menschen in meinem Umfeld ans Herz legen, man kann hiermit einfach abschalten, in eine andere Welt reisen und fernab von allen Sorgen & Problemen einen Urlaub geniessen!!!! Ein Buch für jedermann, für Kind, für Jugendliche und für Erwachsene die sich einfach gerne einmal „berauschen“ lassen:-)
    Also macht Euch auf die Reise in diese unbekannte Welt und lebt und leidet mit den Menschen/Protagonisten, es lohnt sich absolut hier dabei zu sein! Einfach nur genial!
    Eine phantastische Reise um die Welt!!!

    • elgato

      Vielen lieben Dank für diese tolle Bewertung!

  2. Bewertet mit 5 von 5

    Kevin

    Wer träumt nicht von einer Reise um die Welt? Mit dem Roman „115 Tage an Tisch 10“ nimmt uns die Autorin Brina Stein mit auf Ihre Kreuzfahrt rund um den Globus.

    Drei Landfrauen erfüllen sich den Wunsch, eine Weltreise auf dem Kreuzfahrtschiff „Kosta Onda“ zu unternehmen. Bereits bei der Anreise nach Italien begegnen sie mehrere Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein können. Gemeinsam durchqueren sie die Südhalbkugel und nehmen den Leser mit auf eine Reise, die von Italien über Brasilien, Argentinien, Kap Hoorn, die Südsee, Neuseeland und Australien, die Traumstrände von Mauritius und schließlich über Südafrika zurück ins Mittelmeer führt.
    Durch die verschiedenen Charaktere wird dem Leser nicht nur die einzigartige Reise näher gebracht, nein auch die unterschiedlichsten Sichtweisen und Erfahrungen, zwischenmenschliche Konflikte und sämtliche Vor- und Nachteile einer solch langen Kreuzfahrt auf engstem Raum werden vermittelt. So werden dem Leser nicht nur auf einer humorvollen und flüssig zu lesenden Schreibweise die unterschiedlichsten Destinationen und die erlebten Eindrücke geschildert, auch erfährt man viele private Probleme, welche allesamt während der langen Zeit auftreten können. Schließlich ist nicht alles Gold was glänzt. Im Gegenteil: alle privaten Probleme machen vor einer Kreuzfahrt um die Welt keinen Halt.

    So fragte ich mich des Öfteren beim lesen: Würde ich persönlich auch eine Weltreise auf einem Kreuzfahrtschiff unternehmen wollen? Ist eine Weltreise eher Fluch oder Segen? Beide Alternativen sind wohl sehr nah beieinander.
    Ich für meinen Teil kann die Frage nach einer Weltreise jedenfalls mit einem „Ja!“ beantworten.

    Speziell erfahrene Kreuzfahrer werden an diesem Buch ihren Spaß finden. Gleichzeitig können aber auch Neulingen in Sachen Kreuzfahrt oder angehende Weltreisende erste Eindrücke in das Leben an Bord erfahren.
    Wer bereits das Ein oder andere Mal mit der italienischen Reederei „Costa Kreuzfahrten“ gereist ist, wird sich sofort an Bord wiederfinden, zurechtfinden und einige Crewmitglieder, allen voran die deutschsprachige Hostess „Herlinde“, wiedererkennen und hier und dort sich mit einem Schmunzeln beim lesen ertappen.

    Für mich ist der Roman „115 Tage an Tisch 10“ ein voller Erfolg, hat unglaublich viel Spaß beim lesen bereitet und hat vor allem Lust auf Meer gemacht!

  3. Bewertet mit 5 von 5

    Christiane Landgraf

    Zum Inhalt:

    Endlich ist es soweit, die Landfrauen, welche man schon aus den vorherigen Kurzgeschichtensammlungen und Jahresausklängen der Wellengeflüster Buchreihe kennen und lieben gelernt hat, wagen es, das Abenteuer ihres Lebens, eine Weltreise! Bei der Planung denken sie dabei vor allem daran, welches Fleckchen Erde jede von Ihnen schon immer einmal sehen wollte, während die eine von Pinguinen in Feuerland träumt, wünscht sich die andere, sie wären schon in der Südsee und auch Afrika steht bei einer ganz oben auf der Place to be-Liste und wäre es nicht auch ein Traum, einmal im Leben das Dschungel-Camp nicht nur vom Sofa aus zu erleben? Am Anfang der Reise ist jede Feuer und Flamme ob dem, was da alles auf sie zukommen möge. Natürlich hat sich jede sorgsam vorbereitet und allen war klar, dass für eine fünfmonatige Weltreise etwas mehr nötig sein wird, als einen Koffer zu packen. Wer sieht nach dem Haus, wer leert den Briefkasten – alles scheint geklärt, auf ins Reisevergnügen! Sightseeing und Urlaubs-Feeling 24/7 und das bitte fünf Monate lang! Nicht nur die Landfrauen, sondern auch Jessica und Tim, sowie Silvia und Jochen mit dem kleinen Jan, die Syltgeister natürlich Amor und sein Gehilfe, aber auch der stoffelige Bruno, für den es bereits die zweite Weltreise ist, müssen erkennen, dass ihnen mindestens genauso viele zwischenmenschliche Erlebnisse mit allen Facetten, mit Höhen wie Tiefen, bevorstehen wie Reisehighlights.

    Kritische Würdigung:

    Von der Kurzgeschichtensammlung zum Roman, der Schritt ist Brina Stein wirklich sehr gut gelungen, Sie und ihr Wellengeflüster scheinen sich ganz zuhause zu fühlen im neuen Gewässer.

    Mein Fazit: Egal ob man schon einmal eine Weltreise gemacht hat und gerne lesen möchte, ob ein anderer da eigentlich auch ähnliche Erfahrungen gemacht hat, wie man selbst oder ob man sich ernsthaft mit dem Gedanken an eine Weltreise trägt und daher ohnehin jeden Bericht eines Weltreisende verschlingt, oder eher frustriert ist, dass man sich dies wohl so schnell nicht wird erlauben können – Brina Steins Roman ist eine empfehlenswerte Lektüre für jeden, der sich für das Thema Weltreise interessiert. Den angehenden Weltreisenden wird der Vorgeschmack auf die Vielzahl und Verschiedenheit der Erlebnisse, die einen in doch vergleichsweise kurzer Zeit erwarten, packen und die zwischenmenschlichen Episoden werden ihn nicht von seinen Plänen abschrecken, aber doch gut auf die Reise vorbereiten. Sicher wird er während der Reise öfter mal daran zurück denken. Den ehemaligen Weltreisenden wird oftmals ein „das kenne ich auch“ Gefühl beschleichen und den, der noch eine Weile warten muss, auf die Verwirklichung seines Traumes, den wird die Erkenntnis trösten, dass auch in Sachen Weltreise nicht alles Gold ist, was glänzt.

    Begeistert hat mich, dass Brina Stein – einmal mehr – ihre Protagonisten sehr greifbar ausgemalt hat. Vor allem fällt das bei den männlichen Hauptfiguren auf. Besonders gefallen hat mir der scheinbar ewig unzufriedene, meckernde Bruno – treffen wir nicht alle in jedem Urlaub einen Bruno? Schön auch die Auflösung, dass so ein Verhalten oft nur eine Fassade ist. Im Fall von Bruno, der einst glücklich verheiratet war und viel zu früh zum Witwer wurde ist sein motziges Verhalten eine Art Schutzwall. Unbewusst macht er es allen wirklich unglaublich schwer sich für ihn zu interessieren, ihn zu mögen denn wenn man niemanden an sich heran lässt, kann man auch niemanden verlieren, denn einen Seelenverwandten zu beerdigen schmerzt bis zum Mond und wieder zurück. Spannend auch zu erleben, wie Jochen, der über den Alltag seiner Ehe schon lange vor Reisebeginn gestolpert ist, auf der langen Reise für die Zukunft seiner Familie entscheiden wird. Faszinierend ist auch Tim: Kennen wir nicht alle einen Menschen, der alles zu haben scheint, eine hübsche Frau, eine tolle Karriere und seine Gesundheit und doch stets einen unzufriedenen Eindruck macht? Oft sind die bis dato eingeschlagenen Wege beibehalten worden, weil sie ja auch funktionieren und die eigene Existenz absichern und doch sind sie nicht die Pfade des Herzens und unbewusst wächst die eigene Unzufriedenheit schleichend und unbemerkt, aber sicher.

    Zurück bleibt der Leser mit der Erkenntnis, dass neben den typischen Urlaubseindrücken eine fünfmonatige Reise auch viel Potential für Heimweh, Lagerkoller, Konflikte und sogar gesundheitliche Komplikation mehr oder weniger ernster Natur birgt und dass man, egal wie weit man „läuft“ und selbst wenn man dabei einmal die Erde umrundet, sich doch selbst immer mitnimmt und seine Ängste, Sorgen, Nöte, Charaktereigenschaften, das eigene Talent oder Unvermögen Anschluss zu finden doch ebenfalls immer im Gepäck hat. Eine weitere interessante Frage, die das Buch aufwirft ist: Was kommt nach der Welt. Ging es Ihnen auch schon mal so: Jemand hat von einer Destination geschwärmt, die sie selbst auch schon bereist und eher für mittelmäßig schön hielten? Oft liegt es daran, welchen Vergleich man hat. Da schwärmt Ihnen jemand von seinen traumhaften Badeferien am Mittelmeer vor und Sie denken, dass es nicht einmal im Ansatz Ihrer Karibikkreuzfahrt das Wasser reichen kann. Was ist nun besser? An sich ist es wie Schnitzel oder Fine-Dining – alles zu seiner Zeit und glücklich ist der, der alles genießen kann. Aber es stimmt schon … je mehr man von der Welt gesehen hat, desto schwerer wird es noch wahre Begeisterung und Überraschung ob dem, was ein neues Urlausziel zu bieten hat zu empfinden. Last but not Least: Eine Weltreise verändert. Man hatte über so lange Zeit Abstand vom gewohnten Alltag, dem Job, den man schon seit Jahren ausübt, dem Ort an dem man schon seit Jahren wohnt usw. … wie bei einem längeren beruflichen Auslandsaufenthalt auch kommt man nicht als der zurück als der, als der man gegangen ist. Vielleicht kommt man zurück erfüllt voll tiefer Dankbarkeit für das eigene Leben, vielleicht kommt man zurück mit dem Bedürfnis einige Dinge nachhaltig zu verändern – Bereit für Ihr persönliches Abenteuer? Wollen Sie das wirklich? Dann wird es bestimmt auch wunderschön! Und was danach kommt, kommt danach, das Leben verändert sich. Wir verändern uns. Und das ist auch gut so!

  4. Bewertet mit 5 von 5

    Ela´s Bücherecke

    Im Sommer 2016 durfte ich im Rahmen einer Wanderbuch Gruppe bei Facebook „Jahresausklang auf Sylt: Wellengeflüster in Westerland“ der Autorin Brina Stein lesen. Auch wenn es nicht mein bevorzugtes Genre ist, war ich begeistert von dieser Geschichte.
    Umso mehr hat es mich gefreut, dass ich ihr neustes Buch „115 Tage an Tisch 10: Wellengeflüster auf Weltreise“ auch vorab lesen durfte. Und eins sei vorab gesagt, die Autorin hat mich mit diesem Buch wieder begeistert.

    Das Cover zeigt in Puzzleteilen viele kleine Highlights der bevorstehenden Reise und auch dem Schiff, die Heimat für 115 Tage, wird gezeigt. Ich finde das Cover ist für dieses Buch gelungen.

    Über den Inhalt möchte ich an dieser Stelle nicht so viel wiedergeben. Denn Sie liebe Leser, sollten diese Geschichte selbst erleben. Aber eins möchte ich sagen, es passiert sehr viel an Tisch 10 und auf dieser Reise um die Welt. Die Landfrauen Rita, Ute und Rosi lernen viele verschiedene Menschen und Länder kennen. So wie Bruno, der nur am meckern ist, aber hinter seiner Fassade einen weichen Kern hat. Oder nehmen wir Jessica und Tim, die einen Schicksalsschlag auf dieser Reise bekommen. Wir lernen Silvia und Jochen nebst Sohn Jan kennen, die um ihre Ehe kämpfen. Fehlen dürfen natürlich auch nicht Erwin und Paul, die Geister von Sylt und auch Armors Gehilfe ist mit von der Partie. Was diese Personen alles auf ihrer Reise erleben und ob sie zu einer Gemeinschaft zusammen wachsen, dies erfahrt ihr alles in 332 Seiten.

    Frau Stein hat mich mitgenommen auf eine wunderbare Reise um die Welt. Sie hat mir Orte näher gebracht, an die ich wohl in nächster Zeit nicht reisen werde. Ich konnte mich beim Lesen regelrecht wegträumen. Auch ihre Beschreibung der einzelnen Charaktere war stimmig. Ich denke, dass jeder diese Charaktere kennt. Ob ein lustiger Haufen Landfrauen, ein miesepetriger älterer Mann, ein Ehepaar mit Problemen – alle waren super beschrieben und ich konnte mich gut in diese hineinversetzen.
    Die Handlung an sich war stimmig, es war eine Mischung aus Reisebereicht und ein Bericht über das Zusammentreffen verschiedenster Charaktere auf engsten Raum.

    Von mir bekommt die Autorin 5 Sterne. Denn sie begeistert mich mit diesem Buch und das obwohl ich sonst lieber andere Genres bevorzuge. Dies muss man erstmals schaffen. Ich hoffe, dass dieses Werk von Brina Stein noch viele Leser begeistert.

  5. Bewertet mit 4 von 5

    Sabine

    Unterhaltsame und interessante Lektüre

    „115 Tage an Tisch 10 – Wellengefüster auf Weltreise“ erzählt von einer mehrmonatigen Kreuzfahrt (vorwiegend) über die Südhalbkugel. Im Vordergrund stehen dabei nicht die Destinationen, sondern vielmehr die unterschiedlichen Charaktere, die im Zuge dieser Weltreise aufeinandertreffen.
    So lernt der Leser 3 muntere ältere Damen kennen, die sich gemeinsam den Traum einer Weltreise erfüllen, einen grummeligen Rentner, eine junge Familie mit Sohn im Vorschulalter sowie ein kinderloses Paar. Die meisten Protagonisten teilen sich während der 4-monatigen Reise, zusamen mit einem italienischen Paar, einen Tisch beim Abendessen, die rstlichen Protagonisten dinieren am Nebentisch und sind somit ebenfall allabendlich präsent.
    Alles haben unterschiedliche Motive auf Weltreise zu gehen, jeder verknüpft Hoffnungen und Erwartungen mit dieser Reise, jeder trägt aber auch Probleme und Konflikte mit sich herum. Alle Charaktere sind sehr liebevoll gezeichnet – und wohl größtenteils schon in früheren Werken der Autorin ins Leben gerufen worden. Für mich war es das erste Buch von Brina Stein, was dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch tat. Vorkenntnisse sind nicht vonnöten – die Lektüre mach aber neugierig auf die Vorgeschichte(n).
    Zunächst etwas befremdlich und irritierend (weil absolut unerwartet) waren für mich die Begnungen mit Geisterwesen und Engeln, die ebenfalls an der Kreuzfahrt teilnehmen bzw. aus bestimmten Gründen temporär dabei sind – nach einer kurzen Gewöhnungsphase haben mir aber auch diese Abschnitte gut gefallen.
    Brina Stein schreibt mit viel Gefühl und Humor, deutlich erkennbar sind auch die Einflüsse eigener Erfahrungen, wodurch die Schiderungen sehr lebendig wirken. Sie beschreibt sehr anschaulich die Faszniation Kreuzfahrt/Weltreise – jedoch wird nicht beschönigt, dass gerade bei langen Seetagen auch die Langeweile zuschlägt, und dass das enge Zusammenleben unetrschiedlichster Menschen nicht immer einfach ist. Genauso kann man aber mitverfolgen, wie Menschen und deren Beziehungen untereinander sich im Laufe der Zeit, durch gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen, entwickeln und ändern… wie aus Fremden schließlich Freunde werden.
    Ein bißchen zu kurz kamen für meinen Geschmack die Eindrücke von den unterschiedlichsten Destinationen und Landgängen. Zwar werden auch diese liebevoll und interessant erzählt, aber ich hatte mir hier noch etwas tiefere Eindrücke erhofft. Im Nachhinein liegt dies aber auch sicher daran, dass die Zeit für Landgänge im Verhälnis zur Zeit an Bord generell eher knapp ist und man gar nicht die Zeit hat, eine besuchte Stadt mit vielen Details kennenzulernen.
    Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten (vielen Dank dafür!) und es hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Es ist interssant und unterhaltsam und liest sich flüssig und leicht. Als ideale Urlaubslektüre, aber ebenso zum Abtauchen in fremde Welten während kühler Wintertage empfehlenswert.

  6. Bewertet mit 4 von 5

    Verena

    „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben!“
    So oder so ähnlich könnte auch die Überschrift für diesen Roman heißen.
    Der Leser lernt die Protagonisten nett verpackt schon auf der Hinfahrt kennen, indem sie, jedes Grüppchen separat, zur Reisegesellschaft hinzustoßen. Ein wirklich bunter Haufen, bei dem man sich nicht vorstellen kann, dass sie auch nur ansatzweise zusammenpassen könnten. Der Autorin gelingt es hier, die einzelnen Charaktere so herauszustellen, dass man sich deren Reaktionen in jeder Situation bildlich vorstellen kann. Umso amüsanter ist schließlich die Tatsache, dass ausgerechnet diese Truppe in den kommenden 115 Tagen wirklich Tag für Tag an einem Tisch sitzen dürfen. Des einen Freud, ist des anderen Leid. Aber so eine Kreuzfahrt wäre keine richtige Kreuzfahrt, wenn sie nicht auch irgendwie zusammenschweißen würde. Als Leser ist man immer wieder neugierig darauf, was sie wohl auf See oder bei dem ein oder anderen Landgang erleben dürfen oder gar müssen.
    Die Orte der Kreuzfahrt werden so schon fast zum Nebenschauplatz. Viel spannender ist die Frage, was den Reisenden denn nun als nächstes widerfahren wird, was sie erleben und vor allem, wie sie mit all den Unwegsamkeiten zurechtkommen werden.
    Auch alte Bekannte vorheriger Bücher haben ihre Position und dürfen auf der Weltreise nicht fehlen.
    Ein Buch, bei dem man Lust auf eine Kreuzfahrt bekommt, aber in sehr lustiger Art auch die „Gefahren“ einer solchen vor Augen geführt bekommt.
    Abschließend kann man nur sagen: Es muss ein großer Spaß sein und auch 115 Tage auf einem Schiff werden einfach nicht langweilig.

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