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23. Dezember

23.12

Volkslied von 1795

1. Morgen, Kinder, wird’s was geben,
morgen werden wir uns freun!
Welch ein Jubel, welch ein Leben
wird in unserm Hause sein!
Einmal werden wir noch wach,
heißa dann ist Weihnachtstag!
2. Wie wird dann die Stube glänzen
von der großen Lichterzahl,
schöner als bei frohen Tänzen
ein geputzter Kronensaal.
Wißt ihr noch vom vor’gen Jahr,
wie’s am Weihnachtsabend war?
3. Wißt ihr noch mein Räderpferdchen,
Malchens nette Schäferin,
Jettchens Küche mit dem Herdchen
und dem blankgeputzten Zinn?
Heinrichs bunten Harlekin
mit der gelben Violin?
4. Welch‘ ein schöner Tag ist morgen!
Viele Freunde hoffen wir;
uns’re lieben Eltern sorgen
lange, lange schon dafür.
O gewiß, wer sie nicht ehrt,
ist der ganzen Lust nicht wert!

So alt ist dieses Gedicht bereits. So alt und dennoch  – wenn wir mal von den Geschenken absehen, aktuell. Ja, was schenkten sich die Menschen eigentlich früher?
Wisst ihr das?

Ich habe mal ein wenig recherchiert und möchte euch am Ergebnis teilhaben lassen.

Bis etwa ins 17. Jahrhundert war Weihnachten gar nicht so bekannt, wie wir es heute kennen. Zwar umgab die Zeit der Wintersonnenwende schon immer ein gewisses Mysterium, aber bis dahin begingen die Menschen eher den 6.Dezemeber – den Tag des Heiligen Nikolaus – als einen Tag des Beschenkens. Die Geschenke waren viel einfacher und die Menschen freuten sich über viel bescheidenere Gaben. Ein Beutel voll Linsen, selbst gestrickte Socken oder Handschuhe.

Als im 18. Jh der Weihnachtsbaum in die Stuben einzog, verlagerte sich das Geschehen oder immer mehr in Richtung Wintersonnenwende. Selbst gebackene Plätzen hielten Einzug und durften nicht vor Weihnachten verspeist werden. Der Christstollen hat ebenso eine lange Tradition und gehört heute genauso zu Weihnachten wie der Weihnachtsbaum.

In einigen Regionen Deutschlands wurde vor dem Heiligen Abend noch brav gefastet. Am Heiligen Abend selbst gab und gibt es auch heute noch in vielen Haushalten Linsensuppe. Linsen sind ebenfalls  in anderen Ländern Europas ein Symbol für Wohlstand im kommenden Jahr. Wer nicht daran glauben mag, stellt siebenerlei Speisen auf den Tisch. Oder zumindest eine Speise aus sieben Zutaten.

In anderen Regionen ist der Kartoffelsalat mit Würstchen am Heiligen Abend die wichtigste Speise.

Zu den wichtigsten Ritualen gehörte der gemeinsame Kirchgang mit Krippenspiel. Kaiser Theodosis legte 381 unserer Zeit fest, dass die Geburt Christi auf die Nacht zum 25.Dezember begangen wird. Das Aufstellen des Weihnachtsbaums, das Aufhängen von Mistelzweigen und viele andere Bräuche, die wir heute mit Weihnachten verbinden, haben ihren Ursprung im alten germanische Glauben.

Mittlerweile hält uns der Kommerz gefangen. Wir hasten durch die Geschäfte, stressen uns und unsere Familie. Oft hindert uns die all zu große Erwartungshaltung, Freude für die Gaben zu empfinden.

Auch wir haben heute eine kleine Gabe für euch vorbereitet.
Ein weiteres Katzenlesezeichen macht sich auf dem Weg zu dem, der folgende Frage richtig beantwortet:

Wieso hängen wir uns Mistelzweige in den Türrahmen?

Bei mehreren richtigen Antworten hier in der Kommentarfunktion entscheidet wie immer das Los.

 

2 Gedanken zu „23. Dezember

  1. Man sagt, dass es Paaren Glück bringt, sich unter diesen Zweigen zu küssen.

  2. Wer sich unterm Mistelzweig trifft darf sich küssen. Und es bringt Glück

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